Maskenpflicht in NRW bleibt weiterhin bestehen

Corona

Die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW werden um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 15. Juli 2020 verlängert. Das teilte die Landesregierung am Montag mit.

NRW

29.06.2020, 15:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Maskenpflicht in NRW wird verlängert.

Die Maskenpflicht in NRW wird verlängert. © picture alliance/dpa

Dazu gehört unter anderem die Maskenpflicht für bestimmte Bereiche. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum nur zehn Menschen treffen, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten wird.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beurteilt die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen trotz des massiven Ausbruchs bei Tönnies optimistisch. Die Lage sei so gut „wie es sich vor Wochen keiner vorstellen konnte“, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf.

Jetzt lesen

In Nordrhein-Westfalen gebe es aktuell noch 3881 Infizierte. Von ihnen seien 232 im Krankenhaus, 75 würden auf einer Intensivstation behandelt. Es werde aber immer wieder ein Aufflammen der Pandemie „an der einen oder anderen Stelle“ geben, warnte Laumann. Deshalb sei es wichtig, dass bei Infektionen die Nachverfolgung der Kontaktpersonen funktioniere.

Laschet weist Kritik zurück

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die anhaltende Kritik der Opposition an seinem Krisenmanagement in der Corona-Krise zurückgewiesen. Bei einem Lockdown wie nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies würden die fundamentalen Grundrechte von Hunderttausenden Menschen eingeschränkt. Da dürfe man „nicht in Schnellschüssen Entscheidungen fällen, wie sie leider im parteipolitischen Wettbewerb in diesen Tagen immer wieder gefordert werden“, sagte Laschet am Montag in Düsseldorf.

„Wer Grundrechte einschränkt, muss sich das sehr genau überlegen und auch sehr genau begründen können, warum er das tut. Und deshalb mein Appell an alle, dies nicht zum parteipolitischen Spielfeld zu nutzen“, sagte der Ministerpräsident.

Zuletzt hatte unter anderem SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil Laschet vorgeworfen, er habe nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies „viel zu zaghaft und langsam reagiert“.

dpa/lnw

Lesen Sie jetzt