„Das ist ganz einfach Mist“

Fußball

Drei Spielabbrüche in knapp drei Wochen: Zuerst die Partie zwischen SW Meckinghoven und Genclik Spor. Jetzt die Spiele der Spvgg. 95/08 gegen SF Germania Datteln und Kültürspor Datteln II gegen FC 96 II. Darüber sprachen wir mit Harald Woller (Bild), dem Vorsitzenden des Kreis-Schiedsrichterausschusses.

Recklinghausen

von Von Martin Behr

, 08.05.2013, 10:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch Harald Woller, der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, sieht aktuell gefährliche Tendenzen. Foto: Richter

Auch Harald Woller, der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, sieht aktuell gefährliche Tendenzen. Foto: Richter

Genau weiß ich das natürlich nicht. Aber langsam geht’s ans Eingemachte. Im nächsten Jahr steht die Kreisliga-Reform an und deshalb kommt es jetzt zu vermehrten Absteigern. Vielleicht ist das ein Grund, warum einige Spieler so dünnhäutig geworden sind. Das ist ganz einfach Mist.

Er sollte das grundsätzlich erst, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Wenn ein Schiedsrichter zum Beispiel angegangen wird, dann muss er das Spiel sofort beenden. Anders ist das bei verbalen Drohungen oder Beleidigungen gegen den Schiedsrichter. Dann sollte er nur dafür Sorge tragen, dass derjenige der Anlage verwiesen wird. Das ist kein Grund für einen Spielabbruch.

Unter Umständen können die Teams fünf oder zehn Minuten in die Kabinen geschickt werden, um die Gemüter herunter zu kühlen. Dann kann man auch Ordner hinzuziehen.

Ja. Und der nächste Kurs ist in Planung. Aber da werden erst einmal nur höherklassige Schiedsrichter geschult. Dazu kommen einige ambitionierte aus der Kreisliga A. Davon versprechen wir uns einiges.

Die Vereine sind sogar in erster Linie gefragt. Genauso wie die Trainer und Betreuer, die als Vorbilder fungieren müssen. Es geht deshalb auch nicht, dass Trainer von außen immer auf den Schiedsrichter schimpfen. Bei unseren Trainerausbildungen wird gelehrt, dass man beruhigend und deeskalierend auf seine Spieler einwirken soll.