Coronavirus in NRW: Anschlag auf das RKI – Staatsschutz ermittelt – Liveblog

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Auf das Robert-Koch-Institut in Berlin wurde ein Anschlag verübt. Nur noch vier Kreise in NRW sind kein Risikogebiet, eine Stadt hat eine 7-Tages-Inzidenz über 200. Die Lage in NRW im Überblick.

NRW

, 25.10.2020, 07:15 Uhr / Lesedauer: 13 min

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 104.613 bestätigte Fälle - 77.100 Genesene - 2.008 Todesfälle. (Stand: 24.10.2020)
  • Auf das Robert-Koch-Institut wurde in der Nacht zu Sonntag ein Brandanschlag verübt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
  • In NRW gibt es nur noch vier Kreise, die kein Risikogebiet sind und unter einer 7-Tage-Inzidenz von 50 liegen: Soest, Paderborn, Minden-Lübbecke und Euskirchen. Solingen hat bereits den Wert von 200 überschritten.
  • Das NRW-Gesundheitsministerium plant die Regeln für Bundesligaspiele zu verschärfen. Ab einem Inzidenzwert von 35 sollen keine Zuschauer mehr ins Stadion dürfen.
  • Immer mehr Weihnachtsmärkte werden abgesagt. Unter anderem fallen Märkte in Köln, Düsseldorf, Duisburg, Bochum, Herne und Aachen aus.
  • Die Maskenpflicht für Schüler im Unterricht wird nach den Herbstferien wieder eingeführt. Sie gilt bis zum 22. Dezember.
  • In NRW gilt in allen Hotspots eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr. Sie gilt in Kommunen mit einer 7-Tages-Inzidenz ab 50. Alle Regeln im Überblick finden Sie hier.










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Sonntag, 25. Oktober, 17.25 Uhr
Corona-Flyer beinhalten oft falsche und veraltete Informationen
Das Internet schwappt über in die Briefkästen: Deutschlandweit tauchen vermehrt zweifelhafte Flyer auf, auf denen die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie verharmlost wird. Es gibt Dutzende Versionen und Motive, die Flugblätter tragen Titel wie „Zwang zur Impfung droht“ oder „Corona Fakten“. Doch manche Aussagen darauf sind mit Vorsicht zu genießen – sie sind schlicht falsch.



Sonntag, 25. Oktober, 16.15 Uhr
Wieder Proteste gegen Corona-Auflagen in Berlin
Aus Protest gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen sind am Sonntag in der Hauptstadt erneut Demonstranten auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von rund 2000 Menschen, die sich auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte versammelten. Die Situation war dort zeitweise unübersichtlich, weil Menschen aus der Menge ausbrachen. Die Polizei sprach von einer „dynamischen Lage“. „Es wurde weitgehend weder der Mindestabstand noch die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung eingehalten“, twitterte die Polizei.

Sonntag, 25. Oktober, 15.29 Uhr
„Hallo, hier ist Jens Spahn“ - Minister bittet um Mithilfe
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich erstmals seit seinem positiven Corona-Test per Video zu Wort gemeldet und an die Bevölkerung appelliert, bei der Eindämmung des Virus mitzuhelfen. Der 40-Jährige postete die Aufnahme am Sonntag auf seiner Facebookseite. Vor hellgrauer Wand neben einem Blumenstrauß in weißem Hemd und blauer Strickjacke bedankt sich der Gesundheitsminister nach einem kurzen „Hallo, hier ist Jens Spahn“ zunächst für die vielen Genesungswünsche, die ihn erreicht hätten. Angesichts der steigenden Zahlen „auch auf den Intensivstationen“ appelliert Spahn in dem Video an die Bevölkerung, die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. „Bitte helfen Sie weiter mit und hören Sie nicht auf diejenigen, die verharmlosen und beschwichtigen. Es ist ernst. Wir wissen, was dieses Virus anrichten kann, gerade bei Menschen mit Vorerkrankungen und bei den Älteren, den Höchstbetagten.“ Auch bei jüngeren könne es zu schweren und schwersten Verläufen kommen. „Deshalb geben Sie weiter aufeinander acht.“ Man brauche jetzt einen Kraftakt: „Mithelfen, konsequent sein, Zusammenhalten“.

Sonntag, 25. Oktober, 14.27 Uhr
Kassenärzte-Chef: Müssen uns an das Virus gewöhnen
Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat vor Verschiebungen von Arztterminen oder Operationen wegen der Corona-Krise gewarnt. „Die Ärzte sind für den Winter wesentlich besser gerüstet als zu Beginn der Pandemie. Es gibt für Patienten keinen Grund mehr, wie im März wegen Corona Krebsvorsorge-Termine oder wichtige Operationen zu verschieben“, sagte er in einem Gespräch mit der „Bild am Sonntag“, an dem auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, teilnahmen. Gassen sagte, es werde nicht ad hoc ein Impfstoff für 83 Millionen in Deutschland oder gar sieben Milliarden Menschen weltweit zur Verfügung stehen. Über die Jahre werde es zu einer zunehmenden Durchseuchung der Weltbevölkerung kommen. „Wir müssen uns an das Virus gewöhnen und dürfen dabei nicht vergessen, dass es neben Covid-19 auch noch andere Krankheiten gibt“, so der KBV-Chef.

Sonntag, 25. Oktober, 11.50 Uhr
Anschlag auf das RKI - Staatsschutz ermittelt
Unbekannt haben in der Nacht zu Sonntag Brandsätze gegen die Fassade eines Gebäudes des Robert-Koch-Instituts geworfen. Gegen 2.40 Uhr bemerkte ein Sicherheitsmitarbeiter mehrere unbekannt gebliebene Personen, die gegen die Fassade des Gebäudes in der General-Pape-Straße Flaschen warfen, wie die Berliner Polizei mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Da eine politische Motivation bei der versuchten Brandstiftung geprüft wird, hat der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die weiteren Ermittlungen übernommen.

Sonntag, 25. Oktober, 11.39 Uhr
Lauterbach fordert Schichtbetrieb in den Schulen
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in Anbetracht der dramatisch steigenden Corona-Infektionen gefordert, in den Schulen den zeitgleichen Unterricht für alle Schüler zu beenden. „Wenn wir nicht wollen, dass die Schulen mit regelmäßigem Schulausfall auch noch zu Hotspots werden, sollten die Schulklassen jetzt aufgeteilt werden in Vormittags- und Nachmittagsunterricht“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Generell fügte er hinzu, wenn es in den nächsten zwei bis drei Wochen nicht gelinge, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werden es in wenigen Wochen harte Ausgangsbeschränkungen wie im Frühjahr geben.

Nicht nur Abstand ist nach den Herbstferien in den NRW-Klassenzimmern Pflicht.

Nicht nur Abstand ist nach den Herbstferien in den NRW-Klassenzimmern Pflicht. © picture alliance/dpa



Sonntag, 25. Oktober, 9.46 Uhr

Ab Montag gelten neue Regeln in den Klassenzimmern
Wenn am Montag (26.10.) die Schule in NRW wieder beginnt, gelten neue Regeln. Die Maskenpflicht im Unterricht wird wieder eingeführt, dazu kommen weitere Maßnahmen, wie das regelmäßge Stoßlüften. Die Schulleitervereinigung zweifelt, wie der Unterricht unter diesen Bedingungen aufrecht erhalten werden soll. Das Land stellt 50 Millionen Euro für Luftreiniger in Schulen ohne Lüftungsmöglichkeit zur Verfügung.



Sonntag, 25. Oktober, 8.00 Uhr
Nur vier Kreise in NRW kein Risikogebiet – Solingen hat den Wert von 200 überschritten
In NRW hat Solingen am Sonntag den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen überschritten. Nur noch vier Kreise liegen sind kein Risikogebiet und liegen noch unter dem Schwellenwert von 50: Soest (38,1), Paderborn (34,4), Minden-Lübbecke (44,8) und Euskirchen (41,3).



Sonntag, 25. Oktober, 7.36 Uhr

Lehrerpräsident warnt vor dem Wertverlust des Abiturs

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnt, im Fall erneuter flächendeckender Schulschließungen drohe ein erheblicher Qualitätsverlust beim Abitur. „Die Lage ist sehr ernst. Falls erneut in ganz Deutschland wochen- oder gar monatelang die Schulen geschlossen werden müssen, entstehen Lücken, die so nicht ohne Weiteres behoben werden können“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Sonntag, 25. Oktober, 7.16 Uhr
11.176 neue Infektionen - doch Sonntags sind die Zahlen immer niedriger

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird.

Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032.


Samstag, 24. Oktober, 20.16 Uhr
AstraZeneca setzt Studie zu Corona-Impfstoff fort
Der Pharmakonzern hatte seine Forschungen an dem Impfstoff für sieben Wochen lang gestoppt. Bei einem Teilnehmer waren gesundheitliche Probleme aufgetreten. Die zuständige Behörde hat der Wiederaufnahme der Studie nun zugestimmt und die Tests sollen in der kommenden Woche fortgeführt werden.

Samstag, 24. Oktober, 18.38 Uhr
Corona hat Einfluss auf die Preise der Weihnachtsbäume
Mehrere Faktoren machen das Geschäft mit den Weihnachtsbäumen dieses Jahr schwieriger. Weihnachtsbaumerzeuger haben höhere Kosten, weil sie Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz einplanen und dafür mehr Personal einsetzen müssen. Die Kosten schlagen sich dann im Preis nieder. Weiterhin gibt es weniger Verkaufsflächen, da viele Weihnachtsmärkte bereits abgesagt wurden. Zusätzlich hat auch die afrikanische Schweinepest Einfluss auf die Branche. Aus Sperrbezirken dürfen keine Produkte hinausgebracht werden.

Samstag, 24. Oktober, 16.22 Uhr
Weiterer Corona-Fall in der Regierung
Martin Jäger, Staatssekretär aus dem Entwicklungsministerium, wurde positiv auf Corona getestet. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Gesundheitsminister Jens Spahn sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Martin Jäger war eine seiner Kontaktpersonen und hatte sich nach der Bekanntgabe des Testergebnisses von Jens Spahn umgehend testen lassen und in Quarantäne begeben. Ob die Infektionen miteinander zusammenhängen ist aber unklar. Gesundheitsminister Spahn ginge es den Umständen entsprechend gut, so ein Sprecher aus dem Gesundheitsministerium.

Samstag, 24. Oktober, 13.24 Uhr
Ein Dutzend Regionen in NRW mit Corona-Wert über 100
In Nordrhein-Westfalen liegt mittlerweile ein Dutzend Gebiete über der Schwelle von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Den höchsten Wert weist mit 197,8 die Stadt Solingen auf, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstag hervorgeht.

Dahinter liegen der Kreis Düren mit 156,4 und die Stadt Duisburg mit 151,8. Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln meldete das RKI 136,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Auch die Städte Remscheid (141,0), Herne (140,6), Gelsenkirchen (138,7), Wuppertal (127,6), Bochum (109,4) und Dortmund (101,5) sowie die Städteregion Aachen (126,6) und der Kreis Recklinghausen (106,5) lagen über der 100er-Inzidenz. Die Stadt Düsseldorf registrierte nach eigenen Angaben von Samstag einen Wert von 107,1. Den geringsten Wert hat der Kreis Paderborn mit 22,7.

Samstag, 24. Oktober, 12.27 Uhr
Bundesfinanzminister: Deutschland finanziell gerüstet für zweite Corona-Welle
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut gerüstet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. „Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen“, sagte der SPD-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. „Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst.“ Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - „auch weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben“. Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, „finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß“.

Samstag, 24. Oktober, 11.25 Uhr
Merkel: Gebot der Stunde heißt Kontakte reduzieren
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund deutlich steigender Corona-Infektionszahlen erneut an die Bürger appelliert, durch weniger Kontakte bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. „Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet. Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren. Viel weniger Menschen treffen“, sagte sie in ihrem am Samstag veröffentlichten Videopodcast.

Samstag, 24. Oktober, 10.19 Uhr
Viele Kitas in NRW setzen in Corona-Krise auf Helfer
Ein Großteil der Kitas in Nordrhein-Westfalen setzt in der Corona-Krise auf sogenannte Alltagshelfer zur Bewältigung der Zusatzaufgaben in der Pandemie. Knapp drei Viertel aller rund 10.500 Kindertageseinrichtungen in NRW machen von dem Angebot des Landes Gebrauch, in der Corona-Zeit befristet Helfer einzustellen. Diese Helfer sollen das pädagogische Fachpersonal bei alltäglichen Hygienemaßnahmen entlasten - etwa der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren. Es gebe viele positive Rückmeldungen, hieß es aus dem Ministerium. „Sie sind eine große Stütze für das gesamte Kita-Team bei der Umsetzung der gestiegenen Anforderungen der Hygienevorgaben.“

Samstag, 24. Oktober, 9.25 Uhr
Kirchen verschärfen Corona-Regeln für Gottesdienste
Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Fallzahlen haben die evangelische und die katholische Kirche in NRW ihre Regeln für den Gottesdienstbesuch verschärft. So gilt im Bistum Aachen ab sofort eine Maskenpflicht für Gottesdienstbesucher, wenn der Inzidenzwert vor Ort auf 35 steigt. Ab einer Inzidenz von 50 muss der Gemeindegesang deutlich reduziert werden.

Das Erzbistum Paderborn hat festgelegt: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50, muss die Zahl der Gottesdienstbesucher auf maximal 50 Prozent der normalen Kapazität der jeweiligen Kirche begrenzt werden. Die Empfehlung zum Verzicht auf Gesang bleibe bestehen.

Die drei evangelischen Landeskirchen in NRW haben ebenfalls ihre Regeln angepasst. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 tragen die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eine Mund-Nase-Bedeckung auch am Sitzplatz. Ab einer Inzidenz von 50 wird die maximale Teilnehmerzahl der Gottesdienstbesucher in Kirchen auf maximal 250 Personen festgelegt, außerdem wird auf Gesang verzichtet.

Samstag, 24. Oktober, 8.36 Uhr
NRW-Gefangene mit Coronavirus infiziert
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen 26 Häftlinge mit dem Coronavirus infiziert. 20 der 26 Gefangenen seien inzwischen wieder gesund, teilte das NRW-Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit (Stand: 22. Oktober). Von 65 positiv getesteten JVA-Mitarbeitern hätten 46 die Infektion überstanden. Einen größeren Ausbruch gab es in den Anstalten somit bislang nicht.

Samstag, 24. Oktober, 7.44 Uhr
Neue Höchstwerte bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen 14 714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10 000.

Insgesamt haben sich laut Angaben des RKI in Deutschland 418 005 Menschen mit dem Virus infiziert. 10 003 Menschen sind demnach seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 49 Mehr als am Vortag. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,23 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Freitag, 23. Oktober, 23.03 Uhr
Lauterbach fordert eine neue Strategie bei der Nachverfolgung
Da die Gesundheitsämter überlastet sind und bei der Nachverfolgung sämtlicher Kontakte eines Einzelfalls nicht mehr hinterherkommen, fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nur noch Clustermitglieder - also Mitglieder bestimmter Gruppen - zu kontaktieren.

Freitag, 23. Oktober, 22.33 Uhr
Cranger Weihnachtszauber wird auch ausfallen
Bis zuletzt hatten die Stadt Herne und der Veranstalter geplant, den größten Weihnachts-Themenmarkt Europas zu eröffnen. Für beide Seiten steht aber die Gesundheit im Vordergrund und so fiel die finale Entscheidung, den Markt abzusagen.

Jetzt lesen

Freitag, 23. Oktober, 21.54 Uhr
Bochumer Weihnachtsmarkt ebenfalls abgesagt
Der Inzidenzwert ist auch in Bochum über die 100 hinausgegangen. Die Stadt hat daher strengere Maßnahmen veranlasst. Darunter fällt auch die Absage des Weihnachtsmarktes. Weiterhin werde die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ausgeweitet, wie auf das "Uni-Center" und wichtige Straßen der Nebenzentren.

Freitag, 23. Oktober, 20.36 Uhr
Zur Corona-Nachverfolgung will NRW 800 befristete Stellen schaffen
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Städte und Gemeinden stärker bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten unterstützen. Nordrhein-Westfalen werde nicht nur rund 200 Landesbedienstete zur Unterstützung der Gesundheitsämter abstellen, sondern auch die Mittel für rund 800 Aushilfskräfte in Vollzeit bereitstellen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Freitag. Das Aushilfspersonal soll für bis zu sechs Monate bei der Corona-Bekämpfung helfen.

Freitag, 23. Oktober, 19.22 Uhr
Der Weg zur Herdenimmunität
Die ständig steigende Zahlen der Corona-Infektionen könnten vermuten lassen, dass die so genannte Herdenimmunität schon stark vorangeschritten ist. Wie es tatsächlich aussieht, zeigt eine Grafik.

Freitag, 23. Oktober, 18.43 Uhr
NRW verlängert das Schulbus-Programm
Die Bereitstellung von mehr Schulbussen soll dafür sorgen, dass die Schüler mehr Platz in den Bussen haben und dadurch auch den Abstand einhalten können. Ursprünglich sollten die Fördermittel nur bis zu den Herbstferien gelten. Die Landesregierung kann Schulträger und Landschaftsverbände nun bis Ende des Jahres unterstützen. Für das Projekt wurden 13,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Freitag, 23. Oktober, 16.30 Uhr

RKI-Panne: Mehr Neuinfektionen als gemeldet

Am Freitagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Dabei fehlten aber offenbar zahlreiche Fälle – Schuld war eine technische Panne. Wie groß die Datenlücke ist, zeigt sich laut RKI erst am Samstag.

Grund für die technische Panne sei nach Angaben des RKI ein vorübergehend defekter Server gewesen. Die fehlenden Daten würden am Freitag automatisch im Laufe des Tages mit übermittelt und erschienen dann morgen in der Publikation. „Wie groß die Datenlücke ist, kann sich erst dann zeigen“, ergänzte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.

Freitag, 23. Oktober, 15.58 Uhr
Regierungssprecher: Gesundheitsämter in mehreren Städten überlastet

Die Gesundheitsämter hatten zuletzt 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Viele der Einrichtungen sind inzwischen angesichts der Zahlen überlastet, wie nun auch Regierungssprecher Steffen Seibert sagt. Er mahnte die Bevölkerung zur strengen Einhaltung der Corona-Regeln: „Wir sind nicht machtlos.“

Regierungssprecher Steffen Seibert

Regierungssprecher Steffen Seibert © picture alliance/dpa


Freitag, 23. Oktober, 15.44 Uhr
Corona-Patienten aus den Niederlanden landen in NRW-Krankenhäusern

Zum ersten Mal in der zweiten Welle der Corona-Pandemie werden Patienten aus den Niederlanden in deutsche Kliniken verlegt. Ein Hubschrauber transportierte am Freitagmorgen einen Patienten in ein Krankenhaus nach Münster. Weitere Transporte zur Entlastung des Nachbarlands sind geplant.


Freitag, 23. Oktober, 15.01 Uhr

Sperrstunde für Spielhallen in Aachen gekippt

Das Verwaltungsgericht Aachen hat eine Corona-Auflage der Stadt gekippt, wonach „öffentliche Vergnügungsstätten“ um Mitternacht schließen müssten. Bei der Entscheidung erklärte das Verwaltungsgericht, dass das „gesellige Beisammensein“ in Spielhallen nur von untergeordneter Bedeutung sei. Spieler fokussierten sich ohnehin auf ihre eigenen Automaten und Spielhallen seien nach der Coronaschutzverordnung ohnehin verpflichtet, Schutz- und Hygienekonzepte zu befolgen. Gegen den Beschluss kann die Stadt Aachen nun Beschwerde am Oberverwaltungsgericht in Münster einlegen.

Freitag, 23. Oktober, 13.41 Uhr
Zahl der Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern steigt rasant

Die Zahl der Corona-Patienten in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern steigt stark an. Nach Zahlen der Landesregierung vom Freitag werden aktuell rund 1420 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt - vor einer Woche waren es noch 950, vor einem Monat rund 320. Auf der Intensivstation 275 Patienten lägen auf der Intensivstation, 148 von ihnen müssten beatmet werden. Die Kliniken sind den Angaben zufolge allerdings noch weit entfernt von ihrer Kapazitätsgrenze.


Freitag, 23. Oktober, 13.30 Uhr
FLVW möchte Saison im Amateurbereich fortsetzen

Der Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) bleibt bei seiner Einschätzung, dass das Risiko einer Infektion auf den Fußballplätzen „äußerst gering“ sei.

„Der Fußball ist nicht dafür verantwortlich, dass die Inzidenzwerte steigen. Es gibt bislang keine nachweisbaren Fälle, in denen sich Spielerinnen und Spieler untereinander auf dem Spielfeld angesteckt hätten“, betonte der für den Amateurfußball verantwortliche Vizepräsident Manfred Schnieders.



Freitag, 23. Oktober, 12.01 Uhr
Gericht weist Eilantrag gegen Maskenpflicht im Unterricht ab

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht abgelehnt. Zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg wollten das Verbot kippen. Das Gericht begründete seine Entscheidund damit, dass die Maskenpflicht ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Pandemie sei.


Freitag, 23. Oktober, 11.46 Uhr

Einige Weihnachtsmärkte in NRW könnten stattfinden

Die meisten Weihnachstmärkte wurde mittlerweile abgesagt. In vielen Städten wird hingegen noch gehofft. So sind in Dortmund, Essen, Bochum, Mühlheim, Gladbeck, Oberhausen und Wuppertal noch keine finalen Entscheidungen gefällt worden.

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Freitag, 23. Oktober, 11.35 Uhr
Testpflicht in Bayern für ausländische Pendler

Für Grenzpendler aus ausländischen Corona-Risikogebieten gilt demnach: Wer „regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten“, muss den Behörden unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien treffen. Tschechien, das europaweit zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten je 100 000 Einwohner zählt, gilt laut Robert Koch-Institut ebenso als Risikogebiet wie die direkt an Bayern grenzenden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg.

In Bayern gelten jetzt schärfere Regeln für ausländische Berufspendler.

In Bayern gelten jetzt schärfere Regeln für ausländische Berufspendler. © dpa


Freitag, 23. Oktober, 11.25 Uhr
Handballkreis Hellweg unterbricht laufende Saison

Im Handballkreis Hellweg hatten die Vereine die Wahl, ob sie die gerade erst angelaufene Saison fortsetzen oder unterbrechen wollen. Die Entscheidung fiel nun sehr eindeutig aus. Mit großer Mehrheit votierten die Vereine für eine Unterbrechung der laufenden Saison.

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Freitag, 23. Oktober, 11.14 Uhr
Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen erreichen Höchststand

In Nordrhein-Westfalen haben die Corona-Neuinfektionen einen Höchstwert erreicht. Das Landeszentrum Gesundheit NRW meldete dem Robert Koch-Institut am späten Donnerstagabend 2.740 Fälle. Damit überstieg der Wert den erst einen Tag alten Rekord um 117 Fälle.


Freitag, 23. Oktober, 10.18 Uhr
Freude über aufgehobene Reisewarnung für die Kanarischen Inseln

Spanien zählte zu den Ländern, die von der zweiten Corona-Welle zuerst und besonders hart getroffen wurden. Jetzt gibt es dort, fernab vom Festland vor der afrikanischen Küste aber einen Hoffnungsschimmer: Die Kanarischen Inseln wurden wegen sinkender Infektionszahlen wieder von der Risikoliste gestrichen.

Die Tourismusbranche wartet darauf schon seit Wochen. Entsprechend erleichtert fielen dort die Reaktionen aus. „Für einige Reisende werden damit Herbstferien noch gerettet“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Reisekonzerns TUI, Marek Andryszak.

Er kündigte für die nächsten zehn Tagen knapp 50 Hin- und Rückflüge aus Deutschland nach Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa an. Die Entscheidung der Bundesregierung heißt allerdings nicht, dass man den Weihnachtsurlaub unter Palmen ganz unbeschwert buchen kann.

Freitag, 23 Oktober, 9.21 Uhr

Drosten spricht sich für Ü50-Inzidenz aus

Der Virologe Christian Drosten hat sich dafür ausgesprochen, einen Ü50-Inzidenzwert einzuführen. Dieser benenne das Vorkommen von Infektionen in der Altersgruppe über 50 Jahren. Dieser Wert würde helfen, den Bedarf an Krankenhausbetten vorherzusagen.

Freitag, 23. Oktober, 8.30 Uhr

Kreis Coesfeld hat einen Inzidenzwert über 50

Nachdem der Kreis Coesfeld am Donnerstag bereits den Inzidenzwert von 35 überschritten hat, ist man jetzt nun auch über der kritischen Zahl 50 angelangt. Mit 56,2 ist man knapp darüber. Der Kreis muss nun härtere Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus treffen.

Freitag, 23, Oktober, 7.34 Uhr

Bundesliga steht in NRW vor Geisterspielen
Den Fußball-Bundesligisten und anderen Proficlubs in Nordrhein-Westfalen drohen weitere Geisterspiele. Bei bundesweiten Teamsportwettbewerben sollen Zuschauer komplett ausgeschlossen werden, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Austragungsort bei mehr als 35 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt. Das stellte das Landesgesundheitsministerium von NRW klar, wie das „Westfalen-Blatt“ (Freitag) berichtet.

Bislang ließen die Behörden auch bei einem Inzidenzwert über 35 meist noch 300 Zuschauer zu den Spielen zu. Bei der aktuellen Infektionslage in NRW würde diese Verordnung die Heimspiele aller NRW-Mannschaften der 1. Bundesliga betreffen.


Freitag, 23. Oktober, 7 Uhr

Reisewarnung für die Kanaren aufgehoben

Das Auswärtige Amt hat die Kanaren von seiner Liste von Risikogebieten gestrichen. Damit ist ein Urlaub auf den spanischen Inseln wieder ohne anschließende Quarantäne oder einem Corona-Test wieder möglich. Bereits für kommende Woche haben die Airlines über 70 Flüge geplant.

Die Kanarischen Inseln gehören zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen im Winter. Ab Samstag gelten sie nicht mehr als Risikogebiet.

Freitag, 23. Oktober 6.02 Uhr

Erneut mehr als 11.000 Neuinfektionen

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutswurden wurden am Vortag deutschlandweit 11.242 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt. Die Zahl liegt nur knapp unter dem Spitzenwert von 11.287 Fällen vom Donnerstag.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Freitag, 23. Oktober, 5.25 Uhr

Weltärzte-Präsident für Lockdown ab 20.000 Corona-Infektionen am Tag

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hält einen neuen Lockdown für notwendig, wenn die Zahl der Neu-Infektionen auf 20.000 am Tag ansteigt. „Bei 20.000 Neuinfektionen am Tag gerät die Lage außer Kontrolle. Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt“, sagte Montgomery der 2Rheinishcen Post.“

Als weitere Maßnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen, sieht der 68-Jährige eine Ausweitung der Maskenpflicht: „Eine bundesweite Maskenpflicht für alle Schulen, etwa ab Klasse drei, kann helfen, Schulschließungen zu verhindern.“


SCHUTZ VOR CORONAVIREN

Generell gelten zum Schutz vor Coronaviren dieselben Maßnahmen, die zurzeit bei Grippewellen sowieso angeraten sind.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, nicht in die Faust oder Handfläche
  • Umarmungen und Händeschütteln einschränken
  • Die Hände sollten regelmäßig mindestens 20 Sekunden und mit Seife gewaschen werden
  • Deutschlandweit ist eine Hotline für besorgte Bürger eingerichtet: 030 9028-2828. Der Notruf 112 soll für Notfälle nicht blockiert werden.
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Weniger Freunde treffen, früher Kehraus aus der Kneipe und Maske tragen - Corona schnürt Bewegungsspielräume und Vergnügungen immer mehr ein. In NRW gelten neue Beschränkungen.