Coronavirus in NRW: Ein Dutzend Regionen mit 7-Tage-Inzidenz über 100 – Liveblog

dzCoronavirus

In NRW liegen mittlerweile viele Gebiete bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Eine Stadt steht sogar kurz vor einem Wert von 200. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 24.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 15 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 104.613 bestätigte Fälle - 77.100 Genesene - 2.008 Todesfälle. (Stand: 24.10.2020)
  • In NRW liegt ein Dutzend Gebiete bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100. Den höchsten Wert weist Solingen auf, aber auch Dortmund, Bochum und Herne gehören dazu.
  • Das NRW-Gesundheitsministerium plant die Regeln für Bundesligaspiele zu verschärfen. Ab einem Inzidenzwert von 35 sollen keine Zuschauer mehr ins Stadion dürfen.
  • Immer mehr Weihnachtsmärkte werden abgesagt. Unter anderem fallen Märkte in Köln, Düsseldorf, Duisburg, Bochum, Herne und Aachen aus.
  • Die Maskenpflicht für Schüler im Unterricht wird nach den Herbstferien wieder eingeführt. Sie gilt bis zum 22. Dezember.
  • In NRW gilt in allen Hotspots eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr. Sie gilt in Kommunen mit einer 7-Tages-Inzidenz ab 50. Alle Regeln im Überblick finden Sie hier.





+++

Samstag, 24. Oktober, 20.16 Uhr
AstraZeneca setzt Studie zu Corona-Impfstoff fort
Der Pharmakonzern hatte seine Forschungen an dem Impfstoff für sieben Wochen lang gestoppt. Bei einem Teilnehmer waren gesundheitliche Probleme aufgetreten. Die zuständige Behörde hat der Wiederaufnahme der Studie nun zugestimmt und die Tests sollen in der kommenden Woche fortgeführt werden.

Samstag, 24. Oktober, 18.38 Uhr
Corona hat Einfluss auf die Preise der Weihnachtsbäume
Mehrere Faktoren machen das Geschäft mit den Weihnachtsbäumen dieses Jahr schwieriger. Weihnachtsbaumerzeuger haben höhere Kosten, weil sie Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz einplanen und dafür mehr Personal einsetzen müssen. Die Kosten schlagen sich dann im Preis nieder. Weiterhin gibt es weniger Verkaufsflächen, da viele Weihnachtsmärkte bereits abgesagt wurden. Zusätzlich hat auch die afrikanische Schweinepest Einfluss auf die Branche. Aus Sperrbezirken dürfen keine Produkte hinausgebracht werden.

Samstag, 24. Oktober, 16.22 Uhr
Weiterer Corona-Fall in der Regierung
Martin Jäger, Staatssekretär aus dem Entwicklungsministerium, wurde positiv auf Corona getestet. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Gesundheitsminister Jens Spahn sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Martin Jäger war eine seiner Kontaktpersonen und hatte sich nach der Bekanntgabe des Testergebnisses von Jens Spahn umgehend testen lassen und in Quarantäne begeben. Ob die Infektionen miteinander zusammenhängen ist aber unklar. Gesundheitsminister Spahn ginge es den Umständen entsprechend gut, so ein Sprecher aus dem Gesundheitsministerium.

Samstag, 24. Oktober, 13.24 Uhr
Ein Dutzend Regionen in NRW mit Corona-Wert über 100
In Nordrhein-Westfalen liegt mittlerweile ein Dutzend Gebiete über der Schwelle von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Den höchsten Wert weist mit 197,8 die Stadt Solingen auf, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstag hervorgeht. Dahinter liegen der Kreis Düren mit 156,4 und die Stadt Duisburg mit 151,8. Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln meldete das RKI 136,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Auch die Städte Remscheid (141,0), Herne (140,6), Gelsenkirchen (138,7), Wuppertal (127,6), Bochum (109,4) und Dortmund (101,5) sowie die Städteregion Aachen (126,6) und der Kreis Recklinghausen (106,5) lagen über der 100er-Inzidenz. Die Stadt Düsseldorf registrierte nach eigenen Angaben von Samstag einen Wert von 107,1. Beim RKI lag dieser noch bei 80,1. NRW-weit wies das RKI am Samstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 87,5 aus. Den geringsten Wert hat demnach der Kreis Paderborn mit 22,7. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen lag am Samstag im bevölkerungsreichsten Bundesland bei 104 617 - etwa ein Viertel aller bundesweit registrierten Fälle (418 005).

Samstag, 24. Oktober, 12.27 Uhr
Bundesfinanzminister: Deutschland finanziell gerüstet für zweite Corona-Welle
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut gerüstet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. „Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen“, sagte der SPD-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. „Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst.“ Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - „auch weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben“. Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, „finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß“.

Samstag, 24. Oktober, 11.25 Uhr
Merkel: Gebot der Stunde heißt Kontakte reduzieren
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund deutlich steigender Corona-Infektionszahlen erneut an die Bürger appelliert, durch weniger Kontakte bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. „Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen“, sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

Samstag, 24. Oktober, 10.19 Uhr
Viele Kitas in NRW setzen in Corona-Krise auf Helfer
Ein Großteil der Kitas in Nordrhein-Westfalen setzt in der Corona-Krise auf sogenannte Alltagshelfer zur Bewältigung der Zusatzaufgaben in der Pandemie. Knapp drei Viertel aller rund 10.500 Kindertageseinrichtungen in NRW machen von dem Angebot des Landes Gebrauch, in der Corona-Zeit befristet Helfer einzustellen. Diese Helfer sollen das pädagogische Fachpersonal bei alltäglichen Hygienemaßnahmen entlasten - etwa der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren. Es gebe viele positive Rückmeldungen, hieß es aus dem Ministerium. „Sie sind eine große Stütze für das gesamte Kita-Team bei der Umsetzung der gestiegenen Anforderungen der Hygienevorgaben.“

Samstag, 24. Oktober, 9.25 Uhr
Kirchen verschärfen Corona-Regeln für Gottesdienste
Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Fallzahlen haben die evangelische und die katholische Kirche in NRW ihre Regeln für den Gottesdienstbesuch verschärft. So gilt im Bistum Aachen ab sofort eine Maskenpflicht für Gottesdienstbesucher, wenn der Inzidenzwert vor Ort auf 35 steigt. Ab einer Inzidenz von 50 muss der Gemeindegesang deutlich reduziert werden.

Das Erzbistum Paderborn hat festgelegt: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50, muss die Zahl der Gottesdienstbesucher auf maximal 50 Prozent der normalen Kapazität der jeweiligen Kirche begrenzt werden. Die Empfehlung zum Verzicht auf Gesang bleibe bestehen.

Die drei evangelischen Landeskirchen in NRW haben ebenfalls ihre Regeln angepasst. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 tragen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eine Mund-Nase-Bedeckung auch am Sitzplatz. Ab einer Inzidenz von 50 wird die maximale Teilnehmerzahl der Gottesdienstbesucher in Kirchen auf maximal 250 Personen festgelegt, außerdem wird auf Gesang verzichtet.

Samstag, 24. Oktober, 8.36 Uhr
NRW-Gefangene mit Coronavirus infiziert
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen 26 Häftlinge mit dem Coronavirus infiziert. 20 der 26 Gefangenen seien inzwischen wieder gesund, teilte das NRW-Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit (Stand: 22. Oktober). Von 65 positiv getesteten JVA-Mitarbeitern hätten 46 die Infektion überstanden. Einen größeren Ausbruch gab es in den Anstalten somit bislang nicht.

Samstag, 24. Oktober, 7.44 Uhr
Neue Höchstwerte bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen 14 714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10 000.

Insgesamt haben sich laut Angaben des RKI in Deutschland 418 005 Menschen mit dem Virus infiziert. 10 003 Menschen sind demnach seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 49 Mehr als am Vortag. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,23 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Freitag, 23. Oktober, 23.03 Uhr
Lauterbach fordert eine neue Strategie bei der Nachverfolgung
Da die Gesundheitsämter überlastet sind und bei der Nachverfolgung sämtlicher Kontakte eines Einzelfalls nicht mehr hinterherkommen, fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nur noch Clustermitglieder - also Mitglieder bestimmter Gruppen - zu kontaktieren.

Freitag, 23. Oktober, 22.33 Uhr
Cranger Weihnachtszauber wird auch ausfallen
Bis zuletzt hatten die Stadt Herne und der Veranstalter geplant, den größten Weihnachts-Themenmarkt Europas zu eröffnen. Für beide Seiten steht aber die Gesundheit im Vordergrund und so fiel die finale Entscheidung, den Markt abzusagen.

Jetzt lesen

Freitag, 23. Oktober, 21.54 Uhr
Bochumer Weihnachtsmarkt ebenfalls abgesagt
Der Inzidenzwert ist auch in Bochum über die 100 hinausgegangen. Die Stadt hat daher strengere Maßnahmen veranlasst. Darunter fällt auch die Absage des Weihnachtsmarktes. Weiterhin werde die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ausgeweitet, wie auf das "Uni-Center" und wichtige Straßen der Nebenzentren.

Freitag, 23. Oktober, 20.36 Uhr
Zur Corona-Nachverfolgung will NRW 800 befristete Stellen schaffen
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Städte und Gemeinden stärker bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten unterstützen. Nordrhein-Westfalen werde nicht nur rund 200 Landesbedienstete zur Unterstützung der Gesundheitsämter abstellen, sondern auch die Mittel für rund 800 Aushilfskräfte in Vollzeit bereitstellen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag. Das Aushilfspersonal soll für bis zu sechs Monate bei der Corona-Bekämpfung helfen.

Freitag, 23. Oktober, 19.22 Uhr
Der Weg zur Herdenimmunität
Die ständig steigende Zahlen der Corona-Infektionen könnten vermuten lassen, dass die so genannte Herdenimmunität schon stark vorangeschritten ist. Wie es tatsächlich aussieht, zeigt eine Grafik.

Freitag, 23. Oktober, 18.43 Uhr
NRW verlängert das Schulbus-Programm
Die Bereitstellung von mehr Schulbussen soll dafür sorgen, dass die Schüler mehr Platz in den Bussen haben und dadurch auch den Abstand einhalten können. Ursprünglich sollten die Fördermittel nur bis zu den Herbstferien gelten. Die Landesregierung kann Schulträger und Landschaftsverbände nun bis Ende des Jahres unterstützen. Für das Projekt wurden 13,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Freitag, 23. Oktober, 16.30 Uhr

RKI-Panne: Mehr Neuinfektionen als gemeldet

Am Freitagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Dabei fehlten aber offenbar zahlreiche Fälle – Schuld war eine technische Panne. Wie groß die Datenlücke ist, zeigt sich laut RKI erst am Samstag.

Grund für die technische Panne sei nach Angaben des RKI ein vorübergehend defekter Server gewesen. Die fehlenden Daten würden am Freitag automatisch im Laufe des Tages mit übermittelt und erschienen dann morgen in der Publikation. „Wie groß die Datenlücke ist, kann sich erst dann zeigen“, ergänzte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.

Freitag, 23. Oktober, 15.58 Uhr
Regierungssprecher: Gesundheitsämter in mehreren Städten überlastet

Die Gesundheitsämter hatten zuletzt 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Viele der Einrichtungen sind inzwischen angesichts der Zahlen überlastet, wie nun auch Regierungssprecher Steffen Seibert sagt. Er mahnte die Bevölkerung zur strengen Einhaltung der Corona-Regeln: „Wir sind nicht machtlos.“

Regierungssprecher Steffen Seibert

Regierungssprecher Steffen Seibert © picture alliance/dpa


Freitag, 23. Oktober, 15.44 Uhr
Corona-Patienten aus den Niederlanden landen in NRW-Krankenhäusern

Zum ersten Mal in der zweiten Welle der Corona-Pandemie werden Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt. Ein Hubschrauber transportierte am Freitagmorgen einen Patienten in ein Krankenhaus nach Münster. Weitere Transporte zur Entlastung des Nachbarlands sind geplant.


Freitag, 23. Oktober, 15.01 Uhr

Sperrstunde für Spielhallen in Aachen gekippt

Das Verwaltungsgericht Aachen hat eine Corona-Auflage der Stadt gekippt, wonach „öffentliche Vergnügungsstätten“ um Mitternacht schließen müssten. Bei der Entscheidung erklärte das Verwaltungsgericht, dass das „gesellige Beisammensein“ in Spielhallen nur von untergeordneter Bedeutung sei. Spieler fokussierten sich ohnehin auf ihre eigenen Automaten und Spielhallen seien nach der Coronaschutzverordnung ohnehin verpflichtet, Schutz- und Hygienekonzepte zu befolgen. Gegen den Beschluss kann die Stadt Aachen nun Beschwerde am Oberverwaltungsgericht in Münster einlegen.

Freitag, 23. Oktober, 13.41 Uhr
Zahl der Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern steigt rasant

Die Zahl der Corona-Patienten in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern steigt stark an. Nach Zahlen der Landesregierung vom Freitag werden aktuell rund 1420 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt - vor einer Woche waren es noch 950, vor einem Monat rund 320. Auf der Intensivstation 275 Patienten lägen auf der Intensivstation, 148 von ihnen müssten beatmet werden. Die Kliniken sind den Angaben zufolge allerdings noch weit entfernt von ihrer Kapazitätsgrenze.


Freitag, 23. Oktober, 13.30 Uhr
FLVW möchte Saison im Amateurbereich fortsetzen

Der Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) bleibt bei seiner Einschätzung, dass das Risiko einer Infektion auf den Fußballplätzen „äußerst gering“ sei.

„Der Fußball ist nicht dafür verantwortlich, dass die Inzidenzwerte steigen. Es gibt bislang keine nachweisbaren Fälle, in denen sich Spielerinnen und Spieler untereinander auf dem Spielfeld angesteckt hätten“, betonte der für den Amateurfußball verantwortliche Vizepräsident Manfred Schnieders.



Freitag, 23. Oktober, 12.01 Uhr
Gericht weist Eilantrag gegen Maskenpflicht im Unterricht ab

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht abgelehnt. Zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg wollten das Verbot kippen. Das Gericht begründete seine Entscheidund damit, dass die Maskenpflicht ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Pandemie sei.


Freitag, 23. Oktober, 11.46 Uhr

Einige Weihnachtsmärkte in NRW könnten stattfinden

Die meisten Weihnachstmärkte wurde mittlerweile abgesagt. In vielen Städten wird hingegen noch gehofft. So sind in Dortmund, Essen, Bochum, Mühlheim, Gladbeck, Oberhausen und Wuppertal noch keine finalen Entscheidungen gefällt worden.

Jetzt lesen

Freitag, 23. Oktober, 11.35 Uhr
Testpflicht in Bayern für ausländische Pendler

Für Grenzpendler aus ausländischen Corona-Risikogebieten gilt demnach: Wer „regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten“, muss den Behörden unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien treffen. Tschechien, das europaweit zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten je 100 000 Einwohner zählt, gilt laut Robert Koch-Institut ebenso als Risikogebiet wie die direkt an Bayern grenzenden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg.

In Bayern gelten jetzt schärfere Regeln für ausländische Berufspendler.

In Bayern gelten jetzt schärfere Regeln für ausländische Berufspendler. © dpa


Freitag, 23. Oktober, 11.25 Uhr
Handballkreis Hellweg unterbricht laufende Saison

Im Handballkreis Hellweg hatten die Vereine die Wahl, ob sie die gerade erst angelaufene Saison fortsetzen oder unterbrechen wollen. Die Entscheidung fiel nun sehr eindeutig aus. Mit großer Mehrheit votierten die Vereine für eine Unterbrechung der laufenden Saison.

Jetzt lesen

Freitag, 23. Oktober, 11.14 Uhr
Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen erreichen Höchststand

In Nordrhein-Westfalen haben die Corona-Neuinfektionen einen Höchstwert erreicht. Das Landeszentrum Gesundheit NRW meldete dem Robert Koch-Institut am späten Donnerstagabend 2.740 Fälle. Damit überstieg der Wert den erst einen Tag alten Rekord um 117 Fälle.


Freitag, 23. Oktober, 10.18 Uhr
Freude über aufgehobene Reisewarnung für die Kanarischen Inseln

Spanien zählte zu den Ländern, die von der zweiten Corona-Welle zuerst und besonders hart getroffen wurden. Jetzt gibt es dort, fernab vom Festland vor der afrikanischen Küste aber einen Hoffnungsschimmer: Die Kanarischen Inseln wurden wegen sinkender Infektionszahlen wieder von der Risikoliste gestrichen.

Die Tourismusbranche wartet darauf schon seit Wochen. Entsprechend erleichtert fielen dort die Reaktionen aus. „Für einige Reisende werden damit Herbstferien noch gerettet“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Reisekonzerns TUI, Marek Andryszak.

Er kündigte für die nächsten zehn Tagen knapp 50 Hin- und Rückflüge aus Deutschland nach Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa an. Die Entscheidung der Bundesregierung heißt allerdings nicht, dass man den Weihnachtsurlaub unter Palmen ganz unbeschwert buchen kann.

Freitag, 23 Oktober, 9.21 Uhr

Drosten spricht sich für Ü50-Inzidenz aus

Der Virologe Christian Drosten hat sich dafür ausgesprochen, einen Ü50-Inzidenzwert einzuführen. Dieser benenne das Vorkommen von Infektionen in der Altersgruppe über 50 Jahren. Dieser Wert würde helfen, den Bedarf an Krankenhausbetten vorherzusagen.

Freitag, 23. Oktober, 8.30 Uhr

Kreis Coesfeld hat einen Inzidenzwert über 50

Nachdem der Kreis Coesfeld am Donnerstag bereits den Inzidenzwert von 35 überschritten hat, ist man jetzt nun auch über der kritischen Zahl 50 angelangt. Mit 56,2 ist man knapp darüber. Der Kreis muss nun härtere Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus treffen.

Freitag, 23, Oktober, 7.34 Uhr

Bundesliga steht in NRW vor Geisterspielen
Den Fußball-Bundesligisten und anderen Proficlubs in Nordrhein-Westfalen drohen weitere Geisterspiele. Bei bundesweiten Teamsportwettbewerben sollen Zuschauer komplett ausgeschlossen werden, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Austragungsort bei mehr als 35 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. Das stellte das Landesgesundheitsministerium von NRW klar, wie das „Westfalen-Blatt“ (Freitag) berichtet.

Bislang ließen die Behörden auch bei einem Inzidenzwert über 35 meist noch 300 Zuschauer zu den Spielen zu. Bei der aktuellen Infektionslage in NRW würde diese Verordnung die Heimspiele aller NRW-Mannschaften der 1. Bundesliga betreffen.


Freitag, 23. Oktober, 7 Uhr

Reisewarnung für die Kanaren aufgehoben

Das Auswärtige Amt hat die Kanaren von seiner Liste von Risikogebieten gestrichen. Damit ist ein Urlaub auf den spanischen Inseln wieder ohne anschließende Quarantäne oder einem Corona-Test wieder möglich. Bereits für kommende Woche haben die Airlines über 70 Flüge geplant.

Die Kanarischen Inseln gehören zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen im Winter. Ab Samstag gelten sie nicht mehr als Risikogebiet.

Freitag, 23. Oktober 6.02 Uhr

Erneut mehr als 11.000 Neuinfektionen

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutswurden wurden am Vortag deutschlandweit 11.242 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt. Die Zahl liegt nur knapp unter dem Spitzenwert von 11.287 Fällen vom Donnerstag.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Freitag, 23. Oktober, 5.25 Uhr

Weltärzte-Präsident für Lockdown ab 20.000 Corona-Infektionen am Tag

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hält einen neuen Lockdown für notwendig, wenn die Zahl der Neu-Infektionen auf 20.000 am Tag ansteigt. „Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerät die Lage außer Kontrolle. Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt“, sagte Montgomery der 2Rheinishcen Post.“

Als weitere Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen, sieht der 68-Jährige eine Ausweitung der Maskenpflicht: „Eine bundesweite Maskenpflicht für alle Schulen, etwa ab Klasse drei, kann helfen, Schulschließungen zu verhindern.“

Donnerstag, 22. Oktober, 19.40 Uhr
Offener Brief von Viktoria Köln an NRW-Ministerpräsident Laschet
Fußball-Drittligist Viktoria Köln hat in einem Offenen Bief an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Unverständnis über die Corona-Maßnahmen zum Ausdruck gebracht. Damit reagierte der Verein auf die Entscheidung, wonach beim Meisterschaftsspiel gegen die Reserve von Bayern München (3:2) am Mittwoch null Zuschauer zugelassen waren.

„10 km entfernt spielt der Regionalligist Fortuna Köln vor 500 Zuschauern. Wechselt man die Straßenseite bei unserer Heimspielstätte dürfen bei dem Spiel unseres Nachbarvereins in der Kreisliga bis zu 300 Zuschauer die Wettbewerbe verfolgen“, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben vom 21. Oktober.

Donnerstag, 22. Oktober, 18.09 Uhr

Über 200 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in Dortmund

202 Neuinfektionen mit dem Coronavirus meldet das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund am Donnerstag (22.10.). Das sind doppelt so viele wie beim bisherigen Allzeithoch, das erst am Mittwoch mit 102 Fälle vermeldet worden war.

Donnerstag, 22. Oktober, 17.50 Uhr
Weihnachtsmarkt in Düsseldorfer Innenstadt abgesagt
D
er Weihnachtsmarkt in der Düsseldorfer Innenstadt wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Man habe sich angesichts der „dynamischen Entwicklung der Pandemie und der gebotenen Kontaktbeschränkungen“ zu diesem Schritt entschieden, teilte Düsseldorf Tourismus am Donnerstag mit. Der Weihnachtsmarkt hätte eigentlich am 19. November eröffnen sollen.

Noch im Oktober waren Details zu einem Hygienekonzept veröffentlicht worden. „Bis zuletzt haben wir gehofft, dass uns dadurch ein Weihnachtsmarkt gelingt, den alle mit einem guten Gefühl besuchen können“, sagte Tourismus-Geschäftsführer Ole Friedrich. „Aber die aktuelle Entwicklung hat gezeigt, dass das dieses Jahr einfach nicht möglich ist.“


Donnerstag, 22. Oktober, 17.35 Uhr
Weihnachtsmärkte in Köln fallen auch aus
Die nächsten Weihnachtsmärkte sind dem Coronavirus zum Opfer gefallen – diesmal in Köln. Wie auf der Seite der Stadt Köln zu lesen ist, fallen sowohl der Weihnachtsmarkt am Dom, als auch der Weihnachtsmarkt in der Altstadt und der Markt der Engel auf dem Neumarkt aus. Ob weitere Weihnachtmärkte in der Rheinmetropole wie der Hafen-Weihnachtsmarkt ausfallen werden, ist auf der Seite der Stadt noch nicht ersichtlich.

Donnerstag, 22. Oktober, 17.07 Uhr
Auch die Inzidenz im Kreis Unna liegt über 100
Der Kreis Unna hat am Donnerstag so viele Corona-Neuinfektionen gemeldet wie nie zuvor seit dem Ausbruch der Pandemie. Auch der Inzidenzwert erreicht einen neuen Höchstwert. Am Donnerstag meldete das Kreisgesundheitsamt insgesamt 100 neue Corona-Fälle. Der 7-Tage-Inzidenzwert erreicht mit 103,50 nun ebenfalls einen dreistelligen Rekordwert.

Jetzt lesen

Donnerstag, 22. Oktober, 15.40 Uhr
Berufsmusiker zum zweiten Mal erkrankt

Auch in NRW sind Menschen bereits zwei Mal an Covid-19 erkrankt. So der Berufsmusiker Markus Wallrafen (59). „Beim zweiten Mal wollte man mich zunächst gar nicht testen, weil ich es ja schon hatte“, erklärte der Violinist bei der „Neuen Philharmonie Westfalen“ am Donnerstag der dpa. Dann habe er aber heftige Symptome bekommen und sei daraufhin erneut positiv getestet worden.

„Ich war zehn Tage schlapp, hatte keinen Geruchs- und Geschmackssinn. Es war wie eine schwere Grippe“, berichtete der Musiker. Der Verlauf sei bei der zweiten Erkrankung etwas schwerer gewesen als beim ersten Mal, aber im Vergleich zu anderen Fällen immer noch leicht. Beim ersten Mal habe er sich vor zweieinhalb Monaten im Urlaub in Südtirol infiziert, beim zweiten Mal bei einer Wanderung mit seinem Cousin an der Ahr.

Donnerstag, 22. Oktober, 14.05 Uhr

Auch das Dschungelcamp fällt Corona zum Opfer

Das für Anfang 2021 geplante RTL-Dschungelcamp in Wales fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das sagte ein RTL-Sprecher in Köln am Donnerstag. Statt der geplanten Übertragung aus Wales plane man nun eine Ersatz-Show zu dem Format in Deutschland. Zuvor hatten die „Bild“-Zeitung und der Branchendienst dwdl.de berichtet.



Donnerstag, 22. Oktober 13.03 Uhr

Stadt Duisburg sagt Weihnachtsmarkt ab

Die Stadt Duisburg hat die Entscheidung gefällt, den großen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt für dieses Jahr abzusagen. „Vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen konnte kein Weg gefunden werden“, so eine Sprecherin der Stadt. Nach dem Aachener Weihnachtsmarkt ist der Duisburger der zweite größere in Nordrhein-Westfalen, der wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ausfällt.

Donnerstag, 22. Oktober, 11:59 Uhr

Eilantrag gegen Beherbergungsverbot gescheitert

Der vor dem Bundesverfassungsgericht gestellte Eilantrag zur Aufhebung des umstrittenen Beherbergungsverbots in Schleswig-Holstein ist abgewiesen worden. Laut aussage der Richter fehlten erforderliche Darlegungen. Weiterhin müsse nun Menschen aus Risikogebieten, die in das Bundesland einreisen wollen, einen höchsten 48 Stunden alten, negativen Testbefund vorzeigen. Geklagt hatte eine Tübinger Familie, die Urlaub auf Sylt machen wollte.

Donnerstag, 22. Oktober, 11 Uhr

Weitermachen „nach bestem Wissen und Gewissen“

RKI-Präsdient Lothar Wieler hat an die Gesundheitsämter appelliert, trotz der derzeitigen teilweisen Überforderung durchzuhalten. Die Überforderungen einiger Gesundheitsämter sei „ernst und besorgniserregend“, sagte Wieler. Aber man müsse jede Anstrengung auch unter diesen Umständen aufrechterhalten und dürfe nicht aufgeben, sondern weitermachen „nach bestem Wissen und Gewissen“.

Donnerstag, 22. Oktober, 10.43 Uhr
Lässt sich das Virus in Deutschland noch aufhalten?
In den Nachbarstaaten Deutschland ist die Situation noch schärfer, Experten schätzen, die Nachbarn liegen in der Entwicklung etwa 5 Wochen voraus. Kann man diese Entwicklung in Deutschland noch aufhalten? Auf diese Frage antwortet RKI-Chef Wieler: „Wir können es schaffen. Wir schaffen es aber nur, wenn wir uns gemeinsam anstrengen. Es muss nicht so sein, dass wir in 5 Wochen da stehen, wo sich unsere Nachbarstaaten befinden. Aber es kann sein.“


Donnerstag, 22. Oktober, 10.33 Uhr

Warum kann die Zahl der Intensivbetten nicht als Gradmesser dienen?

„Wir alle haben das Ziel, dass möglichst wenig Menschen erkranken“, sagte RKI-Chef Wieler. Die Zahl der Infizierten liege immer einige Tage zurück, weil sich die Menschen logischerweise ja einige Tage vorher angesteckt haben. Die Zahl der Intensivbetten spiegele daher die Lage des Infektionsgeschehens vor einigen Wochen wieder. Man sei also in der Reaktion verzögert. Man könne nicht heute Maßnahmen ergreifen und sehe morgen den Effekt, erklärte Wieler den Journalisten.

Donnerstag, 22. Oktober, 10.21 Uhr
Jüngere Menschen stärker betroffen als im Frühjahr
Derzeit stecken sich weitaus mehr jüngere Menschen an als im Frühjahr, daher liege die Todesrate der Infektionen nicht so hoch, wie vor einigen Monaten. „Aber die Zahlen werden zunehmen“, sagte RKI-Chef Wieler. Und damit gelange das Virus auch wieder in andere Bevölkerungsschichten, auch in die älteren.

„Die jungen Menschen sind allerdings die, die momentan am meisten diesem Virus ausgesetzt sind.“

Jetzt lesen

Donnerstag, 22. Oktober, 10.13 Uhr
Eindämmung, Schutz und Milderung

Drei Kern-Maßnahmen seien wichtig, um den Infektionsverlauf in Deutschland weiter zu beherrschen, sagte RKI-Chef Wieler: Eindämmung, Schutz und Milderung. Er appellierte an die Einhaltung der Abstandsregeln, der Kontaktbeschränkungen und der Maskenpflicht. Wichtig sei es, die Anzahl der Personen bei Feiern so klein wie möglich zu halten.

Donnerstag, 22. Oktober, 10.09 Uhr

„Großteil der Menschen steckt sich im Privaten an“

Ein Blick auf die Fallzahlen und Ausbrüche in Deutschland zeige, dass sich die meisten Menschen im Privaten anstecke, erklärte RKI-Chef Wieler bei der Pressekonferenz.

Nach Übernachtungen in Hotels beispielsweise verzeichne man keine erhöhte Ansteckungsgefahr. In Schulen breche das Virus seltener aus als etwa die Grippe, dennoch sei mit vermehrten Ausbrüchen auch dort zu rechnen, wenn die Fallzahlen in Deutschland weiter steigen.

Donnerstag, 22. Oktober, 10 Uhr

„Müssen damit rechnen, dass sich das Virus unkontrolliert ausbreiten kann“
Die Pressekonferenz hat begonnen. Zu Beginn sagt RKI-Präsident Prof. Lothar H. Wieler: „Inzwischen ist die Situation sehr ernst geworden“. Man wisse nicht, wie sich die Situation weiter entwickelt. Doch: Jeder und jede könne etwas dazu beitragen, dass sich das Infektionsgeschehen positiv entwickele, indem er die Regeln einhalte. Aber Wieler warnt auch: „Wir müssen damit rechnen, dass sich das Virus in Deutschland weiter ausbreiten kann, sogar unkontrolliert ausbreiten kann“


Donnerstag, 22. Oktober, 9.38 Uhr
RKI informiert im Livestream über die aktuelle Lage

Wie entwickelt sich die Corona-Krise in Deutschland? Das RKI informiert heute Morgen um 10 Uhr in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage. Wir berichten hier live und zeigen hier den Livestream der PK.


Donnerstag, 22. Oktober, 8.20 Uhr

Weiterer Kreis in NRW überschreitet die 100er-Marke

Mit dem Landkreis Düren hat ein weiterer Kreis in Nordrhein-Westfalen eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 gemeldet. Der Wert beläufst sich auf 117, 1. Düren ist damit die achte Region in NRW, die die 100er-Marke übertrifft. an der Spitze liegt immer noch Solingen mit einem Wert von 153,9.

Donnerstag, 22. Oktober, 7.32 Uhr

Kliniken sehen keinen Engpass bei Intensivbetten - aber bei Pflegepersonal

Die deutschen Kliniken sehen sich im Angesicht der steigenden Infektionszahlen gut gerüstet. Insgesamt 30.000 Intensivbetten stehen aktuell zur Verfügung, wie Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am Dienstag im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ mitteilte.

„Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren“, versicherte er. Weitaus mehr Sorgen macht ihm der Pflegepersonal in Pflege-Berufen. Das sei schon vor Corona so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden müssen, müsse man Personal innerhalb der Klinik umverteilen „und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein.“

Donnerstag, 22. Oktober, 6.28 Uhr

Höchster Wert an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Deutschland den Spitzenwert seit Beginn der Pandemie überschritten. Wie das RKI am Morgen mitteilte, wurden am Vortag 11.287 Neuerkrankungen bekannt. Damit ist der bisherige Spitzenwert von 7830 Infektionen am Sasmtag innerhalb eines Tages deutlich überschritten.

Donnerstag, 22.Oktober, 5.54 Uhr

Corona-Warnampel im Kreis Coesfeld springt auf gelb

Aktuelle Zahlen des RKI zeigen, dass der Kreis Coesfeld den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 überschritten hat. Von 33,1 am Mittwoch, sprang die Zahl auf 44,1 und ist so bereits nah an der kritischen Marke von 50. Die Schutzmaßnahmen im Kreis sollen jetzt verschärft werden.

Donnerstag, 22.Oktober, 5.25 Uhr

Toter bei Corona-Impfstoff-Studie in Brasilien

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. In wie weit der Tod des Probanden mit dem Impfstoff in Verbindung steht, wird jetzt untersucht.

SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Die Corona-Zahlen steigen weiter stark an. Welche Städte und Kreise in NRW sind wie stark vom Coronavirus betroffen? Unsere Karte zeigt deutliche Unterschiede und die aktuellen Infektionszahlen. Von Wiebke Karla