Corona-Selbsttest: Wo bekommt man die Tests noch vor Ostern?

Coronavirus

Wer sich vor Ostern noch einen Selbsttest sichern will, wird im Geschäft oder auch online oftmals leer ausgehen. In einigen Läden und Onlineshops werden Kunden aber noch fündig.

29.03.2021, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Nachfrage ist höher als das Angebot: Viele Corona-Selbsttests sind vergriffen oder werden zu extrem hohen Preisen angeboten.

Die Nachfrage ist höher als das Angebot: Viele Corona-Selbsttests sind vergriffen oder werden zu extrem hohen Preisen angeboten. © picture alliance/dpa/dpa-tmn

22 verschiedene Hersteller haben inzwischen eine Sonderzulassung erhalten, zahlreiche Discounter, Apotheken sowie Drogerie- und Onlinemärkte werben mit ihnen: Corona-Selbsttests sind inzwischen bei vielen Anbietern erhältlich. Doch vor den kommenden Osterfeiertagen könnte es sich als schwierig erweisen, im Markt oder online die Tests zu ergattern. Denn die Nachfrage übersteigt das Angebot.

Selbsttests in Online-Shops noch vereinzelt verfügbar - aber teils extrem hohe Preise

Bei Amazon werden nur vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassene Corona-Selbsttests angeboten, jedoch waren am Montag keine mehr zu haben. „Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Verkaufspartnern intensiv daran, die Verfügbarkeit von Selbsttests für unsere Kundinnen und Kunden sukzessive zu erhöhen“, sagte ein Amazonsprecher dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Wer sich online nach Corona-Selbsttests umschaut, wird jedoch noch bei anderen Anbietern fündig. Unter anderem in den Shops Schutzmaske24, Meddax24 und Hydi sind die Tests noch verfügbar – allerdings zu extrem hohen Preisen. Denn einzelne Selbsttests sind entweder nicht mehr verfügbar oder werden nicht angeboten.

Verfügbar sind größtenteils nur Packungen mit 25 oder mehr Stücken, die teils über 200 Euro kosten. Die Preise pro Stück liegen bei bis zu 10 Euro – und sind somit deutlich höher als bei Discountern und Drogerien. Verbraucher können online noch bei den Lebensmittellieferdiensten Gorillas und Flink fündig werden: In Hamburg lieferten die Shopping-Apps die Selbsttests von Lyher und Hotgen am Montagvormittag innerhalb von zehn Minuten nach Hause, so das Versprechen.

Corona-Selbsttests bei Discountern schnell vergriffen

Unter anderem beim Discounter Kodi sind die Selbsttests aktuell noch verfügbar – zumindest online. Zum Preis von 4,86 Euro pro Stück sind die Tests vom Hersteller Hotgen erhältlich. Bei Lidl gibt es die Schnelltests grundsätzlich preiswert zu kaufen: Online kostet ein Fünferpack des Herstellers Boson 21,99 Euro. Im Onlineshop sind die Schnelltests aktuell nicht erhältlich, jedoch seien sie bald wieder verfügbar, teilt Lidl auf seiner Website mit.

Auch in den Märkten könnten sie schnell vergriffen sein. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Selbsttests dauerhaft im Onlineshop und darüber hinaus in den Filialen anbieten zu können“, betonte eine Sprecherin gegenüber dem „Handelsblatt“. Auch bei Aldi Nord und Süd hieß es dem „Handelsblatt“-Bericht zufolge, dass es nicht ausgeschlossen werden könne, dass Corona-Selbsttests vereinzelt kurzzeitig vergriffen seien.

Drogeriemärkte: Verfügbarkeit von Corona-Selbsttests lässt sich online prüfen

Bei den Drogerien sind die Selbsttests nur noch vereinzelt verfügbar. Müller kann die Corona-Selbsttests des Herstellers Boson aktuell nicht liefern. Auf der Homepage der Drogeriemarktkette ist die einzige Option, eine Packung in einer Filiale abzuholen. Jedoch werden als mögliche Abholtermine primär Zeiten nach Ostern vorgegeben, nur in wenigen Märkten ist die Abholung noch vor Ostersonntag möglich.

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Bei dm werden grundsätzlich die Tests von den Herstellern Lyher, Hotgen und Boson angeboten. Die letzteren beiden sind auch in den Märkten erhältlich. Online gibt es aktuell keine Selbsttests mehr zu kaufen – und auch in den Filialen sind sie laut der Marktsuche auf der dm-Website nur vereinzelt noch verfügbar. Auch Rossmann bietet die Selbsttests dieser drei Hersteller an. Online sind sie jedoch ausverkauft. In einzelnen Märkten könnten sie ebenfalls schnell vergriffen sein, wie das Unternehmen dem „Handelsblatt“ mitteilte.

Apotheken: Corona-Selbsttests deutlich teurer

Apotheken sind für viele Menschen nicht die erste Wahl, wenn es um Corona-Selbsttests geht. Denn die dort verkauften Laientests liegen mit Preisen von bis zu acht Euro deutlich über den von Discountern und Drogeriemärkten. Jedoch könnten Kunden in Apotheken noch fündig werden: Der Pharmahändler Noweda sagte dem „Handelsblatt“, dass man aktuell noch ein halbes Dutzend Selbsttests im Angebot habe. Auch im Netz sind die Selbsttests einiger Anbieter erhältlich: Unter anderem bei Aponeo und Shop Apotheke. Jedoch sind größtenteils nur große Packungen zu entsprechend hohen Preisen verfügbar.

RND/bk

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