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„Das ist eine Frechheit vom BV Brambauer“

So haben die heimischen A-Ligisten gespielt

Keine 90, sondern nur rund 65 Minuten standen sich am Sonntag die A-Liga-Fußballer des VfB Lünen und BV Brambauer II gegenüber. Die Fußball-A-Ligisten des SV Preußen-Lünen haben ihr Spiel am Sonntag gegen SC Husen-Kurl mit 1:4 verloren.

von Niklas Dvorak, Timo Janisch, Patrick Schröer

Lünen

, 08.04.2018
„Das ist eine Frechheit vom BV Brambauer“

Kai Schinck erzielte das zwischenzeitliche 1:3, vergab aber auch zwei weitere Möglichkeiten. © Foto: Goldstein

Tabellenschlusslicht Brambauer verfügte noch am Samstagabend über 14 einsatzbereite Spieler. „Dann kriegst du auf einmal bis morgens sechs Absagen“, sagte BVB-Spielertrainer Lukas Fluder. Er setzte alle Hebel in Bewegung, konnte zum Anpfiff um 15 Uhr zehn Spieler aufbieten. „Wir wollten unbedingt spielen, weil es die letzte Chance ist. Wir haben nicht viel Gegenwehr gezeigt“, sagte Fluder, dem die Einstellung seiner Spieler missfiel. Das Resultat: Nach 14:0-Pausenführung des VfB brach Schiedsrichter Marc Kalliski die Partie an der Dammwiese um 16.12 Uhr beim Stand von 20:0 für die Gastgeber ab. Für den BV standen zu diesem Zeitpunkt nur noch sechs Spieler auf dem Platz. Während der Partie mussten Jan Ide (Kreislaufprobleme), Daniel Kronenberg, Dariusz Jöres und Xhavid Osmani (alle verletzt) passen.

„Das ist einfach eine Frechheit von der Mannschaft und vom Verein. Ich bin stinkesauer“, sagte Lünens Trainer Mark Bördeling. Er habe vernünftig Fußball spielen wollen, was durch den Auftritt des BV nicht möglich war. Zudem hätten die Zuschauer Eintritt für die Partie bezahlt, die nicht bis zum Ende gespielt wurde. „Über das Spiel braucht man gar nicht sprechen. Wenn die Mannschaft Probleme mit dem Verein hat, muss man das intern regeln“, so Bördeling.

Harte Vorwürfe, die bei Fluder auf Verständnis treffen. „Das kann ich verstehen. Du willst sonntags spielen und dann gurkst du hier so rum.“ Ihm fehlten mehrere Stammkräfte wie Dennis Stolzenhoff, Julian Schawaller, Oliver Basdorf, Marvin Peter oder Tobias Sommer. Stattdessen musste etwa Torwart Michel Kröger auf dem Feld auflaufen.

Teams und Tore
VfB: Lemke – Schulze Twenhöfen, Heinrich, Gehrmann, Ceylan, Voßschmidt, Scheuren (42. Linz), Hilkenbach, Harder, Schulze Weiling, Bozkurt
BVB: Reeb – Ide, Trittel, J. Stolzenhoff, Kröger, Kronenberg, Fluder, Jöres, Osmani, Westrup
Tore: 1:0 Gehrmann (4.), 2:0 Ceylan (16.), 3:0 und 4:0 beide Voßschmidt (18./24.), 5:0 Gehrmann (25.), 6:0 und 7:0 beide Voßschmidt (26./28.), 8:0 Schulze Weiling (30.), 9:0 Voßschmidt (32.), 10:0 Bozkurt (34.), 11:0 Gehrmann (37.), 12:0 Eigentor Trittel (38.), 13:0 Voßschmidt (40.), 14:0 Ceylan (44.), 15:0 und 16:0 Gehrmann (47./49.), 17:0 Bozkurt (51.), 18:0 und 19:0 Gehrmann (53./54.), 20:0 Heinrich (56.)

Kreisliga A2 Unna-Hamm
Westfalia Wethmar U23 - SSV Mühlhausen II 4:1 (1:1)

Im Kampf gegen den Abstieg gelang den Grün-Weißen ein kleiner Befreiungsschlag. Wethmar spielte sich in der ersten Hälfte einige Chancen heraus, doch Christian Wantoch von Rekowski und Kevin Klink scheiterten mit ihren Versuchen. Nach einer Ecke von Sören Dvorak legte Lennard Langenkämper den Ball zu Dennis Anderson, der aus kurzer Distanz den Ball im Tor unterbrachte (40.). Doch die Freude über das 1:0 hielt nicht lange. Fast mit dem Pausenpfiff glichen die Gäste in Person von Senad Berisa aus (44.).

Die Gastgeber kamen besser aus der Pause. Anderson markierte nach Vorarbeit von Klink seinen zweiten Treffer zur 2:1-Führung. Die Gäste aus Mühlhausen zeigten wenig im Spiel nach vorne. Die Jungs vom Cappenberger See spielten clever und standen defensiv stabil. Zehn Minuten vor dem Ende lief Anderson alleine auf das Tor und traf zum 3:1. In der Nachspielzeit machte Anderson den Viererpack perfekt. „Vom Kopf her war es ein schwieriges Spiel, aber in der zweiten Hälfte haben wir es gut gelöst. “, sagte Co-Trainer Benjamin Fasse.

Team und Tore
TWW:
N. Dvorak – Jankort, Bremer (46. Lange), N. Lohölter (80. Giesebrecht), Klink, Langenkämper, S. Dvorak, Anderson, Osterholz, Nagel, Wantoch von Rekowski (60. Sajonz)
Tore: 1:0 Anderson (41.), 1:1 Berisa (44.), 2:1, 3:1, 4:1 alle Anderson (55., 83., 90.)

TuS Niederaden - TuS Hemmerde 1:3 (0:3)

„Das Ergebnis hätte auch 3:3 enden können. Vor dem 0:1 hatten wir die besseren Chancen. Auch in der Schlussphase haben wir die Tore leider nicht gemacht“, sagte TuS-Coach Stefan Urban. Ein Doppelpack von Mohamed Gencan dämpfte die Euphorie der Niederadener ein wenig. Vor der Pause erhöhte Martin Kuhlmann auf 3:0, traf mit einer verunglückten Flanke unhaltbar in das Tor (41.).

Nach der Pause verwandelte Patrick Neumann einen Elfmeter (58.). Dominik Hans traf nur den Querbalken und Maurice Althoff erzielte ein Tor, das der Schiedsrichter jedoch wegen Abseits aberkannte. „Das war kein Abseits“, ärgerte sich Urban. TuS-Keeper Marcel Möller hielt seine Mannschaft in der zweiten Hälfte mit einigen Paraden im Spiel.

Team und Tore
TuS:
Möller – Gotthardt, Hilgert (50. Williamson), F. Hans, Katlun, Neumann, Adam (81. Wiggers), D. Hans, Althoff, Kowalski, Schulze-Beckinghausen (67. Gastmeister)
Tore: 0:1 Gencan (26.), 0:2 Gencan (39.), 0:3 Kuhlmann (41.), 1:3 Neumann (58./Foulelfmeter)

PSV Bork - Cappenberg 0:0

Tim Jesella, Spieler von GSC, fand deutliche Worte: „Es war kein gutes Derby, sogar eins der schlechtesten eigentlich. Der Punkt geht in Ordnung. Keine Mannschaft war so überlegen, dass sie drei Punkte verdient gehabt hätte“, sagte Jesella, der wie seine Sturmkollegen am Sonntag vor ungefähr 200 Zuschauern weitestgehend blass blieb.

Wäre es nach den Torchancen gegangen, hätte der PSV gewonnen. Mit 5:3 gewannen die Borker diese Statistik einer zerfahrenen Partie. Da beide Teams ihre Torchancen aber nicht nutzten und am Ende stehend k. o. waren, ging die Punkteteilung in Ordnung.

Patrick Osmolski, Trainer von GS Cappenberg, war nach dem Spiel unzufrieden: „Es war ein enttäuschendes Derby. Es gab wenige Highlights. 0:0 war das gerechte Ergebnis“, sagte er und gab nach seinem letzten Derby auch zu: „Von dem Spiel wird nicht viel hängen bleiben.“

Patrick Osmolskis kleine Privatbilanz gegen den Lokalrivalen lässt sich aber sehen: vier Siege, vier Unentschieden, zwei Niederlagen.

Team und Tore
GSC:
Grenigloh - L. Hügemann (37. Drees), Wißmann, Grass, Knop, Drews, Kwiatkowski, Zocher (53. Becker), Stiens, Stasch, Jesella
Tore: Fehlanzeige

Kreisliga A2 Dortmund
SV Preußen Lünen - SC Husen-Kurl 1:4 (0:1)

„Fußballerisch war das heute sehr enttäuschend. Die Einstellung hat nicht gestimmt“, sagte ein unzufriedener SVP-Coach Steven Koch. Durch individuelle Fehler kassierten die Horstmarer die Gegentore. Dustin Serges unterlief einen langen Ball, sodass Jan Albert frei vor dem Tor den ersten Treffer der Partie erzielen konnte (36.). In der Halbzeit warnte Steven Koch seine Jungs vor den langen Bällen der Gäste. Doch die Gastgeber konnten diese Bälle nicht verteidigen. Vier Minuten nach Wiederanpfiff traf Gerrit Rohner zum 2:0. Vorausgegangen war wieder ein lang gespielter Ball, der von der Abwehr unterlaufen wurde. Preußen hatte auch Chancen, doch Kai Schinck und Robin Hagenmeyer vergaben ihre Chancen knapp.

Husen-Kurl war vor dem Tor cleverer. Fabian Vom Hofe traf zum 3:0 (59.). Zwar konnte Schinck seine Mannschaft mit seinem Treffer noch einmal auf 1:3 heranbringen, doch Albert setzte zehn Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt. „Husen-Kurl hat heute vor dem Tor schlauer gespielt und somit die Tore erzielt. Wir haben unsere Möglichkeiten leider nicht genutzt“, so Koch.

Team und Tore
SVP:
Glaap – Diesner, Kleine-Bernink, Schinck, Hagenmeyer, Leese, Schulz (74. Kloßek), Studnicka (49. Karanlik), D. Serges (56. Herrmann), S. Serges, Adamsky
Tore: 0:1 Albert (36.), 0:2 Rohner (49.), 0:3 Vom Hofe (59.), 1:3 Schinck (63.), 1:4 Albert (80.)

BW Alstedde - Lüner SV II 2:6 (1:1)

BWA-Coach Andreas Hermes war nach Spielschluss von der Höhe der Niederlage gar nicht überrascht – obwohl BWA in der Tabelle eigentlich vor den Lünern steht. „Mir haben acht Spieler gefehlt. Durch ein Foulspiel haben wir unsere Defensivkraft Björn Hartmann auch noch verloren. Das Defensivsystem war dann nicht mehr da“, sagte der Alstedder Trainer, dessen Team zunächst in Führung ging. Benedikt Kuhne (18.) ließ den BWA-Anhang früh jubeln. Die Freude währte aber nicht allzu lange. „Wir hatten eigentlich gehofft, dass wir nach dem 1:0 auf Konter spielen können“, beschrieb Hermes den Plan der Alstedder. Der ging nicht auf.

Noch vor der Pause kam der LSV, der im ersten Durchgang noch nicht überzeugte, zum Ausgleich. Sinan Bayram traf zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum 1:1. „In den ersten 30 Minuten waren wir noch nicht so stark, nach dem Ausgleich wurden wir aber besser. In den weiteren 60 Minuten haben wir das richtig gut gemacht, der Sieg geht völlig in Ordnung“, resümierte LSV-Trainer Kadir Kaya nach dem Sieg gegen seinen ehemaligen Verein.

In der zweiten Halbzeit spielten die Gäste ihre konditionellen Vorteile aus. Alstedde kam nicht mehr richtig mit, verlor nach und nach die Ordnung. Bayram traf mit seinem zweiten Tor zur 2:1-Führung der Gäste (48.). Danach folgte die Show von LSV-Stürmer Murat Büyükdere, der gegen seinen Ex-Verein einen Dreierpack (54./59./88.) schnürte. Einmal netzte „Bücky“ sogar per Hacke ein.

Zwischenzeitlich verkürzte Alsteddes Jannik Audehm mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:4. Ahmet Karaduman macht eine Minute vor dem Abpfiff das halbe Dutzend voll. Nach dem Erfolg sind die Lüner auf den neunten Tabellenplatz geklettert. Alstedde rangiert weiterhin auf Rang fünf.

Teams und Tore
BWA:
Krause – Audehm, Kuhne (64. Gregor), Hartmann (36. Celebi), Ekici, Juric, Häckh, Markowski, Koczy, Klaschik, Kevin Röll (56. Christiansen)
LSV: Acar – Gülec (11. Sabin Basic), Asante, Petreian, Tikici, Bayram, Patrick Röll (54. Koschnik), Uzun, Büyükdere, Cirak (70. Koc), Karaduman
Tore: 1:0 Kuhne (18.), 1:1 Bayram (35.), 1:2 Bayram (48.), 1:3 Büyükdere (54.), 1:4 Büyükdere (59.), 2:4 Audehm (63.), 2:5 Büyükdere (88.), 2:6 Karaduman (89.)

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