Coronavirus in NRW – Lockdown ab 2. November: Das haben Bund und Länder beschlossen – Liveblog

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In Deutschland beginnt am 2. November ein neuer Lockdown. Die Gastronomie wird geschlossen, Sport-, Kultur- und Freizeitveranstaltungen werden verboten. Die Lage im Überblick.

NRW

, 28.10.2020, 18:50 Uhr / Lesedauer: 17 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 117.278 bestätigte Fälle - 80.600 Genesene - 2.059 Todesfälle. (Stand: 28.10.2020)
  • Ein neuer Lockdown beginnt in Deutschland am 2. November.
  • Gastronomie und Kulturstätten werden geschlossen.
  • Nur noch 10 Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen.
  • Amateuer- und Freizeitsport findet nicht mehr statt; Profifußball nur noch ohne Zuschauer.
  • Schulen, Kitas und Geschäfte bleiben geöffnet.
  • Bundesfinanzminister Scholz will betroffene Betriebe, etwa in der Gastronomie, aus Steuermitteln entschädigen.







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Mittwoch, 28 Oktober, 18.55 Uhr

NRW-Landeskabinett will am Donnerstag Maßnahmen beschließen

Das nordrhein-westfälische Kabinett will am Donnerstagmorgen die von Bund und Ländern vereinbarten verschärften Corona-Maßnahmen beschließen. Diese sollen in die Corona-Schutzverordnung des Landes übernommen werden, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zum Abschluss des Livestreams ankündigte.

Mittwoch, 28. Oktober, 18.43 Uhr

Laschet fiel Zustimmung zum Lockdown schwer

Laut eigener Aussage fiel es Armin Laschet mit Blick auf die Gastronomie schwer, sein grünes Licht für den Lockdown zu geben. „Es fällt schwer, wenn man bedenkt, was man Menschen mit den Bestimmungen zumutet“, meinte der CDU-Politiker während der Pressekonferenz. „Aber es ist erforderlich – für uns alle.“

Mittwoch, 28. Oktober, 18.39 Uhr
Betriebe sollen zwei Drittel des ausgefallenen Umsatzes ersetzt bekommen
Betriebe, die während des Lockdowns wieder schließen müssen, sollen einen Teil des ausgefallenen Umsatzes ersetzt bekommen. Als Maßstab wird der November-Umsatz aus dem Jahr 2019 herangezogen. Von diesem werden 75 Prozent erstattet.


Mittwoch, 28. Oktober, 18.23 Uhr
Armin Laschet sieht keinen Gesundheitsnotstand
Die Pressekonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat angefangen. Laschet betont, dass es sich bei dem von Bund und Ländern heute beschlossenen Lockdown nicht auf die Reaktion auf einen Gesundheits-Notstand handelt, sondern um eine Präventionsmaßnahme.

Dennoch schaffen es die NRW-Gesundheitsämter bei 75 Prozent der Fälle nicht mehr, die Infektionsketten nachzuverfolgen.


Mittwoch, 28. Oktober, 18.19 Uhr
Die Pressekonferenz des Landes NRW verschiebt sich weiter
Auch NRW Ministerpräsident Armin Laschet wird sich noch einmal in der Öffentlichkeit zu den Beschlüssen der Länder und des Bundes äußern. Die Pressekonferenz verschiebt sich aber weiter nach hinten.

Derzeit beantworten Bayerns Ministerpäsident Markus Söder und Kanzlerin Merkel Fragen von Journalisten, unter anderem über die Unterschiede zum Lockdown im Frühjahr: Er konzentriere sich auf 4 Wochen, Geschäfte bleiben geöffnet, „es stehen keine Bänder still“, so Söder.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.52 Uhr

Einstimmige Beschlüsse

Alle Ministerpräsidenten tragen die Beschlüsse mit, erklärte die Bundeskanzlerin. Sie bestätigte alle bereits vorab verkündeten Maßnahmen.

Mittwoch, 28. Oktober, 17.49 Uhr

Angela Merkel informiert die Öffentlichkeit

Die Pressekonferenz des Landes ist auf 18 Uhr verschoben, seit 17.30 Uhr spricht die Kanzlerin. Sie sagt: „Das ist heute ein schwerer Tag“. Merkel sagt, das schnelle Tempo, mit denen sich die Corona-Zahlen entwickelten, machten das Handeln wichtig - und zwar jetzt. Denn man wolle in keine nationale Notlage kommen. Sie betont, dass die Gesundheitsämter an ihre Grenzen gekommen sind, was die Nachverfolgung der Kontakte angeht, und so könnten die Infektionsketten nicht mehr unterbrochen werden.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.12 Uhr
Pressekonferenz des Landes NRW
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet informiert um 17.30 Uhr die Öffentlichkeit über die Beratungen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlern.

Wir zeigen den Livestream hier im Blog.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.06 Uhr
Keine touristischen Übernachtungen mehr erlaubt

Bund und Länder wollen wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden.


Mittwoch, 28. Oktober, 17.04 Uhr
Besonderer Schutz für Kranke und Pflegebedürftige

Kranke, Pflegebedürftige, Senioren und Behinderte sollen besonders gegen die sich verschärfende Corona-Krise geschützt werden. Die verfügbaren Corona-Schnelltests „sollen jetzt zügig und prioritär in diesem Bereich eingesetzt werden“, damit sichere Kontakte ermöglicht werden könnten, erfuhr die Deutsche Presseagentur. Der besondere Schutz von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen dürfe aber nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation führen.

Mittwoch, 28. Oktober, 16.59 Uhr
Unternehmen sollen Heimarbeit ermöglichen
Bund und Länder fordern die Unternehmen angesichts hoher Corona-Infektionszahlen eindringlich auf, Heimarbeit zu ermöglichen - wo immer dies umsetzbar ist.


Mittwoch, 28. Oktober, 16.36 Uhr
Geschäfte bleiben geöffnet

Trotz drastisch steigender Corona-Infektionszahlen sollen Groß- und Einzelhandel im November offen bleiben. Allerdings wird die Zahl der Kunden beschränkt. Es darf sich nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter in dem Geschäft aufhalten. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen, berichtet die Rheinische Post.


Mittwoch, 28. Oktober, 16.23 Uhr
BVB-Heimspiel schon heute Abend ohne Zuschauer
Schon heute Abend wird es ein Geisterspiel im Signal-Iduna-Park geben, wenn Borussia Dortmund gegen St. Petersburg spielt. Die Stadt Dortmund wollte eine Ausnahmegenehmigung erwirken, damit 300 Fans ins Stadion dürfen. Vergeblich.


Mittwoch, 28. Oktober, 16.20 Uhr
Friseure dürfen weiter öffnen

Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios müssen im November schließen. Friseursalons bleiben aber unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen weiter möglich sein.

Mittwoch, 28. Oktober, 16.13 Uhr
Lieferbetrieb von Schließung ausgenommen - Schulen bleiben geöffnet
Von der Schließung der Gastronomie ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Auch Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

Schulen und Kindergärten sollen trotz der stark steigenden Corona-Zahlen auch im November verlässlich geöffnet bleiben. Diese Forderung hatte auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Dienstag gestellt.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.58 Uhr

Nur noch 10 Personen aus zwei Hausständen in der Öffentlichkeit - Geisterspiele

Bund und Länder wollen angesichts dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen den gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen gestatten. Dies gilt verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Profisport - auch die Fußballbundesliga - soll nur noch ohne Zuschauer stattfinden.

Die Gastronomie wird geschlossen.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.42 Uhr
Freizeitveranstaltungen werden untersagt
Inzwischen werden erste Ergebnisse schon vor der Pressekonferenz bekannt: Bund und Länder wollen Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden.

Mittwoch, 28. Oktober, 15.24 Uhr
Betriebe sollen bis zu 75 Prozent der Umsätze erstattet bekommen

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier wollen demnach Firmen, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind, 75 Prozent der November-Umsätze 2019 als aktuelle Kostenbeihilfe erstatten. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, bei kleinen Betrieben könnten bis zu 75 Prozent, bei größeren bis zu 70 Prozent der Lücke gestopft werden. Das Ganze könnte bis zu zehn Milliarden Euro für einen Monat kosten – je nachdem, wie viele Branchen von einer Schließung betroffen wären.

Laut einer Beschlussvorlage des Bundes sollen deutschlandweit Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden.

Nach zwei Wochen - also etwa um den 11. November - wollen die Kanzlerin und die Regierungschef erneut beraten, die durch die Maßnahmen erreichten Ziele bewerten und notwendige Anpassungen vornehmen.

Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen, und Franziska Giffey (beide SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Bundeskanzleramt.

Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen, und Franziska Giffey (beide SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Bundeskanzleramt. © picture alliance/dpa


Mittwoch, 28. November, 14.38 Uhr

Lockdown beginnt am 2. November

Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen. Deutschlandweit sollen die Maßnahmen bereits vom 2. November an und nicht wie ursprünglich in der Beschlussvorlage des Bundes vorgesehen vom 4. November an in Kraft treten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Mittwoch, 28. Oktober, 14.37 Uhr
Scholz will Betriebe aus Steuermitteln entschädigen
Der Bund will mit strikten Maßnahmen der zweiten Corona-Welle begegnen.

Sollten die Länder diese mittragen, müssten erneut zahlreiche Betriebe - etwa in der Gastro - zwischenzeitlich schließen. Finanzminister Olaf Scholz hat nun in der Bund-Länder-Schalte dazu einen Vorschlag gemacht: Er will Betrieben, die in einem zweiten Lockdown geschlossen werden würden, die Umsatz-Ausfälle ersetzen - aus Steuermitteln. Das könnten je nach Beschluss etwa Gastronomiebetriebe oder auch Kinos sein.

Ein entsprechender Bericht der „Bild“-Zeitung wurde dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus Regierungskreisen bestätigt.


Mittwoch, 28. Oktober, 13.46 Uhr
In Europa sterben 1000 Menschen am Tag an Corona

Die Anzahl der Coronatoten hat in Europa nach Aussage eines Experten drastisch zugenommen. „Letzte Woche lag die Zahl um ein Drittel höher als in der Vorwoche, das bedeutet, dass rund 1000 Menschen jeden Tag an Covid sterben“, sagte Peter Piot, Sonderberater der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Bekämpfung des Coronavirus, am Mittwoch in Brüssel. „Die Lage ist sehr ernst und sie droht, noch schlimmer zu werden, wenn wir nicht dringende und drastische Maßnahmen ergreifen“, fügte er hinzu.

Mittwoch, 28. Oktober, 13.16 Uhr
Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten laufen

Seit 13 Uhr beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über die Maßnahmen und einen möglichen Lockdown angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionen. Der Bund will unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen, Einschränkungen bei Reisen und die Schließung von Gastronomiebetrieben. Ob die Ministerpräsidenten den weitreichenden Beschränkungen zustimmen, ist offen.

Mittwoch, 28. Oktober, 11.55 Uhr
Wie lebt es sich mit und nach einer Corona-Erkrankung? - Neue Selbsthilfegruppe

In Fröndenberg gründet sich eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind. Die Gruppe richtet sich auch an Menschen außerhalb des Kreises Unna. Thomas Meinschäfer gehört zu den Gründern. Er infizierte sich schon früh mit dem Coronavirus. Er gilt längst als genesen; wirklich gesund fühlt er sich aber nicht.

Über das Leben mit und nach Covid-19 haben die Kollegen hier berichtet:

Jetzt lesen

Mittwoch, 28. Oktober, 9.08 Uhr

Zahl der Neuinfektionen an einem Tag bei fast 15.000

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - das ist ein Rekord seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Deutschland wurde auf der Homepage des Robert Koch-Instituts zunächst nicht aktualisiert. Am Dienstag lag sie bei 449.275. Die Zahl der Todesfälle wurde ebenfalls nicht aktualisiert, sie lag mit Stand Dienstag bei 10.098.

Mittwoch, 28. Oktober, 8.39 Uhr

Bericht: frühere Weihnachtsferien in NRW Diskussion

In der Debatte über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie wird einem Bericht zufolge auch eine Vorverlegung der Weihnachtsferien um wenige Tage nicht ausgeschlossen. Laut „Rheinische Post“ steht die Idee im Raum, die Ferien bereits am 21. Dezmber (Montag) beginnen zu lassen, so dass am 18. Dezember letzter Schultag wäre.

Woher konkret diese Anregung kommt, schreibt die Zeitung nicht. „Sämtliche Vorschläge, auch unkonventionelle“ würden intensiv diskutiert, zitierte die RP das Schulministerium in Düsseldorf.

Mittwoch, 28. Oktober, 7.42 Uhr

Grüne fordern Sondersitzung in NRW zu Corona-Einschnitten

Die neue Grünen-Fraktionschefin im NRW-Landtag, Josefine Paul, hat für den Fall neuer Corona-Beschränkungen eine Sondersitzung des Parlaments gefordert.

Sollte es bei dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch in Berlin zu weiteren Einschnitten kommen, müsse Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Düsseldorfer Landtag zügig unterrichten, verlangte Paul im „Morgenecho“ des WDR. Bei weitergehenden Maßnahmen, die zur Pandemie-Eindämmung nötig seien, sollten die Parlamente grundsätzlich stärker beteiligt werden.

Mittwoch, 28. Oktober, 6.48 Uhr

Reduzierung der Kontakte für Bekämpfung der Pandemie wichtig

Der starke Anstieg der positiv auf das Coronavirus Getesteten in Deutschland besorgt die führenden Forschungsinstitute. Die Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordern daher die Politik zum Handeln auf. Sie fordern eine drastische Reduzierung von sozialen Kontakten in der Corona-Krise.

Mittwoch, 28. Oktober, 5.31 Uhr

Laschet geht mit Forderungskatalog in Bund-Länder-Gespräch

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zieht am Mittwoch mit einem konkreten Forderungskatalog in die Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Krisenmanagement. Kernpunkt: Eine bundesweit einheitliche Wiedereinführung strengerer Kontaktverbote. Im Visier hat der CDU-Bundesvize vor allem den Privat- und Freizeitbereich. Kitas, Schulen und die Wirtschaft sollen verschont werden. Einen Lockdown mit Herunterfahren des gesamten öffentlichen Lebens oder Ausgangssperren will der CDU-Bundesvize nicht.

Mittwoch, 28. Oktober, 5.18 Uhr

Ab dem 4. November soll ein Lockdown in Kraft treten

Der Bund will mit drastischen Kontaktbeschränkungen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen.

Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch sollen diese Maßnahmen ab dem 4. November deutschlandweit in Kraft treten und bis Ende des Monats gelten.

Betroffen sind nicht nur die Gastronomie, sondern auch Freizeitangebote, Reisen und Veranstaltungen. Eine Übersicht über alle geplanten Maßnahmen finden Sie hier.

Dienstag, 27. Oktober, 22.45 Uhr

Frankreich erwägt einmonatigen Lockdown

Laut einem Medienbericht prüft die französische Regierung angesichts der steigenden Infektionszahlen im Land die Möglichkeiten für einen einmonatigen Lockdown. Dieser könne ab Donnerstagnacht gelten, berichtete der Fernsehsender BFM-TV. Staatspräsident Emmanuel Macron will sich am Mittwoch in einer Ansprache an das französische Volk wenden.

Dienstag, 27. Oktober 21.15 Uhr

Erste Intensivstationen in Europa überlastet – WHO mahnt zur Vorsicht

Angesichts rapide steigender Corona-Infektionen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einer Überlastung von Intensivstationen vor allem in Europa und Nordamerika gewarnt. „Viele Länder auf der Nordhalbkugel sehen derzeit einen besorgniserregenden Anstieg von Fällen und Einweisungen ins Krankenhaus“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag ergab, sind teils die Kapazitätsgrenzen sogar schon erreicht. Dies gilt unter anderem für Regionen in Belgien, Großbritannien und Tschechien.

Dienstag, 27. Oktober, 20.25 Uhr

Drosten plädiert für „Mini-Lockdowns“

Im NDR-Podcast hat sich der Virologe Christian Drosten für kleine „Mini-Lockdowns“ ausgesprochen, um einen großen zu verhindern. „Wenn die Belastung zu groß ist, muss man eine Pause einlegen“, sagte er.Der Vorteil einer solchen Maßnahme gegenüber einem vollständigem Shutdown liegt auf der Hand: „Alle wissen von vornherein: Er ist zeitlich befristet, meinte Drosten weiter.„Dann können sich alle darauf einstellen.“

„Mini-Lockdows“ oder Circuitbreaker sind kurze, zeitlich befristete Shutdowns, die die Ausbreitung des Coronavirus bremsen und die wirtschaftlichen Folgen minimieren sollen. Sie sollen maximal zwei Wochen andauern.

Dienstag, 27. Oktober, 18.54 Uhr

Karnevalsauftakt ohne Alkohol in Köln

Die Stadt Köln hat für den Karnevalsauftakt am 11. November ein stadtweites Alkoholverbot außerhalb von Gaststätten und Privatwohnungen ausgesprochen. Ebenso werden keine öffentlichen Toiletten bereitgestellt. Damit versucht die Stadtverwaltung, mögliche Karnevalstouristen zu entmutigen.

Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) appellierte in Anbetracht der steigenden Infektionszahlen im ganzen Land an die Vernunft der Karnevalisten: „Wir alle müssen auf das Feiern am 11.11. verzichten. Diesmal wird nicht gefeiert, diesmal wird nicht gesungen, diesmal wird nicht geschunkelt, diesmal wird nicht getanzt. Diesmal gibt es keinen 11.11. Es ist in diesem Jahr nur ein Tag im Kalender wie jeder andere auch.“

Dienstag, 27. Oktober, 17.45 Uhr

Laschet: Einschränkungen sind zeitlich begrenzt

Finanzielle Entschädigungen müssten auch für kulturelle Einrichtungen gelten und auch den Sport, sagte Laschet. Denn Kontaktbeschränkungen würden auch für diese Bereiche gelten. Aber: „Bei allem ist das Entscheidende die Zeit. Es muss zeitlich befristet sein, damit die Zahlen runter gehen, dann sind wir wieder in einer anderen Phase“, so Laschet. Das könne im Dezember sein.

Dienstag, 27. Oktober, 17.36 Uhr

Gesundheitssystem in NRW könnte Ende des Jahres an seine Grenzen kommen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann betonte noch einmal, dass das Gesundheitssystem in NRW bereits Ende des Jahres an seine Grenzen gekommen sein könnte. Das zeigten die Zahlen der Krankenhausbetten und der Infektionsverlauf. Bereits zuvor hatte er verdeutlicht: Pro Woche würden derzeit 325.000 Menschen in NRW auf das Coronavirus getestet, 6,6 Prozent seien inzwischen positiv. Zuvor waren es 2,5 Prozent. Das alleine zeige, wie sich die Lage entwickele. 8 Prozent müssten im Krankenhaus behandelt werden, 1,4 Prozent beatmet.

Dienstag, 27. Oktober, 17.34 Uhr

Laschet: Wir wollen keinen kompletten Lockdown - auch keinen kurzen

Ein kompletter Lockdown für wenige Tage ist für Laschet keine Lösung., hätte kompensiert alle Folgen eines längeren Lockdowns, daher befürworte er die andere Lösung. Zumal man nicht wisse, ob der Lockdown nach wenigen Tagen wirklich wieder aufgehoben werden könne.

Dienstag, 27. Oktober, 17.30 Uhr

Was bedeutet das für Sport und Gastronomie?

Zu den Themen Sport und Gastronomie äußerte sich Laschet nicht konkret. Dazu erarbeite die Ministerpäsidentenkonferenz konkrete Vorschläge, die wolle man abwarten.

Kontaktbeschränkungen heiße aber, auch private Besuche einzustellen. „Begegnungen für den Monat November sollte man am besten absagen.“

Dienstag, 27. Oktober, 17.25 Uhr

Polizei wird stärker kontrollieren - Schulen und Kitas sollen weiter geöffnet bleiben

Laschet kündigt stärkere Kontrollen der Polizei für die Kontaktbeschränkunegn an. „Bereits in den nächsten Tagen“. „Wenn wir den Lockdown verhindern wollen, dann müssen wir jetzt gemeinsam diese solidarische Leistung erbringen. Wir haben das im März schon einmal geschafft.“ Schulen und Kitas sollen nicht mehr ausfallen.

Dienstag, 27. Oktober, 17.20 Uhr

Laschet: Finanzelle Entschädigungen für Betriebe

Betriebe, die durch das Herunterfahren der Kontakte in den nächsten Wochen geschädigt würden, müssten unbedingt finanziell entschädigt werden, sagt Laschet. Das wolle man morgen in die Beratungen der Ministerpräsidenten einbringen. Ebenfalls wolle man darauf drängen, dass Fehler aus dem März nicht wiederholt werden, „dass wir Menschen in Altenheimen alleine gelassen haben“. „Wir fordern mehr FFP2-Masken für vulnerabele Personen“, so Laschet. Nur diese Masken schützten den Träger wirklich, die anderen Masken schützten jeweils die anderen Menschen.

Dienstag, 27. Oktober, 17.17 Uhr

Kein Lockdown, sondern strengere Kontaktbeschränkungen

Ein Lockdown hätte schwerwiegende Folgen für das Land, für den Bildungssektor und die Wirtschaft. Daher wolle man den Fokus auf die Beschränkung der Kontakte legen. „Wir wollen keine Ausgangssperre wie in Frankreich“, betonte Laschet. Er sagte:

  • „Wir brauchen die Wiedereinführung eines strengeren Kontaktverbotes. Wir treffen uns nur da, wo es notwendig ist. Alle sozialen Kontakte, alle Feiern müssten abgesagt werden.“
  • „Wir fordern ein bundesweit geltendes strengeres Kontaktverbotes, ohne den Bildungsbereich zu betreffen“

Dienstag, 27. Oktober, 17.14 Uhr

Laschet: November ist der Monat der EntscheidungenDie Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache“, sagt NRW-Ministerpräsident Laschet. Die Lage ist sehr, sehr ernst“. Die bisherigen Maßnahmen reichten offenkundig nicht aus, die Lage zu beherrschen. „Der Monat November wird der Monat der Entscheidungen.“ Laschet weiter: „Jetzt sind wir in der Phase, wo wir eine effektive Corona-Bremse brauchen mit einer klaren, zeitlichen Begrenzung.“ Entscheidend seien nicht die Beschlüsse, sondern das Verhalten der Menschen, die jetzt ihre Kontakte wieder begrenzen müssen.


Dienstag, 27. Oktober, 17.09 Uhr

Laumann: Sehr unangenehme Zahlen für NRW

Die Pressekonferenz hat begonnen. In NRW gibt es „sehr unangenehme Zahlen“, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann. „Es gibt 31.600 infizierte Menschen, wir sind mittlerweile bei einer Wocheninzidenz von 116, außer Soest liegt keine Gebietskörperschaft unter 50.“ Jeder Infizierte in NRW stecke im Schnitt 1,5 weitere Menschen an, das bedeutet, das Virus breitet sich immer weiter aus. 8 Prozent aller Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden, alle 8 bis 9 Tage verdoppeln sich die Infizierten-Zahlen.

Dienstag, 27. Oktober, 16.47 Uhr

Auch in Sachsen-Anhalt ist das Beherbergungsverbot gekippt

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt für Touristen aus Corona-Risikogebieten gekippt. Geklagt hatte ein Betreiber von Ferienwohnungen in Naumburg. Damit folgt das Gericht zahlreichen anderen Entscheidungen, die Beherbergungsverbote ebenfalls abgelehnt hatten. Nur das Verwaltungsgericht in Hamburg hat am Freitag eine Beschwerde gegen das Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Risikogebieten ohne Negativtest zurückgewiesen. Dort gilt das Verbot nach wie vor.

Dienstag, 27. Oktober, 16.43 Uhr
Die Pressekonferenz soll um 17 Uhr starten

Dienstag, 27. Oktober, 14.25 Uhr
Sport-Verbot? Land NRW informiert heute über weitere Maßnahmen

Die Landesregierung berät heute zur Corona-Lage in NRW und weiteren Maßnahmen. Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informieren heute um 17 Uhr die Öffentlichkeit, die Pressekonferenz wird im Livestream übertragen, den wir hier im Blog zeigen.

Bereits im Vorfeld berichtete der TV-Sender ntv, dass ein Thesenpapier des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums die Schließung von Sport- und Freizeitangeboten in geschlossenen Räumen vorsieht, ein Verbot von Kontaktsport und Veranstaltungen.

Dienstag, 27. Oktober, 14.09 Uhr

Strobl: Zeitlich begrenzter Lockdown könnte helfen

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl fordert bei einer weiteren Verschärfung der Corona-Lage einen gut einwöchigen Lockdown in Deutschland. „Wenn die Zahlen sich weiter so entwickeln, dann müssen wir Maßnahmen in den Blick nehmen, etwa, dass wir auch einmal für eine Woche alles dicht machen, dass von Freitag bis Sonntag die Woche drauf gar nichts mehr geht“, sagte der baden-württembergische Innenminister dem Nachrichtenportal „ThePioneer“.

Damit könne man das Infektionsgeschehen zum Stillstand bringen, argumentierte Strobl. Der Vorteil dieser „sehr, sehr harten“ Lösung wäre die zeitliche Begrenzung. Der CDU-Politiker betonte aber auch, dann wären ein Weihnachtsgeschäft und eine gemeinsame Weihnachtszeit mit der Familie wieder möglich.

Dienstag, 27. Oktober, 12.34 Uhr

Corona kommt ins Museum

Atemschutzmasken, ein Fußball, ein Schild, ein Bierkrug: Was haben diese Gegenstände gemeinsam? Sie zeigen, wie das Coronavirus unser Leben und unseren Alltag verändert. Mehr als 400 solcher Gegenstände hat das „Haus der Geschichte“ in Bonn bereits gesammelt.

Die Maske tragen Menschen in der Öffentlichkeit. Der Fußball stammt vom ersten Geisterspiel der Fußball-Bundesliga im März. Damals durften wegen Corona keine Zuschauer ins Stadion. Das Schild aus dem Supermarkt ermahnt Kunden, nur ein Paket Toilettenpapier zu kaufen. Und der Krug war für das Münchner Oktoberfest gedacht, das wegen Corona abgesagt werden musste.

Auch ein Kölschkranz der Karnevalsfeier in Gangelt wird im Haus der Geschichte gezeigt.

Auch ein Kölschkranz der Karnevalsfeier in Gangelt wird im Haus der Geschichte gezeigt. © picture alliance/dpa

Dienstag, 27. Oktober, 9.56 Uhr

Zwei Drittel der Deutschen rechnen mit erneutem Lockdown

Vor der neuen Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie am Mittwoch rechnen fast zwei Drittel der Deutschen damit, dass es wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sagten 63 Prozent, dass sie einen solchen Lockdown erwarten. Nur 23 Prozent glauben nicht daran, 13 Prozent machten keine Angaben

Dienstag, 27. Oktober, 8.30 Uhr

Haus der Geschichte sammelt Objekte der Corona-Krise

Corona ist schon jetzt museumsreif. Das Bonner Haus der Geschichte hat bereits mehr als 400 Objekte zusammengetragen, die die Pandemie und ihre Auswirkungen dokumentieren. „Spätestens mit dem Lockdown im Frühjahr war klar, dass Corona die ganze Gesellschaft betrifft und somit ein großes zeitgeschichtliches Ereignis ist“, sagte Sammlungsdirektor Dietmar Preißler der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Objekten sind der Fußball des ersten Bundesliga-Geisterspiels, ein Bierkrug des ausgefallenen Münchner Oktoberfestes, Atemschutzmasken aller Art und Zubehör einer Drive-In-Teststation der Feuerwehr.

Dienstag, 27. Oktober, 7.08 Uhr

Nur noch ein Kreis in NRW kein Risikogebiet

Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes von Dienstag ist inzwischen ganz NRW ein Risikogebiet - mit Ausnahme eines Kreises. Nachdem am Montag auch noch Euskirchen und Paderborn unter dem Grenzwert von 50 lagen, ist es am Dienstag nur noch der Kreis Soest, der unter dieser Schwelle liegt. Mit einer Inzidenz von 40,8 ist aber auch der letzte Kreis in NRW nicht mehr weit von einer Einstufung als Risikogebiet entfernt.

Dienstag, 27. Oktober, 6.15 Uhr

Kutschaty plädiert für Corona-Tagebücher zur Kontaktverfolgung

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty hat vorgeschlagen, die eigenen Kontakte in der Corona-Pandemie aufzuschreiben. „Um die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung zu entlasten, kann jede und jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag). Sogenannte Corona-Tagebücher könnten dabei helfen, für sich selbst einen Überblick zu behalten, wen man an welchem Tag zu welcher Uhrzeit in welcher Form getroffen habe. Vor allem berufliche oder private Kontakte ließen sich so nachverfolgen.

Dienstag, 27. Oktober, 5.21 Uhr

RKI meldet 11.409 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 27.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098.

Montag, 26. Oktober, 22.45 Uhr

Spezielle Einkaufszeiten für Risikopatienten gefordert

Eine Expertengruppe von Wissenschaftlern, Medizinern und Kassenmanager fordert eine Änderung der Corona-Schutzmaßnahmen. Sie fordern spezielle Öffnungszeiten für ältere Menschen und Risikopatienten in öffentlichen Einrichtungen, Behörden sowie Geschäften und Restaurants. Außerdem schlagen sie vor, dass den Risikogruppen kostenlose Schutzmasken zur Verfügung gestellt werden sollen.

Ihnen zufolge lasse sich so der Schutz vor einer Infektion für besonders anfällige Personengruppen erhöhen. Außerdem lassen sich auch so gewisse Einschränkungen für junge Menschen aufheben.

Montag, 26. Oktober, 21.30 Uhr

Inzidenzwert im Kreis Unna erreicht neuen Rekordwert

195 neue Coronafälle meldet der Kreis Unna für das vergangene Wochenende. Damit liegt der Inzidenzwert in den Städten des Kreises bei 118,9 - ein neuer Spitzenwert. Der Kreis Unna zählt derzeit 883 Infektionen mit dem Coronavirus.

Jetzt lesen

Montag, 26. Oktober, 20,47 Uhr

Arminia Bielefeld muss den BVB ohne Zuschauer begrüßen

Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld muss das Heimspiel gegen Borussia Dortmund am nächsten Samstag ohne Zuschauer austragen Grund dafür ist die gestiegene Zahl der Corona-Fälle, die in Bielefeld einen Wert von mehr als 100 Neuinfektion pro 100.000 Einwohner hat. Erstmals seit fast zwölf Jahren empfängt die Arminia den BVB wieder in Bielefeld.

Montag, 26. Oktober, 19.52 Uhr

Gericht entscheidet: Sperrstunde in NRW rechtens

Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe bleibt in NRW bestehen. Zu dieser Entscheidung ist heute das Oberverwaltungsgericht Münster nachdem mehrere Gastronomen dagegen geklagt hatten, ihre Betriebe von 23 bis 6 Uhr morgens schließen zu müssen, da sie in Risiko-Gebieten liegen. Viele Gastwirte zeigten sich enttäuscht ob der Entscheidung.

Montag, 26. Oktober, 18.43 Uhr

Münster sagt alle Weihnachtsmärkte ab

Nach monatelangen Debatten sagt die Stadt Münster nun alle Weihnachtsmärkte ab. Das beschloss die Stadtverwaltung n einer gemeinsamen Sitzung mit den Veranstaltern. „Die Infektionszahlen sind in den vergangenen Tagen so schnell und so stark gestiegen, dass wir darauf verantwortungsvoll reagieren müssen“, sagte der Leiter des städtischen Corona-Krisenstabes, Wolfgang Heuer. Ein Weihnachtsmarkt, der den Geboten der Pandemiebekämpfung ausreichend Rechnung trägt, sei derzeit nicht möglich

Jetzt lesen

Montag, 26.Oktober, 17.41 Uhr

Bundesregierung plant „Lockdown Light“

Laut Informationen der „Bild“-Zeitung soll die Bundesregierung einen „Lockdown Light“ planen. Dieser soll unter anderem beinhalten, dass zwar Kitas und Schulen wenn das Infektionsgeschehen nicht zu hoch wird, geöffnet bleiben sollen. Restaurants und Bars sollen aber bundesweit wieder schließen, Veranstaltungen für die erste Zeit verboten werden. Die Geschäfte sollen mit Einschränkungen zunächst offen bleiben.

Montag, 26. Oktober 17.16 Uhr

Familienministerin rät von Klingeltouren an Halloween ab

Nach dem NRW-Gesundheitsministerium empfiehlt nun auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) an Halloween auf die Klingeltouren zu verzichten. „In Gruppen von Tür zu Tür zu laufen und Süßigkeiten zu sammeln - dafür ist aktuell nicht die Zeit“, sagte Giffey der „Welt“. Das Risiko dabei das Coronavirus zu übertragen sei zu groß.

Montag, 26. Oktober, 14.31 Uhr

Angela Merkel berät sich am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am kommenden Mittwoch erneut mit den Ministerpräsidenten in einer Videokonferenz über die sich zuspitzende Entwicklung der Corona-Pandemie beraten. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit.

Seibert unterstrich, dass es eine ernsthafte Entwicklung gebe. Kontaktnachverfolgungen durch die Gesundheitsämter seien kaum mehr möglich. Die Intensivbetreuung von Corona-Patienten nehme wieder zu, die Kapazitäten nähmen entsprechend ab, machte Seibert deutlich.

In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Appelle für mehr Einheitlichkeit bei den Corona-Auflagen bundesweit gegeben, etwa von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte der „Rheinischen Post“: „Wir brauchen einen einheitlichen Maßnahmenkatalog. Die Bürger wollen Transparenz, sie wollen wissen, was passiert, wenn ihr Landkreis rot, gelb oder grün eingestuft ist.“

Montag, 26. Oktober, 12.49 Uhr

Wie lebt es sich mit einem Corona-Skeptiker?

Claudia Siebert ist Frührentnerin und Risikopatientin, ihr Ehemann arbeitslos und Corona-Skeptiker. Er glaubt an geheime Mächte, gesteuerte Medien und manipulierte Infektionszahlen. Claudia Sieberts Erzählungen geben einen Einblick in die Denkwelten von Corona-Skeptikern und Verschwörungstheoretikern:

Montag, 26. Oktober, 11.57 Uhr

Konzert ist keine wilde Party: Orchester wollen mehr Publikum

Die nordrhein-westfälischen Orchestermusiker fordern abgestufte Corona-Regeln für die klassische Musik. Bei Oper und Konzert habe sich gezeigt, dass das Ansteckungsrisiko gering sei, erklärte die Orchesterkonferenz NRW am Montag in Bochum. Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes erlaube aber einheitlich nur bis zu 250 Besucher bei Veranstaltungen. „Von der Bühne aus sehen wir, wie diszipliniert sich das Publikum verhält, wir sind hier ja nicht auf einer wilden Party!“, sagte der Sprecher der Vereinigung von 1700 Musikern, Steffen Schrank.

Montag, 26. Oktober, 11.18 Uhr

NRW-Justizminister in Quarantäne - positiver Corona-Test im Umfeld

Wegen eines positiven Corona-Tests in seinem dienstlichen Umfeld ist NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in häuslicher Quarantäne. „Er steht bereits im Kontakt mit dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt und wird das weitere Vorgehen mit dem Gesundheitsamt abstimmen“, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag. Biesenbach habe seine Termine vorsorglich abgesagt.

Montag, 26. Oktober, 10.16 Uhr

Studenten gehen von schlechteren Berufschancen wegen Corona aus

Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werfen einer Umfrage zufolge auch die beruflichen Pläne vieler Studenten über den Haufen. So gehen mehr als 40 Prozent davon aus, dass sich ihre Berufsaussichten in den vergangenen Monaten verschlechtert haben, heißt es in der neuen „Studierendenstudie“ des Beratungsunternehmens EY. Ein gutes Viertel hat seine Pläne schon geändert und will nun zum Beispiel länger studieren, die Branche wechseln oder sich doch lieber nicht selbstständig machen.

Montag, 26. Oktober, 8.47 Uhr

Lehrergewerkschaft: Schulstart mit „mehr als gemischten Gefühlen“

Viele Lehrer und Schüler in NRW erleben nach Einschätzung des Lehrerverbands Bildung und Erziehung (VBE) den Schulstart nach den Herbstferien am Montag mit „mehr als gemischten Gefühlen“. „Ähnlich wird es auch den Eltern gehen, die ihre Kinder in die Schulen schicken“, sagte der VBE-Landesvorsitzende Stefan Behlau am Morgen bei WDR5.

Die einzigen Lösungsvorschläge der Politik angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen seien das Lüften der Klassenräume und in weiterführenden Schulen das Tragen von Masken. „Corona zeigt sehr deutlich, wo die Defizite nicht nur der Gegenwart, sondern auch der Vergangenheit sind“, so Behlau. „Es ist viel zu wenig in die schulische Bildung investiert worden.“ Dies betreffe das Personal und auch die Schulgebäude. Schüler und Lehrer müssten das nun ausbaden.

Montag, 26. Oktober, 7.54 Uhr

Nur noch drei Kreise in NRW sind kein Risikogebiet

Nahezu alle der 53 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen gelten mittlerweile als Corona-Risikogebiete. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Landeszentrums Gesundheit von Montag (0.00 Uhr) lagen lediglich die Kreise Euskirchen, Paderborn und Soest unter der Warnschwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Den höchsten Wert wies laut RKI der Kreis Düren mit 200,7 aus. Dahinter lagen laut RKI und LZG die Stadt Solingen mit 200,3 und die Stadt Duisburg mit 188,1. Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln wurden 177,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet.

Montag, 26. Oktober, 6.49 Uhr

Etliche geschlossene Büchereien wegen Corona in Düsseldorf

Wegen der steigenden Corona-Zahlen bleiben ab Montag viele städtische Bibliotheken in Düsseldorf geschlossen. Das Gesundheitsamt brauche mehr Personal, erklärte die Stadt. 20 Mitarbeiter der Düsseldorfer Stadtbüchereien sollen daher etwa bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Fällen mithelfen. Insgesamt haben die Stadtbüchereien etwa 150 Mitarbeiter.

An den betroffenen Standorten würden die Rückgabefristen automatisch bis zum 30. November 2020 verlängert, hieß es. Ausleihe und Rückgabe seien an den anderen offenen Standorten möglich.

Montag, 26. Oktober, 5.56 Uhr

Schulstart nach den Herbstferien mit neuen Corona-Regeln in NRW

Nach zwei Wochen Herbstferien kehren rund 2,5 Millionen Schüler und mehr als 200.000 Lehrer in Nordrhein-Westfalen am Montag zurück in den Unterricht. Ab sofort gelten neue Corona-Regeln. Wichtigste Änderung: Schüler ab der 5. Klasse müssen auch im Unterricht wieder eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Damit reagiert die Landesregierung auf stetig steigende Neuinfektionszahlen. Die Wiedereinführung der Maskenpflicht soll zunächst bis zu den Weihnachtsferien am 22. Dezember gelten.

Im Schulgebäude und auf dem -gelände gilt sie weiterhin landesweit an allen über 5500 Schulen - also auch für Grund- und Förderschüler der Primarstufe. Plexiglasvisiere werden als Alternative nicht akzeptiert. Lehrer müssen immer dann Maske tragen, wenn sie den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können. Wenn es der Unterricht erfordert, können sie sie zumindest zeitweise ausziehen - etwa beim Demonstrieren des „th“ im Englischunterricht. Außerdem müssen die Schulen regelmäßig lüften.

Montag, 26. Oktober, 5.17 Uhr

RKI meldet 8685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437.866 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 26.10. 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Weniger Freunde treffen, früher Kehraus aus der Kneipe und Maske tragen - Corona schnürt Bewegungsspielräume und Vergnügungen immer mehr ein. In NRW gelten neue Beschränkungen.

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