Coronavirus in NRW: Urlauberandrang an Nord- und Ostsee - volle Strände – Liveblog

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Das heiße Wetter lockt zu viele Urlauber an Deutschlands Nord- und Ostseestrände: Die Kapazitäten sollten online von Badegästen im Blick behalten werden. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 09.08.2020, 07:45 Uhr / Lesedauer: 9 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 51.330 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.759 Todesfälle. 45.740 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 8.8.2020)
  • Wegen eines starken Urlauberandrangs an den Nord- und Ostseestränden Schleswig-Holsteins rieten viele Kur- und Badeorte am Samstag dringend von weiteren Anreisen ab. Die Kapazitäten können online abgefragt werden.
  • Über 1.000 neue Corona-Fälle gab es deutschlandweit am Samstag (8. August). Ebenso ist der R-Wert weiter über die 1,0 gestiegen.
  • Testpflicht: Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich ab Samstag testen lassen.
  • Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein generelles Reiseverbot in Risikogebiete, der Weltärztebund eine generelle Quarantäne für diese Personen. Aktuell fallen etwa 2 bis 2,5 Prozent aller Corona-Tests bei Reiserückkehrern positiv aus.

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Sonntag, 9. August, 12.44 Uhr
Altmaier: Zielgenauere Maßnahmen statt Rundumschläge gegen Corona

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat angesichts von steigenden Corona-Infektionszahlen eine Überprüfung der bisherigen Maßnahmen gefordert. „Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Deshalb brauchen wir zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Nach einem halben Jahr Erfahrung mit dem Virus brauchen wir eine medizinische Einordnung dessen, was falsch gelaufen ist und geändert werden muss.“ Der Anstieg der Neuinfektionen auf deutlich über 1000 pro Tag sei alarmierend.

Sonntag, 9. August, 11.47 Uhr

Corona-Infektionen in Deutschland gesunken
Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1.000 Fällen gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand 09.08.2020, 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit - im Vergleich zu den Werten der Vortage - etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür kann sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. Am Samstag waren 1.122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Sonntag, 9. August, 10.44 Uhr

Sarah Connor verteidigt umstrittenes Konzert in Düsseldorf

Das geplante Großkonzert in Düsseldorf mit Stars wie Bryan Adams und Sarah Connor vor 13.000 Zuschauern soll nur stattfinden, wenn die Corona-Infektionszahlen das erlauben. Popstar Connor zeigte Verständnis für Bedenken gegen das Großkonzert, verteidigte das geplante Event aber gleichzeitig: Ihre Branche habe in den letzten Monaten “extrem gelitten”. Es gehe ihr bei dem Konzert nicht um “Party machen”, sondern Jobs.

Sonntag, 9. August, 9.36 Uhr

Schausteller fordern vom Land: Kirmessen wieder öffnen
Schausteller aus Nordrhein-Westfalen haben die Landesregierung aufgefordert, nach monatelangem coronabedingtem Verbot wieder Jahrmärkte zu erlauben. „Die Kirmessen müssen wieder aufmachen“, sagte Burkhardt Unrau vom Schaustellerverein Bergisch Gladbach bei einem Treffen mit NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Die Märkte könnten „mit Corona-Vorsichtsmaßnahmen und ohne Saufgelage“ stattfinden.

Sonntag, 9. August, 8.56 Uhr

Große Corona-Demo in Dortmund bei 35 Grad
Von 15 bis 20 Uhr will die Gruppe „Querdenken 231“ ein „Demo-Festival für Frieden und Freiheit“ auf dem Hansaplatz in Dortmund abhalten, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Bis zu 1.500 Teilnehmer werden erwartet – unter ihnen sollen auch viele Verschwörungsideologen und Corona-Leugner sein, die die Gefahr der Pandemie herunterspielen.

Sonntag, 9. August, 7.31 Uhr

Volle Strände an Nord- und Ostsee - Badeorte raten von Anreise ab
Wegen eines starken Urlauberandrangs an den Nord- und Ostseestränden Schleswig-Holsteins haben viele Kur- und Badeorte am Samstagmittag dringend von weiteren Anreisen abgeraten. Gerade an der Ostsee seien bereits mittags viele Strände an ihrer maximalen Kapazität angelangt, teilten die Tourismus- und Kurdirektionen mit.

In der Lübecker Bucht sei es dabei besonders voll gewesen. Scharbeutz' Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) riet dringend von einer Anreise ab. Die Strandampel auf der Website strandticker.de stand vielerorts auf rot. An der Nordsee war es vor allem in St. Peter-Ording eng - allerdings nicht wegen voller Strände: Vielmehr seien verstopfte Zufahrten das Problem, teilte die Tourismusdirektion mit.


Samstag, 8. August, 21.00 Uhr

Weitere Lehrer an Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern infiziert

In einem Gymnasium in der Stadt Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei weitere Lehrer positiv getestet. Die Schule ist am Freitag geschlossen worden, nachdem die Infektion einer Lehrerin bekannt geworden war. Landrat Stefan Sternberg erklärte, 205 Schüler würden als Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne geschickt. Sternberg zufolge werden am Montag nochmals das Schulpersonal und die 205 Schüler getestet. Der Unterricht werde aber für alle Schüler gewährleistet: Die Schule stelle auf das Lernen zu Hause am Computer um.

Samstag, 8. August, 19.20 Uhr

Zum dritten Mal in Folge mehr als 1.000 Neu-Infektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 1000 neuen Fällen, meldet das Robert-Koch-Institut.
Die Reproduktionszahl (R-Wert) lag nach Schätzungen des RKI bei 1,16 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen von etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Auch hier ist ein steigender Trend zu erkennen.

Samstag, 8. August, 17.09 Uhr

Pflichttests laufen an Flughäfen reibungslos

Die seit heute geltende Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat an vielen deutschen Flughäfen keine Probleme verursacht. „Das ist minimal mehr als in den vergangenen Tagen“, sagte Benedikt Hart, Leiter des vom Roten Kreuz betriebenen Testzentrums am Frankfurter Flughafen, der Nachrichtenagentur dpa. Die Passagiere hätten Verständnis.

Samstag, 8. August, 15.52 Uhr

Regierung kritisiert zögerliche Ticketerstattung der Lufthansa

Die Bundesregierung hat die Lufthansa wegen der zögerlichen Erstattung von Ticketpreisen für Flüge, die wegen der Corona-Krise ausgefallen sind, scharf kritisiert. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unverzüglich zurückzahlt“, sagte Wirtschaftsstaatsekretär Ulrich Nussbaum dem „Spiegel“. Es sei eine „Frage des Vertrauens“. Der Staatssekretär hatte für das Wirtschaftsministerium mit Lufthansa über die rund neun Milliarden an staatlicher Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise verhandelt.

Samstag, 8. August, 13.52 Uhr

Homeoffice bei Hitze: Arbeitgeber muss Mitarbeiter nicht schützen
Ab 26 Grad soll der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen, um das Arbeiten im Büro erträglicher zu machen. Ab 30 Grad ist er dazu verpflichtet. Während der Corona-Pandemie arbeiten viele von Zuhause im Homeoffice - welche Regelung greift dort? Bei Hitze ist der Arbeitgeber aus der Verantwortung. Es wird zwar empfohlen, dass Arbeitsschutzstandards eingehalten werden, es gibt aber keine gesetzliche Verpflichtung.


Samstag, 8. August, 12.57 Uhr

Keine größeren Corona-Verstöße in Großstädten in NRW

In der Nacht zum Samstag hat die Polizei in mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens kaum Verstöße gegen die Corona-Regelungen verzeichnet. Lediglich in Bonn nahmen die Beamten sieben junge Männer frühzeitig in Gewahrsam, die zum Teil stark alkoholisiert und aggressiv gewesen sein sollen. „Es waren zwar viele Leute wegen des guten Wetters unterwegs, aber es gab keine nennenswerten Störungen“, sagte ein Sprecher der Polizei in Köln.


Samstag, 8. August, 11.54 Uhr

Reiseverbote für Corona-Risikogebiete?
Der CDU-Wirtschaftsrat will Reisen in Risikogebiete verbieten lassen: „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden“, sagte Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des CDU-nahen Verbands, am Freitag der „Bild“-Zeitung. Das Reiserecht dürfe nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown drohe.


Samstag, 8. August, 10.53 Uhr

Corona-Warn-App: Infizierte bleiben nicht immer anonym

Datenschutz spielt bei der Corona-App eine große Rolle – dennoch bleiben Infizierte nicht immer ­vollständig anonym. Gut zwei Monate nach ihrem Start arbeitet die Corona-Warn-App im Infektionsfall noch nicht so datensparsam wie angekündigt, wie das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” berichtet. Demnach müssten viele positiv Getestete weiterhin eine Hotline anrufen und ihren Name und die Rufnummer mitteilen.


Samstag, 8. August, 9.44 Uhr

Ärzteverband: Masken im Unterricht machen „überhaupt keinen Sinn“

Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht - wie von NRW vorgesehen - als sinnlos kritisiert. „Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung“, sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ/Samstag). „Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben.“

Samstag, 8. August, 8.53 Uhr

„Wir sind noch mitten in der ersten Welle“
Der Virologe Prof. Alexander Kekulé hat sich beim Anstieg der Neuinfektionen gegen die Bezeichnung als zweite Welle ausgesprochen. „Ich mag den Ausdruck nicht so gerne, weil wir rein epidemiologisch noch in der ersten Welle sind“, sagte Kekulé am Freitag im „FAZ“-Podcast. Anhand der aktuellen Zahlen sei jedoch nicht mehr von der Hand zu weisen, „dass wir wieder in einen Zustand kommen, der so ähnlich ist, wie zur Zeit der Lockdowns“.

Samstag, 8. August, 7.40 Uhr

Corona-Testpflicht für Urlauber startet

Für Rückkehrer aus Risikogebieten greift von diesem Samstag an bei der Heimkehr nach NRW die Testpflicht auf das Coronavirus. Die Testkapazitäten im Sicherheitsbereich des Düsseldorfer Flughafens werden nun erweitert. Auch am Köln-Bonner Flughafen kann man sich testen lassen. Die Flugreisenden haben drei Tage Zeit, sich auch woanders testen zu lassen, müssen bis zum Ergebnis aber in häusliche Quarantäne, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor - aktuell stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten bis zu den USA.

Freitag, 7. August, 21.30 Uhr

Landesregierung will 1.000 zusätliche Schulbusse einsetzen

Die Landesregierung will mit dem Schulstart am kommenden Mittwoch bis zu 1000 zusätzliche Schulbusse einsetzen. Das geht aus einem Brief von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag. Damit sollen die Schüler mehr Abstand haben, wenn sie zur Schule fahren und trotz Maskenpflicht nicht dicht gedrängt eine Virusinfektion riskieren müssen. Die Maßnahme ist zunächst für die 43 Schultage bis zu den Herbstferien vorgesehen.

Freitag, 7. August, 20.26 Uhr

Unverheiratete Paare aus Drittstaaten dürfen sich wieder besuchen

Unverheiratete Paare aus Drittstaaten sollen sich ab dem 10. August wieder besuchen dürfen – dazu müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt Dazu zählt: Eine Einladung der in Deutschland wohnenden Person, eine gemeinsam unterschriebene Erklärung zum Bestand der Beziehung und Nachweise der vorherigen Treffen durch Passstempel, Reiseunterlagen oder Flugtickets.

Freitag, 7. August, 18.30 Uhr
Mehr als 300 neue Corona-Fälle in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 324 neue Corona-Fälle registriert worden. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie damit 50 937 bestätigte Corona-Infektionen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Inzwischen seien aber 45 532 Erkrankte wieder genesen, berichtete das Ministerium. Dem standen 1755 Todesfälle gegenüber.

Freitag, 7. August, 17.50 Uhr

Schweiz sichert sich 4,5 Millionen Dosen von möglichem Impfstoff
Die Schweiz hat einen Deal mit dem US-Unternehmen Moderna abgeschlossen. Insgesamt sicherte sich das Land rund 4,5 Millionen Dosen eines möglichen Corona-Impfstoffes – unter der Bedingung, dass er im Land auch zugelassen wird.

Freitag, 7. August, 16.04 Uhr

Konzert mit 13.000 Zuschauern nicht mit dem Land abgestimmt

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat „begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage“ eines in Düsseldorf geplanten Konzerts mit 13 000 Zuschauern. Das Konzept sei nicht mit dem Land abgestimmt worden, erklärte er am Freitag gegenüber der dpa.

Freitag, 7. August, 14.38 Uhr
Forderung des Wirtschaftsrates: Reisen in Risikoländer verbieten

Angesichts der Rückreise vieler Sommerurlauber nach Deutschland werden Rufe nach weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus laut - über eine an diesem Samstag greifende neue Testpflicht hinaus. Der CDU-nahe Wirtschaftsrat forderte ein generelles Verbot privater Reisen in Länder mit hohen Corona-Fallzahlen - Politiker von SPD und FDP lehnten dies ab.

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger, sagte der „Bild“-Zeitung: „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden.“ Das Reiserecht könne nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen sonst ein erneuter Lockdown drohe.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Mongomery, forderte eine generelle Quarantäne. Tests seien nur „eine Momentaufnahme“. Deshalb sollte alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Quarantäne gehen

Ab diesem Samstag müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten nach der Einreise testen lassen, wenn sie nicht schon ein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei haben.


Freitag, 7. August, 12.20 Uhr
Wuppertal schließt Kita nach Corona-Infektionsfall
Die Stadt Wuppertal hat nach dem Auftreten eines Corona-Infektionsfalls eine Kindertagesstätte geschlossen. Zuvor war eine Beschäftigte der Kita positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie Stadtsprecherin Martina Eckermann mitteilte. Die Kita bleibe bis auf Weiteres geschlossen.

Freitag, 7. August, 11.17 Uhr
Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen
Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz, wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert.

Freitag, 7. August, 10.07 Uhr
Konzert mit 13.000 Zuschauern im September in Düsseldorf geplant

Ein Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und „The Boss Hoss“ soll am 4. September vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden. „Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben“, sagte Veranstalter Marek Lieberberg. Es wäre das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland. Das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion („Merkur Spielarena“) werde in enger Abstimmung mit den Behörden geplant. Dem Infektionsschutz werde „in vollem Umfang Rechnung getragen“, so die Veranstalter.

Freitag, 7. August, 9.17 Uhr
Treten Urlauber die zweite Corona-Welle los?
Die Zahl der Neuinfektionen ist wieder sehr hoch. Es liegt nahe, dass Reiserückkehrer und Leichtsinnige dafür verantwortlich sind. SPD-Generalsekretär Klingbeil fordert ein härteres Durchgreifen. „Diejenigen, die leichtfertig keinen Abstand halten und die Maskenpflicht ignorieren, gefährden damit auch, dass Kinder wieder in die Schule gehen und Arbeitsplätze gesichert werden können“, sagte der SPD-Politiker. „Das ist rücksichtslos und unverantwortlich. Dagegen müssen wir schärfer vorgehen. Ich erwarte zum Beispiel von der Deutschen Bahn, dass sie die Maskenpflicht in ihren Zügen konsequent durchsetzt“, so Klingbeil weiter.

Freitag, 7. August, 8.21 Uhr
Ausflügler dürfen am Wochenende nicht auf alle Ostfriesische Inseln
Zum anstehenden sommerlichen Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. Dorthin dürfen wegen der Corona-Pandemie weiterhin samstags und sonntags keine Tagesgäste reisen, an den übrigen Tagen nur maximal 600. Bei Fähren etwa nach Spiekeroog oder Borkum gibt es auch Reglementierungen. Die AG Ems fährt weiterhin nur mit maximal 75 Prozent Auslastung nach Borkum, wie eine Sprecherin der Reederei erklärte. Bei hoher Nachfrage gibt es aber Zusatzfahrten.

Die Luftaufnahmen zeigen die ostfriesischen Inseln Norderney, Langeoog, Spiekeroog und Borkum. Zum anstehenden Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog.

Die Luftaufnahmen zeigen die ostfriesischen Inseln Norderney, Langeoog, Spiekeroog und Borkum. Zum anstehenden Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. © picture alliance/dpa



Freitag, 7. August, 7.36 Uhr
Erneut mehr als 1000 neue Corona-Infektionen in Deutschland
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 214 214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Freitag, 7. August, 6.14 Uhr
Kinder werden nicht getrennt von Eltern isoliert
Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen hat Eltern beruhigt, dass im Falle von Corona-Verdachtsfällen ihrer Kinder kein Kindesentzug drohe. „In NRW drohen Gesundheitsämter nicht mit der Inobhutnahme von Kindern und ordnen auch nicht die Isolation von Kindern getrennt von der Familie in häuslicher Quarantäne an“, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag der „Neuen Westfälischen“ („nw.de“).

Stein des Anstoßes war ein Fall in Bruchsal. Nachdem dort an einer Grundschule eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurden im Juli zwei Klassen nach Hause geschickt - begleitet von einer Information der Stadt, in der bei Nichteinhaltung der „Isolation in sogenannter häuslicher Quarantäne“ mit einer zwangsweisen Unterbringung des Kindes in einer geschlossenen Einrichtung gedroht wird.

Freitag, 7. August, 5.52 Uhr

Jugendforscher: Corona-Politik hat Jugendliche vergessen
Der Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann kritisiert, dass die Politik junge Menschen in der Krise vergessen hat. „Wir merken jetzt, dass sich die Jugendlichen zu Wort melden“, sagte Hurrelmann mit Blick auf nächtliche Unruhen und Exzesse in Stuttgart und Frankfurt in diesem Sommer. Aus seiner Sicht fehle den jungen Menschen derzeit Raum zur Entfaltung sowie Möglichkeiten zur Mitsprache, wie er am Donnerstag im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erklärte.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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