Coronavirus in NRW: Kommen Reiseverbote für Corona-Risikogebiete? – Liveblog

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Reisende spielen bei den steigenden Corona-Fallzahlen eine große Rolle. Jetzt startet die Testpflicht von Urlaubsrückkehrern aus 130 Staaten. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 08.08.2020, 07:34 Uhr / Lesedauer: 10 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • In NRW sind inzwischen 51.330 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden und es gibt 1.759 Todesfälle. 45.740 Menschen sind laut NRW-Gesundheitsministerium wieder genesen. (Stand: 8.8.2020)
  • Testpflicht: Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich ab Samstag (8.8.) testen lassen.
  • Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein generelles Reiseverbot in Risikogebiete, der Weltärztebund eine generelle Quarantäne für diese Personen. Aktuell fallen etwa 2 bis 2,5 Prozent aller Corona-Tests bei Reiserückkehrern positiv aus.
  • Mit „Kurzstunden“, Schichtbetrieb und Lernen im Freien könnten die Schulen in NRW aus Sicht der SPD-Opposition trotz Corona-Pandemie wieder durchstarten.

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Samstag, 8. August, 13.52 Uhr

Homeoffice bei Hitze: Arbeitgeber muss Mitarbeiter nicht schützen
Ab 26 Grad soll der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen, um das Arbeiten im Büro erträglicher zu machen. Ab 30 Grad ist er dazu verpflichtet. Während der Corona-Pandemie arbeiten viele von Zuhause im Homeoffice - welche Regelung greift dort? Bei Hitze ist der Arbeitgeber aus der Verantwortung. Es wird zwar empfohlen, dass Arbeitsschutzstandards eingehalten werden, es gibt aber keine gesetzliche Verpflichtung.


Samstag, 8. August, 12.57 Uhr

Keine größeren Corona-Verstöße in Großstädten in NRW

In der Nacht zum Samstag hat die Polizei in mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens kaum Verstöße gegen die Corona-Regelungen verzeichnet. Lediglich in Bonn nahmen die Beamten sieben junge Männer frühzeitig in Gewahrsam, die zum Teil stark alkoholisiert und aggressiv gewesen sein sollen. „Es waren zwar viele Leute wegen des guten Wetters unterwegs, aber es gab keine nennenswerten Störungen“, sagte ein Sprecher der Polizei in Köln.


Samstag, 8. August, 11.54 Uhr

Reiseverbote für Corona-Risikogebiete?
Der CDU-Wirtschaftsrat will Reisen in Risikogebiete verbieten lassen: „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden“, sagte Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des CDU-nahen Verbands, am Freitag der „Bild“-Zeitung. Das Reiserecht dürfe nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown drohe.


Samstag, 8. August, 10.53 Uhr

Corona-Warn-App: Infizierte bleiben nicht immer anonym

Datenschutz spielt bei der Corona-App eine große Rolle – dennoch bleiben Infizierte nicht immer ­vollständig anonym. Gut zwei Monate nach ihrem Start arbeitet die Corona-Warn-App im Infektionsfall noch nicht so datensparsam wie angekündigt, wie das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” berichtet. Demnach müssten viele positiv Getestete weiterhin eine Hotline anrufen und ihren Name und die Rufnummer mitteilen.


Samstag, 8. August, 9.44 Uhr

Ärzteverband: Masken im Unterricht machen „überhaupt keinen Sinn“

Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht - wie von NRW vorgesehen - als sinnlos kritisiert. „Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung“, sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ/Samstag). „Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben.“

Samstag, 8. August, 8.53 Uhr

„Wir sind noch mitten in der ersten Welle“
Der Virologe Prof. Alexander Kekulé hat sich beim Anstieg der Neuinfektionen gegen die Bezeichnung als zweite Welle ausgesprochen. „Ich mag den Ausdruck nicht so gerne, weil wir rein epidemiologisch noch in der ersten Welle sind“, sagte Kekulé am Freitag im „FAZ“-Podcast. Anhand der aktuellen Zahlen sei jedoch nicht mehr von der Hand zu weisen, „dass wir wieder in einen Zustand kommen, der so ähnlich ist, wie zur Zeit der Lockdowns“.

Samstag, 8. August, 7.40 Uhr

Corona-Testpflicht für Urlauber startet

Für Rückkehrer aus Risikogebieten greift von diesem Samstag an bei der Heimkehr nach NRW die Testpflicht auf das Coronavirus. Die Testkapazitäten im Sicherheitsbereich des Düsseldorfer Flughafens werden nun erweitert. Auch am Köln-Bonner Flughafen kann man sich testen lassen. Die Flugreisenden haben drei Tage Zeit, sich auch woanders testen zu lassen, müssen bis zum Ergebnis aber in häusliche Quarantäne, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht. Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor - aktuell stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten bis zu den USA.

Freitag, 7. August, 21.30 Uhr

Landesregierung will 1.000 zusätliche Schulbusse einsetzen

Die Landesregierung will mit dem Schulstart am kommenden Mittwoch bis zu 1000 zusätzliche Schulbusse einsetzen. Das geht aus einem Brief von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag. Damit sollen die Schüler mehr Abstand haben, wenn sie zur Schule fahren und trotz Maskenpflicht nicht dicht gedrängt eine Virusinfektion riskieren müssen. Die Maßnahme ist zunächst für die 43 Schultage bis zu den Herbstferien vorgesehen.

Freitag, 7. August, 20.26 Uhr

Unverheiratete Paare aus Drittstaaten dürfen sich wieder besuchen

Unverheiratete Paare aus Drittstaaten sollen sich ab dem 10. August wieder besuchen dürfen – dazu müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt Dazu zählt: Eine Einladung der in Deutschland wohnenden Person, eine gemeinsam unterschriebene Erklärung zum Bestand der Beziehung und Nachweise der vorherigen Treffen durch Passstempel, Reiseunterlagen oder Flugtickets.

Freitag, 7. August, 18.30 Uhr
Mehr als 300 neue Corona-Fälle in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 324 neue Corona-Fälle registriert worden. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie damit 50 937 bestätigte Corona-Infektionen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Inzwischen seien aber 45 532 Erkrankte wieder genesen, berichtete das Ministerium. Dem standen 1755 Todesfälle gegenüber.

Freitag, 7. August, 17.50 Uhr

Schweiz sichert sich 4,5 Millionen Dosen von möglichem Impfstoff
Die Schweiz hat einen Deal mit dem US-Unternehmen Moderna abgeschlossen. Insgesamt sicherte sich das Land rund 4,5 Millionen Dosen eines möglichen Corona-Impfstoffes – unter der Bedingung, dass er im Land auch zugelassen wird.

Freitag, 7. August, 16.04 Uhr

Konzert mit 13.000 Zuschauern nicht mit dem Land abgestimmt

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat „begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage“ eines in Düsseldorf geplanten Konzerts mit 13 000 Zuschauern. Das Konzept sei nicht mit dem Land abgestimmt worden, erklärte er am Freitag gegenüber der dpa.

Freitag, 7. August, 14.38 Uhr
Forderung des Wirtschaftsrates: Reisen in Risikoländer verbieten

Angesichts der Rückreise vieler Sommerurlauber nach Deutschland werden Rufe nach weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus laut - über eine an diesem Samstag greifende neue Testpflicht hinaus. Der CDU-nahe Wirtschaftsrat forderte ein generelles Verbot privater Reisen in Länder mit hohen Corona-Fallzahlen - Politiker von SPD und FDP lehnten dies ab.

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger, sagte der „Bild“-Zeitung: „Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden.“ Das Reiserecht könne nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen sonst ein erneuter Lockdown drohe.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Mongomery, forderte eine generelle Quarantäne. Tests seien nur „eine Momentaufnahme“. Deshalb sollte alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Quarantäne gehen

Ab diesem Samstag müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten nach der Einreise testen lassen, wenn sie nicht schon ein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei haben.


Freitag, 7. August, 12.20 Uhr
Wuppertal schließt Kita nach Corona-Infektionsfall
Die Stadt Wuppertal hat nach dem Auftreten eines Corona-Infektionsfalls eine Kindertagesstätte geschlossen. Zuvor war eine Beschäftigte der Kita positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie Stadtsprecherin Martina Eckermann mitteilte. Die Kita bleibe bis auf Weiteres geschlossen.

Freitag, 7. August, 11.17 Uhr
Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen
Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz, wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert.

Freitag, 7. August, 10.07 Uhr
Konzert mit 13.000 Zuschauern im September in Düsseldorf geplant

Ein Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und „The Boss Hoss“ soll am 4. September vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden. „Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben“, sagte Veranstalter Marek Lieberberg. Es wäre das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland. Das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion („Merkur Spielarena“) werde in enger Abstimmung mit den Behörden geplant. Dem Infektionsschutz werde „in vollem Umfang Rechnung getragen“, so die Veranstalter.

Freitag, 7. August, 9.17 Uhr
Treten Urlauber die zweite Corona-Welle los?
Die Zahl der Neuinfektionen ist wieder sehr hoch. Es liegt nahe, dass Reiserückkehrer und Leichtsinnige dafür verantwortlich sind. SPD-Generalsekretär Klingbeil fordert ein härteres Durchgreifen. „Diejenigen, die leichtfertig keinen Abstand halten und die Maskenpflicht ignorieren, gefährden damit auch, dass Kinder wieder in die Schule gehen und Arbeitsplätze gesichert werden können“, sagte der SPD-Politiker. „Das ist rücksichtslos und unverantwortlich. Dagegen müssen wir schärfer vorgehen. Ich erwarte zum Beispiel von der Deutschen Bahn, dass sie die Maskenpflicht in ihren Zügen konsequent durchsetzt“, so Klingbeil weiter.

Freitag, 7. August, 8.21 Uhr
Ausflügler dürfen am Wochenende nicht auf alle Ostfriesische Inseln
Zum anstehenden sommerlichen Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. Dorthin dürfen wegen der Corona-Pandemie weiterhin samstags und sonntags keine Tagesgäste reisen, an den übrigen Tagen nur maximal 600. Bei Fähren etwa nach Spiekeroog oder Borkum gibt es auch Reglementierungen. Die AG Ems fährt weiterhin nur mit maximal 75 Prozent Auslastung nach Borkum, wie eine Sprecherin der Reederei erklärte. Bei hoher Nachfrage gibt es aber Zusatzfahrten.

Die Luftaufnahmen zeigen die ostfriesischen Inseln Norderney, Langeoog, Spiekeroog und Borkum. Zum anstehenden Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog.

Die Luftaufnahmen zeigen die ostfriesischen Inseln Norderney, Langeoog, Spiekeroog und Borkum. Zum anstehenden Wochenende sind Tagesausflügler auf fast allen Ostfriesischen Inseln willkommen - mit Ausnahme von Langeoog. © picture alliance/dpa



Freitag, 7. August, 7.36 Uhr
Erneut mehr als 1000 neue Corona-Infektionen in Deutschland
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 214 214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Freitag, 7. August, 6.14 Uhr
Kinder werden nicht getrennt von Eltern isoliert
Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen hat Eltern beruhigt, dass im Falle von Corona-Verdachtsfällen ihrer Kinder kein Kindesentzug drohe. „In NRW drohen Gesundheitsämter nicht mit der Inobhutnahme von Kindern und ordnen auch nicht die Isolation von Kindern getrennt von der Familie in häuslicher Quarantäne an“, sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag der „Neuen Westfälischen“ („nw.de“).

Stein des Anstoßes war ein Fall in Bruchsal. Nachdem dort an einer Grundschule eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurden im Juli zwei Klassen nach Hause geschickt - begleitet von einer Information der Stadt, in der bei Nichteinhaltung der „Isolation in sogenannter häuslicher Quarantäne“ mit einer zwangsweisen Unterbringung des Kindes in einer geschlossenen Einrichtung gedroht wird.

Freitag, 7. August, 5.52 Uhr

Jugendforscher: Corona-Politik hat Jugendliche vergessen
Der Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann kritisiert, dass die Politik junge Menschen in der Krise vergessen hat. „Wir merken jetzt, dass sich die Jugendlichen zu Wort melden“, sagte Hurrelmann mit Blick auf nächtliche Unruhen und Exzesse in Stuttgart und Frankfurt in diesem Sommer. Aus seiner Sicht fehle den jungen Menschen derzeit Raum zur Entfaltung sowie Möglichkeiten zur Mitsprache, wie er am Donnerstag im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erklärte.

Donnerstag, 6. August, 21.47 Uhr

Jeder fünfte Erwerbstätige hat Angst, den Job zu verlieren

93 Prozent der Befragten des am Donnerstag veröffentlichten ARD-“Deutschlandtrend“ von Infratest Dimap sind für verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Knapp jeder Zweite ist der Umfrage zufolge außerdem für härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen. Aktuell habe jeder fünfte Erwerbstätige (20 Prozent) sehr große oder große Sorge, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ der ARD hervorgeht. Anfang Mai sagten das nur 13 Prozent.

Donnerstag, 6. August, 20.03 Uhr

SPD schlägt „Kurzstunden“ und Schichtbetrieb im Corona-Schuljahr vor

Mit „Kurzstunden“, Schichtbetrieb und Lernen im Freien könnten die Schulen in Nordrhein-Westfalen aus Sicht der SPD-Opposition trotz Corona-Pandemie wieder durchstarten. Am Donnerstag präsentierten die Vizevorsitzenden der Landtagsfraktion, Jochen Ott und Eva-Maria Voigt-Küppers, in Düsseldorf entsprechende Vorschläge - Mitte der kommenden Woche enden die Sommerferien. Demnach sollte eine „Kurzstunde“ Unterricht nur 30 Minuten statt der sonst üblichen 45 bis 50 Minuten dauern. Das erlaube gestaffelte Startmöglichkeiten in den Klassen und einen entzerrten „Umlauf“ auf den Pausenhöfen, argumentieren die Sozialdemokraten. Auch gestaffelte Schulöffnungszeiten plus Streckung des Schulbetriebs bis in den Nachmittag könnten für Freiräume und damit geringere Ansteckungsrisiken sorgen, wenn die Schüler im Schichtbetrieb pauken. Bis zu den Herbstferien sei zudem mehr Lernen im Freien angesagt.

Donnerstag, 6. August, 18.10 Uhr

Kein Corona-Test nach Griechenland-Reise? Laschet weist Kritik zurück

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Vorwürfe der SPD zurückgewiesen, weil er keinen Corona-Test nach seiner Rückkehr aus Griechenland gemacht habe. „Diese Aussage, die sie übrigens da tätigt, ist falsch“, sagte Laschet am Donnerstag. SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (SPD) hatte der „Neuen Westfälischen“ gesagt, er hätte „von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können“. Bereits am Mitttwoch hatte der SPD-Landesverband Laschet den Vorwurf gemacht, keinen Test gemacht zu haben. Die Partei bezog sich dabei auf einen Facebook-Eintrag der Landesregierung: Die hatte einem Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, geantwortet, es bestehe „kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind“. Der Eintrag entstand allerdings, als Laschet noch in Griechenland war. Ob er sich letztlich wirklich nicht testen ließ, blieb am Donnerstag unklar.

Die NRW-SPD wirft Armin Laschet vor, sich nach seinem Griechenland-Aufenthalt nicht auf das Coronavirus getestet lassen zu haben.

Die NRW-SPD wirft Armin Laschet vor, sich nach seinem Griechenland-Aufenthalt nicht auf das Coronavirus getestet lassen zu haben. © picture alliance/dpa

Donnerstag, 6. August, 16.51 Uhr

Auch die belgische Provinz Antwerpen gehört zu den Risikogebieten

Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat.

Donnerstag, 6. August, 13.40 Uhr

Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft in Schwerte
In einem Flüchtlingsheim in Schwerte gibt es einen oder mehrere Coronafälle. Genaue Zahlen sind noch nicht bekannt. In dem Heim gibt es 25 Plätze.

Donnerstag, 6. August, 13.30 Uhr

So soll die Testpflicht umgesetzt werden

Wer aus Risikogebieten einreist, soll am Flughafen nach einem negativen Testergebnis gefragt werden. Kann der Reisende dieses nicht vorweisen, soll ein Test angeordnet werden. Fällt er negativ aus, kann der Reisende die Quarantäne verlassen.

Donnerstag, 6. August, 11.15 Uhr

Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Einreisende aus internationalen Risikogebieten müssen sich von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an. In einer Pressekonferenz erklärte er die Einführung der Testpflicht mit den steigenden Infektionszahlen.

Donnerstag, 6. August, 10.45 Uhr
Parteinachwuchs fordert Party-Möglichkeiten in Corona-Zeiten
Nachwuchspolitiker fordern für Jugendliche auch in Corona-Zeiten Möglichkeiten zum Feiern. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur appellierten Vertreter der Nachwuchsorganisationen der Bundestagsparteien vor allem an die Gemeinden, dazu Gelegenheiten zu schaffen. Gleichzeitig riefen sie Jugendliche zur Umsicht auf.

Nachwuchspolitiker fordern für Jugendliche auch in Corona-Zeiten Möglichkeiten zum Feiern.

Nachwuchspolitiker fordern für Jugendliche auch in Corona-Zeiten Möglichkeiten zum Feiern. © picture alliance/dpa



Donnerstag, 6. August, 8.53 Uhr
Gesundheitspolitiker Lauterbach kritisiert Rückkehrkonzept für Fans in Stadien
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für Fans in Stadien nach Monaten des Einlassverbots wegen der Corona-Pandemie kritisiert. Der Vorstoß der DFL sei „überhaupt nicht angemessen“, sagte der Politiker in der Sendung „Maischberger - Die Woche“. Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans garantieren könne. „Die Kinder müssen mit Masken unterrichtet werden und da macht man sich Gedanken, vor 25 000 Leuten Fußball zu spielen“, erklärte er weiter.

Donnerstag, 6. August, 7.52 Uhr
Gewerkschaft der Polizei fordert kostenlose Corona-Tests für Polizisten
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW fordert regelmäßige und kostenlose Corona-Tests für Polizisten. Das Land müsse seine bisherigen Schutzmaßnahmen ergänzen „und allen Beschäftigten im 14-tägigen Rhythmus einen Corona-Test mindestens anbieten“, heißt es in einem Schreiben an die GdP-Mitglieder. Die GdP verweist auf die Ankündigung der Landesregierung, dass sich Lehrer und Kita-Personal alle 14 Tage testen lassen können. Das Land trägt die Kosten. „Das Ansteckungsrisiko ist aber auch für Polizeibeschäftigte hoch“, so die Gewerkschaft: „Da immer wieder größere Teile der Belegschaft engen Kontakt zu möglicherweise infizierten Mitmenschen nicht vermeiden können.“

Donnerstag, 6. August, 6.54 Uhr
NRW bleibt beim coronabedingten Arbeitsverbot für Prostituierte
Anders als Berlin wird NRW das coronabedingte Arbeitsverbot für Prostituierte vorerst nicht lockern. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur klar. Sexuelle Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen seien laut Coronaschutzverordnung ausdrücklich untersagt. „Solange in anderen Lebensbereichen massive Restriktionen wie Abstand, Maskenpflicht und Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten gelten, sind aus Sicht unseres Hauses Lockerungen im Prostitutionsbereich schwer vorstellbar.“

Donnerstag, 6. August, 6.00 Uhr
RKI meldet 1045 neue Corona-Infektionen
Das Robert Koch-Instituts (RKI) hat 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213 067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. 195 200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Zahl der neuen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages ist erstmals seit Mai wieder auf über 1000 gestiegen, teilte das RKI am Donnerstag (6.8.) mit.

Die Zahl der neuen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages ist erstmals seit Mai wieder auf über 1000 gestiegen, teilte das RKI am Donnerstag (6.8.) mit. © picture alliance/dpa



Donnerstag, 6. August, 5.29 Uhr
Warum viele Fachleute bei Corona ungern von einer „zweiten Welle“ sprechen
Deutschland diskutiert über die zweite Welle: Kommt sie noch, ist sie schon da oder kommt sie nicht? Die Expertenmeinungen gehen auseinander, ob man überhaupt von Wellen sprechen soll und was genau damit gemeint ist. Von Wellen sei wohl die Rede, weil die Fallzahlen oft in Kurven dargestellt werden, die wie Wellen aussehen, sagt Heiner Fangerau vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Uni Düsseldorf. Pandemien verliefen aber nicht zwangsläufig in Wellen.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Viele Masken sind keine Spezialmasken, wehren Feinpartikel nicht ab und schützen dementsprechend auch nicht vor einer Tröpfcheninfektion
  • Für Menschen, die sich bereits angesteckt haben, sei es aber sinnvoll, sogenannte FFP3-Masken zu tragen, um andere Menschen nicht anzustecken
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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