Corona-Fall in Nordkirchen: Stresstest für den FC Nordkirchen

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Der FC Nordkirchen musste am Wochenanfang auf einen Corona-Fall im Vereinsumfeld reagieren. Weitere positive Tests gab es aber nicht. Das Beispiel zeigt, wie schnell ehrenamtlich geführte Vereine handeln müssen.

Nordkirchen

, 29.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang der Woche gab es wieder einen Corona-Fall in Nordkirchen. Der versetzte auch den FC Nordkirchen in Aufregung. Denn zum ersten Mal war eine Person aus dem direkten Vereinsumfeld infiziert. Ein Stresstest für den Verein.

David Handrup, Fußballchef des FC Nordkirchen und Hygienebeauftragter des Vereins, ist sich sicher, dass das Coronavirus den Amateurfußball weiter in Atem halten wird. Regelmäßige Spielausfälle in der am 6. September beginnenden Saison - sei es nur wegen eines Verdachts - hält Handrup für wahrscheinlich. „Wir werden damit noch eine Weile zu tun haben“, sagte Handrup.

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Anfang der Woche hatte der FC Nordkirchen selbst mit einem Fall zu tun. Aus dem familiären Umfeld eines Spielers hatte sich eine Person vermutlich im Urlaub infiziert. Die erkrankte Person, die nicht wusste, dass sie das Coronavirus in sich trägt, war am Sonntag sogar am Rande des 5:0-Sieges gegen den BV Brambauer am Platz zugegen. Was tun?

Nicht jeder musste sich testen lassen

„Ich habe am Montagabend telefonisch von dem Fall erfahren. Am Dienstagmorgen habe ich dann direkt das Gesundheitsamt informiert und gefragt, was zu tun ist“, erklärte Handrup das Vorgehen des Vereins. Eine vollständige Liste der anwesenden Personen, die der FC Nordkirchen führt, habe die Behörde in Coesfeld nicht verlangt. „Alle Personen, die 15 Minuten Kontakt mit der infizierten Person hatten, mussten sich aber testen lassen“, sagte Handrup.

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Anders hätte das wohl ausgesehen, wenn der Spieler selbst einen positiven Test gehabt hätte. Wenn ein Infizierter sich innerhalb eines geschlossenen Raumes, etwa der Spielerkabine, aufgehalten hätte, wäre dann wohl der gesamte Bezirksliga-Kader getestet worden. So beschränkten sich aber die Tests auf einen kleinen Kreis. Der Spieler, dessen Test negativ gewesen sei, befinde sich dennoch in vorsorglicher Quarantäne.

Neue Fälle wurden seitdem nicht bekannt. „Das Gesundheitsamt hat uns auch mitgeteilt, dass wir normal weitermachen konnten“, sagte Handrup, „aber auf einmal bist du mittendrin.“ Die Pressestelle des Gesundheitsamtes war am Freitagnachmittag nicht mehr erreichbar.

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