Coronavirus in NRW: Neue Corona-Schutzverordnung für Dezember beschlossen – Liveblog

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Für das Land NRW gilt ab 1. Dezember die neue Corona-Schutzverordnung, vorerst für drei Wochen. Sie geht über die Beschlüsse der Ministerpräsidenten von Mittwoch hinaus. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 30.11.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 13 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 260.637 bestätigte Fälle - 67.600 aktuell Infizierte - 3.435 Todesfälle. (Stand: 30.11.2020)
  • Ab dem 1. Dezember gilt in NRW die neue Corona-Schutzverordnung. Sie orientiert sich an den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur fünf Personen zwei Haushalte treffen. Landesweit gilt in NRW weiter die Maskenpflicht. Nicht nur in, sondern auch vor den Geschäften in den Städten. Ski-Lifte sind bis zum 20. Dezember geschlossen. Übernachtungen in Hotels sind über die Weihnachtsfeiertage möglich.
  • Hausärzte in NRW verzeichnen einen Ansturm auf Schnelltests. Der Hausärzteverband warnt jetzt davor, dass Ressourcen knapp werden könnten.
  • Bereits Mitte Dezember sollen in NRW Impfzentren stehen. Das Land sucht dafür Helfer. Freiwillige können sich hier zur Unterstützung registrieren. Zunächst werden gefährdete Personen und medizinisches Fachpersonal geimpft. 19 Fragen und Antworten zu Impfzentren finden Sie hier.
  • Bund und Länder haben sich für Dezember (bis 20.12.) auf neue Corona-Regeln geeinigt. Eine Übersicht über alle derzeit gültigen Maßnahmen in NRW finden Sie hier.
  • Was die neuen Regeln für NRW bedeuten, erfahren Sie hier im Video.

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Montag, 30. November, 19.20 Uhr
Alarmzeichen für eine Corona-Depression und Tipps zur Vorbeugung
Seit Monaten leben die Menschen in einem Quasi-Ausnahmezustand. Das Schlimmste ist dabei für ganz viele Menschen die Einschränkung beziehungsweise der Verlust sozialer Kontakte. Das sagt Dr. Thomas Haag, Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Am Ende drohe dabei das Abgleiten in eine Depression, die letztlich auch zu Suizidgedanken führen könne. Um Alarmzeichen und Tipps zur Vorbeugung geht es in unserem Video-Gespräch.

Montag, 30. November, 18.34 Uhr
Chef der Lungenklinik Dortmund über neue Erkenntnisse zu Corona-Spätfolgen
Die Lage auf den Intensivstationen hat sich stabilisiert, sagt Dr. Bernhard Schaaf, Chef der Lungenklinik Dortmund, im Video-Gespräch. Dabei äußert er sich auch zu möglichen Corona-Spätfolgen. Viele Menschen würden wieder völlig gesund, aber nicht alle. Zur bevorstehenden Corona-Impfung hat Dr. Schaaf auch eine klare Meinung.



Montag, 30. November, 17.18 Uhr

Verschärfte Corona-Maßnahmen: Zahl der Kurzarbeiter steigt wieder

Mit der Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen zu Monatsbeginn hat sich auch der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit erhöht. Er stieg auf 28 Prozent, nach 24,8 Prozent im Oktober, wie Umfragen des Münchner ifo Instituts ergaben. Wie die Wirtschaftsforscher am Montag mitteilten, stieg die Quote besonders stark bei Hotels von 62,9 auf 91 Prozent der Unternehmen. In der Gastronomie erhöhte sich der Anteil von 53,4 auf 71,7 Prozent, bei Reisebüros und Reiseveranstaltern von 88 auf 91,1 Prozent.

Montag, 30. November, 16.34 Uhr

Weiterhin keine Maskenpflicht im Grundschulunterricht

An den Grundschulen in Nordrhein-Westfalen besteht nach den jüngsten Rundschreiben des Schulministeriums unverändert keine Maskenpflicht im Unterricht. Die Schüler der Primarstufe müssten weiterhin keine Alltagsmaske tragen, solange sie sich im Klassenverband im Unterrichtsraum aufhielten, heißt es darin. Im Offenen Ganztag besteht demnach innerhalb einer festen Gruppe ebenfalls keine Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske. Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände müssten dagegen grundsätzlich alle Schüler eine sogenannte Alltagsmaske tragen. Ab der 5. Klasse gelte auch im Unterricht und am Sitzplatz die Maskenpflicht.

Montag, 30. November, 16.05 Uhr

Verkauf erlaubt: Corona-Verordnung widmet sich auch Weihnachtsbäumen

Rechtssicherheit im Advent: Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW erlaubt ausdrücklich den Verkauf von Weihnachtsbäumen. So verbietet Paragraf 11 weiter unter anderem Messen, Ausstellungen, Jahrmärkte und Spezialmärkte - am Schluss wurde aber der Satz ergänzt: „Der Verkauf von Weihnachtsbäumen durch gewerbliche oder soziale Anbieter ist zulässig.“ Sucht man sich eine Tanne aus, gilt - wie bei allen „Verkaufsstellen im Außenbereich“ - Maskenpflicht.

Montag, 30. November, 15.41 Uhr

Größeres Zeitfenster für gestaffelten Schulbeginn

Die Schulen können den Unterrichtsbeginn in einem größeren Zeitfenster festlegen. Statt dem bisherigen Zeitraum von 7.30 Uhr bis 8.30 Uhr seien jetzt 7 bis 9 Uhr möglich, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag. Dabei eigne sich der Unterrichtsbeginn ab 7 Uhr mehr für ältere Schüler.

Montag, 30. November, 15.12 Uhr

Laumann: Keine Polizeikontrollen im Wohnzimmer an Heiligabend

Die empfohlenen Kontaktbeschränkungen für das Weihnachtsfest sollen in Nordrhein-Westfalen nicht mit Hilfe der Staatsgewalt in Privaträumen durchgesetzt werden. „Wir haben nicht vor, dass wir an Heiligband die Polizei in die Wohnzimmer schicken“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Er gehe dennoch davon aus, dass sich die Menschen auch so an die coronabedingten Vorgaben halten werden. An Weihnachten sollen maximal zehn Menschen zusammenkommen - Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht eingerechnet.

Montag, 30. November, 15.04 Uhr

Corona-Schutzverordnung: Öffentlich veranstaltete Feuerwerke verboten

Die neue Corona-Schutzverordnung für NRW beinhaltet auch Details zum angekündigten Teil-Verbot von Feuerwerken: Demnach sind zum Jahreswechsel „öffentlich veranstaltete Feuerwerke untersagt.“ Die örtlich zuständigen Behörden sollen darüber hinaus die „Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen“ verbieten, „für die ohne solche Untersagung größere Gruppenbildungen zu erwarten sind.“

Montag, 30. November, 14.58 Uhr

Pinkwart fordert höhere Abschläge bei Corona-Novemberhilfe

Das Verfahren zur Auszahlung der Novemberhilfe zur Linderung der finanziellen Einbußen von Unternehmen, Wirten und anderen Selbstständigen durch den aktuellen Teil-Lockdown hat in Nordrhein-Westfalen begonnen. Das sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Montag in Düsseldorf. Anträge würden seit dem vergangenen Mittwoch angenommen. Pinkwart forderte vom Bund, die Abschlagszahlungen auf bis zu 500.000 Euro je Fall zu erhöhen.

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informierten zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie.

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informierten zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie. © picture alliance/dpa

Montag, 30. November, 14.51 Uhr

Übernachtungen in NRW-Hotels auch an den Feiertagen möglich

Hotels in NRW bleiben für den Familienbesuch auch über die Weihnachtsfeiertage geöffnet. Ein Verbot gibt es laut Corona-Schutzverordnung nicht, sagt Laumann. Er begründet die Entscheidung damit, dass ein Familienbesuch kein Tourismus sei. Menschen mit kleinen Wohnungen sollte man den Familienbesuch nicht vorenthalten, in dem man Hotelübernachtungen verbietet, so Laumann weiter.

Montag, 30. November, 14.26 Uhr

Laumann geht nicht von weiteren Lockerungen über Weihnachten und Silvester aus

Die neue Corona-Schutzverordnung gilt erstmal nur bis zum 20. Dezember. Dass sich über die Weihnachtstage und Silvester die Lage großartig ändern wird, davon geht Laumann nicht aus. Es werden also weiterhin die aktuellen Regeln geben - mit der Erlaubnis, bis zu zehn Personen treffen zu dürfen.

Montag, 30. November, 14.17 Uhr

Zugangsbeschränkung für Geschäfte je nach Größe

In Einzelhandelsgeschäften bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern darf sich laut der neuen Corona-Schutzverordnung nur eine Person pro 10 Quadratmeter aufhalten. Bei Geschäften mit einer Größe von über 800 Quadratmetern ist eine Person pro 20 Quadratmetern erlaubt. Das erklärte Gesundheitsminister Laumann am Montag.

Montag, 30. November, 14.09 Uhr

Ski-Lifte bleiben bis zum 20. Dezember geschlossen

Zusätzlich zu den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz von Mittwoch bleiben in NRW die Ski-Lifte in den kommenden Wochen geschlossen. Darauf habe man sich in der ab 1. Dezember gültigen Corona-Schutzverordnung des Landes geeinigt, so Laumann.

Montag, 30. November, 14.07 Uhr

Änderungen bei der Maskenpflicht beim Einkaufen

Landesweit werde in NRW eine Maskenpflicht gelten. Die Maskenpflicht gilt weiterhin in allen Geschäften des Einzel- und Großhandels. Sie gilt nun aber auch vor den Geschäften in den Städten sowie auf den zu den Geschäften gehörenden Parkplätzen, so Minister Laumann.

Montag, 30. November, 14.04 Uhr

Corona-Schutzverordnung für Dezember beschlossen

Das Land NRW hält sich an die Regelungen, die am vergangenen Mittwoch (25. November) zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten vereinbart worden sind. „Wir werden uns 1:1 an die Beschlüsse von Bund und Ländern in der vergangenen Woche halten“, verkündete NRW-Gesundheitsminister Laumann am Montag. In der Öffentlichkeit dürften sich voerst nur zwei Haushalte treffen, aber nicht mehr als fünf Personen.

 Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. © picture alliance/dpa

Montag, 30. November, 13.46 Uhr

Gesundheitsminister Laumann zur aktuellen Corona-Lage in NRW

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart informieren über die aktuelle Lage und weitere Maßnahmen der Corona-Pandemie in NRW. Minister Pinkwart wird dabei zum Stand der Überbrückungshilfen und der Novemberhilfe informieren.

Montag, 30. November, 13.14 Uhr

Moderna will Zulassung für Corona-Impfstoff in EU beantragen

Der US-Pharmakonzern Moderna will als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung solle noch am Montag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema gestellt werden, teilte das Unternehmen am selben Tag mit.

Montag, 30. November, 12.45 Uhr
Keine Schulfahrten mehr bis zu den Osterferien

Bis Ende März, dem Beginn der Osterferien, sollen wegen der Corona-Pandemie keine Schulfahrten stattfinden. Bereits geplante Fahrten seien abzusagen und neue Schulfahrten in dem Zeitraum dürften nicht genehmigt werden, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag. Davon ausgenommen seien außerschulische Bildungsangebote wie eintägige Exkursionen.

Montag, 30. November, 12.01 Uhr

Merkel kritisiert Hotel-Öffnungen an Weihnachten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Pläne verschiedener besonders von der Corona-Pandemie betroffener Länder kritisiert, über Weihnachten in Großstädten Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben.

Merkel habe sich am Montag in einer virtuellen Sitzung des CDU-Präsidiums zu dem Beschluss von Bund und Ländern bekannt, die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen über die Festtage zu lockern, berichteten Teilnehmer am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Zugleich wurde sie mit der Bemerkung zitiert, es habe ihr die Fantasie gefehlt, zu ahnen, dass besonders betroffene Länder die Hotels öffnen wollten.

Montag, 30. November, 11.14 Uhr

Corona-Infektionen in NRW verharren auf hohem Niveau

Die Lage in der Corona-Pandemie bleibt in Nordrhein-Westfalen angespannt. Die sogenannte Wocheninzidenz stieg um 1,5 auf 147,5, wie aus Angaben des Landesamtes für Gesundheit NRW am Montag hervorging. Damit ist gemeint, dass sich rund 148 Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 159,7, seither hat sich die Situation also etwas verbessert. Allerdings gilt im Kampf gegen die Pandemie ein Wert von 50 als Schwelle, um härtere Maßnahmen einzuleiten. Diese schon lange gerissene Schwelle ist längst noch nicht in Sichtweite.

Montag, 30. November, 10.09 Uhr

„Corona-Pandemie“ wird Wort des Jahres 2020

„Corona-Pandemie“ ist von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum „Wort des Jahres“ 2020 gekürt worden. Auf dem zweiten Platz landete „Lockdown“, wie die Gesellschaft am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Bei der Aktion wählt eine Jury regelmäßig zehn Wörter und Wendungen aus, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben. Die Begriffe stammen aus einer Sammlung von mehreren Tausend Belegen aus verschiedenen Medien und Einsendungen von Außenstehenden.

Montag, 30. November, 8.51 Uhr

Lehrer aus Herne kritisieren NRW-Schulministerin

In einem offenen Brief erheben rund 120 Lehrer aus Herne schwere Vorwürfe gegen NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Dass die Ministerin ständig betone, dass Schulen sichere Orte seien, sei völlig unverständlich, heißt es in dem offenen Brief. Die Zahl der geschlossenen Schulen und der Lehrer, die krankheits- und quarantänebedingt ausfallen, würden ein anders Bild zeichnen. Gebauer verweigere sich allen Vorschlägen für einen Corona-sicheren Unterricht.

Montag, 30. November, 7.47 Uhr

Ansturm auf Schnelltests in Hausarztpraxen

Immer mehr Menschen wollen kurz vor Weihnachten per Schnelltest ausschließen, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, und verlangen deshalb Schnelltests bei ihren Hausärzten. „Wir erleben derzeit in den Praxen, dass die Patienten die Testungen oft anlasslos einfordern. Das verbrennt unnötig Ressourcen. Tests sind derzeit noch knapp und werden viel dringender in Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen benötigt“, sagte der Präsident des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“

Auch die Apotheken merken laut Thomas Preis, dem Vorsitzenden des Apothekerverbands Nordrhein, den Wunsch nach einer intensiveren Testung. Derzeit müsse aufgrund der knappen Kapazitäten eine Priorisierung stattfinden.

Montag, 30. November, 7.05 Uhr

Einigung auf Homeoffice-Pauschale

Finanzpolitiker der großen Koalition haben sich nach einem Medienbericht auf eine Entlastung für Arbeitnehmer geeinigt, die in der Corona-Pandemie viel von zu Hause aus arbeiten müssen. Wie die „FAZ“ berichtet (plus), soll es eine Steuerpauschale von 5 Euro pro Tag geben, höchstens jedoch von 600 Euro pro Jahr.

Unklar ist demnach allerdings noch, ob sie neben dem Arbeitnehmer-Pauschalbetrag von 1000 Euro gewährt wird. Wenn sie wie andere Werbungskosten behandelt würde, könnten nur diejenigen profitieren, die auf mehr als 1000 Euro Werbungskosten kommen.

Montag, 30. November, 6.01 Uhr

Über 11.000 Neuinfektionen und 125 neue Todesfälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der positiv auf das Coronavirus Getesteten in Deutschland um 11.169 auf über 1,053 Millionen. Am Vortag waren 14.611 gemeldet worden. Außerdem sind weitere 125 Menschen, die am Coronavirus erkrankt waren, gestorben. Die Gesamtzahl der am Coronavirus Verstorbenen beläuft sich nun auf 16.248.

Montag, 30. November, 5.08 Uhr

19 Gesundheitsreserven in ganz Deutschland geplant

Als Konsequenz aus der Corona-Krise will der Bund an 19 Standorten in Deutschland eine Nationale Gesundheitsreserve mit wichtigem Material wie Schutzmasken aufbauen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Diese Pandemie lehrt uns, dass wir mehr vorsorgen müssen.“

Mit den Plänen soll sich heute das Corona-Kabinett befassen. Demnach soll die Reserve bis Ende 2021 vor allem mit schon beschafften Masken gefüllt werden, dann mit Material aus inländischer Produktion. Die Bundesregierung hatte Anfang Juni grundsätzlich den Aufbau einer „Nationalen Reserve Gesundheitsschutz“ beschlossen und beteiligte Ministerien mit einem Konzept beauftragt

Sonntag, 29. November, 20.23 Uhr
Mehr Maskenpflicht und weniger Kontakte in der neuen Corona-Schutzverordnung
Die alte Corona-Schutzverordnung läuft in der Nacht zu Dienstag aus. Bereits letzte Woche hatten sich Bund und Länder auf neue Beschlüsse geeinigt. Dazu gehören die Erweiterung der Maskenpflicht vor Geschäften und auf Parkplätzen sowie strengere Kontakt-Vorgaben für die Zeit bis Weihnachten. An den Weihnachtstagen selbst soll es in NRW allerdings Lockerungen geben. So sollen Übernachtungen in Hotels möglich sein, wenn die Familie über Weihnachten besucht wird. Die neue Corona-Schutzverordnung wird bis Ende Dezember gültig sein.

Sonntag, 29. November, 18.44 Uhr
Patientenschützer warnen vor zu hohen Erwartungen an den Impfstoff
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz sagte, es sei gefährlich, den Eindruck zu erwecken, „dass Impfungen vor dem Virus umfassend schützen". Sie würden helfen die Erkrankung zu mildern, ob es sie verhindern könnte sei jedoch unklar. Weiter sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch, dass Infektionsschutz auch in Zukunft unverzichtbar bleibt und warnt die Regierung davor mit einfachen Bildern und Slogans die Impfbereitschaft steigern zu wollen.

Sonntag, 29. November, 16.32 Uhr
Lufthansa will sich an der globalen Verteilung des Impfstoffs beteiligen
Große Mengen des Impfstoffs werden voraussichtlich in Mitteleuropa hergestellt und die Verteilung ist eine logistische Herausforderung. Der Frankfurter Flughafen ist der größte Deutschlands und Europas größtes Pharma-Drehkreuz mit etablierter Infrastruktur. Dieses wird hauptsächlich von der Frachttochter Lufthansa Cargo gemanagt. Chef der Frachttochter Lufthansa Cargo, Peter Gerber erzählt, dass bereits seit Monaten Gespräche mit den Pharma-Herstellern laufen.

Eine besondere Herausforderung ist die Lagertemperatur des Impfstoffs. "Es ist der erste Impfstoff, der so tiefgekühlt geflogen werden muss", so Gerber. Voraussichtlich wird er in Behältern mit Trockeneis transportiert. Noch läuft die Ausschreibung, aber da mit einer Zulassung des Impfstoffs ab Mitte Dezember gerechnet wird, geht Gerber davon aus, dass bald eine Entscheidung fällt.

Die Lufthansa möchte sich  bei der Verteilung eines Corona-Impfstoffes in Europa beteiligen.

Die Lufthansa möchte sich bei der Verteilung eines Corona-Impfstoffes in Europa beteiligen. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 13.22 Uhr

NRW-Kabinett tagt mit Spahn in Düsseldorfer Stadion

Das nordrhein-westfälische Kabinett wird am Dienstag gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Düsseldorfer Fußballstadion „Merkur Spiel-Arena“ tagen. Das bestätigte ein Sprecher der Staatskanzlei am Sonntag. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte den Plan zuvor beim Deutschlandfunk angesprochen. Laut Staatskanzlei werden Laschet, Spahn und die Landesminister in einem der großen Konferenzräume innerhalb der Arena zusammen kommen. Das Stadion soll laut Stadt bald auch als Impfzentrum dienen. Auch dafür sollen Räume in der Arena genutzt werden, so dass dort weiter Fußball gespielt werden kann.

Sonntag, 29. November, 12.28 Uhr

Laschet: Aussetzen des Ski-Tourismus im Sauerland wird geprüft

Der Ski-Tourismus im Sauerland wird möglicherweise ebenfalls in den Weihnachtsferien ausgesetzt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Sonntag im Deutschlandfunk, dass man dies zurzeit prüfe. Man wolle auf die Betreiber in den dortigen Ski-Gebieten zugehen und „da auch vorbildlich handeln“. Italien und Frankreich handelten seiner Ansicht nach vorbildlich, so Laschet. Beide Länder haben angekündigt, die Ski-Pisten beziehungsweise Lifte zu schließen. Wenn Österreich sich dem Aussetzen des Ski-Tourismus verweigere, werde das niemand unterbinden können, sagte Laschet.

Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs.

Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 11.12 Uhr

Virologe: Schutzwirkung erster Corona-Impfstoffe unerwartet groß

Der Leiter des Laboratoriums für Virusforschung an der Universität Bremen, Andreas Dotzauer, hält das Potenzial der ersten Impfstoff-Kandidaten gegen das Covid-19-Virus für unerwartet groß. Ein Impfschutz von bis zu 95 Prozent sei „verdammt hoch, damit hat niemand gerechnet. Und das übertrifft alle Erwartungen“, sagte Dotzauer dem in Bremen erscheinenden „Weser-Kurier“ (Sonntagausgabe). Bei der Grippeimpfung sei die Schutzwirkung mit durchschnittlich rund 40 Prozent deutlich niedriger. Aber selbst dieser Wert beeinflusse den Verlauf einer Grippewelle positiv.

Sonntag, 29. November, 10.21 Uhr

RKI: Münster als erste Großstadt in NRW unter Infektionskennziffer 50

Ein erster orangefarbener Fleck auf der sonst roten NRW-Karte des Robert-Koch-Instituts (RKI): Münster hat am Sonntag erstmals seit Ende Oktober mit 41,5 wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50 ausgewiesen. Den höchsten Wert erreichte am Sonntag laut RKI Solingen mit 261,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der NRW-weite Wert lag am Sonntag bei 146,0. Die Kennzahl 50 war im Oktober noch wichtig, da damals regionale Maßnahmen noch an diesen Wert gekoppelt waren.

Sonntag, 29. November, 9.15 Uhr

Punktuelle Böllerverbote in NRW: erste Tabuzonen benannt

Gut vier Wochen vor Silvester ist für die größeren Städte in Nordrhein-Westfalen noch unklar, wo genau Böller und Raketen überall verboten sein werden. Erste Tabu-Zonen zeichnen sich aber ab. Köln hatte bereits angekündigt, dass Feuerwerk in der Altstadt untersagt sein wird. Der Krisenstab werde voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, ob es weitere Verbotsbereiche geben soll, hieß es. Auch in Düsseldorf wird - wie schon in den Vorjahren - ein Feuerwerksverbot für die Altstadt gelten. Münster untersagt Feuerwerk auf jeden Fall mindestens auf dem Domplatz und Bahnhofsvorplatz in der Innenstadt.

Essen will Entscheidungen dazu erst nach eingehender Prüfung der neuen Coronaschutzverordnung für NRW bekanntgeben. Kritik kam von Dortmunds neuem Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD): Bund und Länder hätten sich die Sache bei ihrem Spitzentreffen am vergangenen Mittwoch leicht gemacht und die Entscheidung auf die Kommunen abgewälzt. Die reine Empfehlung, auf ein Feuerwerk zu verzichten, sei „halbherzig und völlig unzureichend“.

Sonntag, 29. November, 8.03 Uhr

Corona-Lage an NRW-Schulen bessert sich etwas

Der coronabedingte Unterrichtsausfall an den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist leicht zurückgegangen. In der vergangenen Woche habe an 3692 Schulen regulärer Präsenzunterricht stattgefunden, berichtete Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Anteil der Schulen mit regulärem Unterrichtsbetrieb stieg damit gegenüber der Vorwoche von 79,9 auf 81,3 Prozent. 13 Schulen waren geschlossen.

In 838 Schulen befanden sich in Folge von Maßnahmen der örtlichen Gesundheitsbehörden Schüler oder Lerngruppen in Quarantäne. Insgesamt konnten 1,98 Millionen Schülerinnen und Schüler am Unterricht in den Schulen teilnehmen, rund 64.000 befanden sich in Quarantäne, bei knapp 5000 wurde eine Corona-Infektion bestätigt. Auch der Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht teilnahmen, erhöhte sich damit leicht von 95,4 auf 95,9 Prozent.

Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht teil.

Schülerinnen und Schüler nehmen mit Mund- und Nasenschutz am Unterricht teil. © picture alliance/dpa

Sonntag, 29. November, 7.17 Uhr

14.611 Corona-Neuinfektionen - Tendenz zur Vorwoche weiter fallend

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) am Wochenende vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages sind 14.611 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Sonntagmorgen bekanntgab. Der bisherige Höchststand war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 15.741 gelegen. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 158 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde.

Samstag, 28. November, 19.30 Uhr

Verlängerung des Corona-Lockdowns bis ins Frühjahr möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat die Bürger auf eine Verlängerung des Corona-Lockdowns bis ins Frühjahr eingestimmt. „Wir haben drei bis vier lange Wintermonate vor uns“, sagte Altmaier in einem Interview mit der „Welt“. Man könne demnach noch keine Entwarnung geben: Es sei sehr gut möglich, dass die Beschränkungen auch in den ersten Monaten des neuen Jahres bestehen bleiben.

Solange im Großteil Deutschlands der Inzidenzwert weiterhin über der 50er Marke sei, habe man die Pandemie noch nicht unter Kontrolle. „Für mich war aber von Anfang an klar, dass es so lange Einschränkungen geben muss, wie die Zahl der Neuinfektionen über einem zumutbaren Niveau liegt“, sagte Altmaier. „Das ist keine willkürliche Entscheidung, sie orientiert sich an der Leistungsfähigkeit der Gesundheitsbehörden und Krankenhäuser.“

Samstag, 28. November, 18.11 Uhr

Mehr Menschen in Fußgängerzonen – Wetter verleitet Menschen zum Shoppen

Das schöne Wetter und gesenkte Preise haben die Menschen auch am Tag nach dem „Black Friday“ wieder in die Innenstädte getrieben, wie der WDR berichtet. In der Essener Innenstadt habe es bisher noch keine ausgesprochene Maskenpflicht.

Gerade am sogenannten „Black Friday“ sei der Eingang in den Einkaufspassagen so hoch gewesen, dass vielerorts Ordnungsämter und Polizei Passanten auf die Einhaltung der Abstandsregeln hinweisen mussten.

Mit solchen Bildern bereitete die neue Regelung Sorgen, „dass der Einzelhandel noch weniger Kunden einlassen darf. Denn dies führt nicht zu weniger Kunden, sondern zu mehr Menschen in den Fußgängerzonen“.

Samstag, 28. November, 16.45 Uhr

Biontech-Impfstoff nächste Woche in Großbritannien zugelassen?

Großbritannien wird einem Zeitungsbericht zufolge den von Biontech und Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff in der kommenden Woche zulassen. Mit der Auslieferung solle nur Stunden später bereits begonnen werden, berichtet die „Financial Times“.

Samstag, 28. November, 15.01 Uhr

Hilfe für Wohnungslose im Winter

NRW baut Hilfen für wohnungslose Menschen im Winter wegen der Corona-Krise aus. Im Rahmen der Landesinitiative „Endlich ein Zuhause!“ stellt die Landesregierung 340.000 Euro für Schutzmaßnahmen zur Verhinderung gesundheitlicher und coronabedingter Beeinträchtigungen in der kalten Jahreszeit zur Verfügung, wie das Sozialministerium in Düsseldorf am Samstag mitteilte.

Es werde so erneut unbürokratische Hilfen geben, mit denen die freien Träger der Wohnungslosenhilfe beispielsweise Schlafsäcke und Rucksäcke beschaffen können.

Samstag, 28. November, 13.08 Uhr
Spahn rechnet mit Impfstoffzulassung Mitte Dezember
Gegenüber dem Bayrischen Rundfunk sagte der Gesundheitsminister, dass er mit einer Zulassung des Impfstoffes Mitte Dezember rechne.„Das macht mich schon auch stolz, dass mit Biontech eine deutsche Entwicklung ganz vorne ist und vor allem nicht nur vorne, sondern auch sicher und wirksam“, so Spahn. Dennoch hat sich Deutschland weitere Impfdosen von anderen Herstellern gesichert, um sich abzusichern. Jens Spahn bat die Länder darum, die Impfzentren so vorzubereiten, dass sie ebenfalls ab Mitte Dezember startklar sind.

Städtetagspräsident Burkhard Jung möchte die Erwartungen nicht zu hoch setzen. Es gäbe nicht in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Kreis eine Einrichtung um sich impfen zu lassen. Er geht eher von mobilen Impfteams aus. Sowohl Spahn als auch Merkel machten klar, dass der Impfstoff zuerst den Menschen zu Verfügung stehen soll, die im medizinischen, pflegerischen Bereich arbeiten.

Samstag, 28. November, 10.48 Uhr

Impfbereitschaft in Deutschland laut Umfrage zu niedrig für Herdenimmunität
Eine Umfrage der Krankenkasse Barmer hat ergeben, dass nur knapp 53 Prozent der Deutschen über 16 Jahren bereit sind sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Für eine Herdenimmunität würde das nicht ausreichen. Diese wird erst erreicht, wenn etwa zwei Drittel der Bevölkerung geimpft sind. Gründe sich nicht impfen zu lassen waren zum Beispiel Zweifel an der Sicherheit des Impfwirkstoffs oder Befürchtungen wegen der Nebenwirkungen.


Samstag, 28. November, 8.40 Uhr

Ordnungsämter sind überlastet - es fehlt an Personal und Geld

Wie bei den Gesundheitsämtern ist das Arbeitspensum bei den Ordnungsämtern durch die Corona-Krise stark gestiegen. Sie müssen unter anderem Quarantänemaßnahmen umsetzen und die Maskenpflicht oder Auflagen für den Hygieneschutz kontrollieren. Die Kommunen warnen vor Überlastung. Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW Bernd Jürgen Schneider sagte, die Ordnungsämter würden im Kampf gegen das Coronavirus eine „Schlüsselrolle“ einnehmen und seit Monaten „am Anschlag“ arbeiten. Daher müsse man sie auch "in gleichem Maße unterstützen wie die Arbeit der kommunalen Gesundheitsämter, umgerechnet 200 Millionen Euro jährlich für NRW".

Samstag, 28. November, 7.35 Uhr
NRW-Einzelhandel fordert mehr staatliche Hilfen
Der Handelsverband Nordrhein-Westfalen fordert schnelle staatliche Hilfen für den Einzelhandel, da die Händler durch den Teil-Lockdown hart getroffen werden. Der Präsident des Handelsverbandes NRW, Michael Radau sagte die Lage sei „wirklich extrem existenzbedrohend“. Die Geschäfte kämpften nicht selten mit Umsatzrückgängen von 50 oder 60 Prozent.

Er warnte davor, dass die Innenstädte sich verändern würden, wenn Discount-Läden und Leerstände sich ausbreiten. Die am Mittwoch beschlossenen Maßnahmen für den Einzelhandel kritisiert Radau, denn diese würden nur dazu führen, dass Kunden eher online einkaufen.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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