Chargesheimer blickte ins Herz des Reviers

Ruhr Museum

Den Kern des Ruhrgebiets einzufangen, das war das Ziel des Schriftstellers Heinrich Böll und des Fotografen Karl-Heinz Hargesheimer, besser bekannt als Chargesheimer. Das Ruhr Museum zeigt in der Ausstellung „Chargesheimer. Die Entdeckung des Ruhrgebiets“ Bilder des Fotografen, darunter viele noch nie veröffentlichte.

ESSEN

, 23.05.2014, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ausstellung zeigt das Ruhrgebiet und seine Menschen in vielen Facetten.

Die Ausstellung zeigt das Ruhrgebiet und seine Menschen in vielen Facetten.

Für das Buch „Im Ruhrgebiet“ fotografierte der gebürtige Kölner Chargesheimer im gesamten Revier. Mit Böll war er 1957 überall im „Kohlenpott“ unterwegs. Ins Buch schaffte es nur ein Bruchteil von Chargesheimers Fotografien. 1500 Negative liegen im Rheinischen Bildarchiv.Sechs Themenbereiche 150 dieser bislang unveröffentlichten Werke zeigt die Schau, plus 50 Bilder aus dem Buch. Die 200 Fotografien sind in sechs Themenbereiche unterteilt: Stadt, Arbeit, Wohnen, Freizeit und Menschen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Ausstellung Chargesheimer

Die Ausstellung "Chagesheimer. Die Entdeckung des Ruhrgebiets" im Ruhr Museum auf der Essener Zeche Zollverein zeigt viele Bilder, die der Fotograf vom Revier gemacht hat, einige davon noch nie veröffentlicht. In unserer Fotostrecke geben wir einen Einblick in die Schau.
23.05.2014
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Die Ausstellung zeigt Fotos zu vielen Themenbereichen.© Foto: Carsten Christian
Böll hat viele seiner Eindrücke über das Revier niedergeschrieben.© Foto: Carsten Christian
Manchmal sind Bölls Worte scharf, ...© Foto: Carsten Christian
... oft sind sie einfühlsam.© Foto: Carsten Christian
Das Ruhr Museum bietet eine spannende Kulisse.© Foto: Carsten Christian
Ein Blick in die Geschichte des Reviers.© Foto: Carsten Christian
200 Bildbände über das Ruhrgebiet zeigt die Schau.© Foto: Carsten Christian
Frauenarbeit wird ebenfalls thematisiert.© Foto: Carsten Christian
Chargesheimer hielt die Seele der Region fest.© Foto: Carsten Christian
Unterwegs mit dem Zweirad.© Foto: Carsten Christian
Spaß auf der Kirmes© Foto: Carsten Christian
Wer sich Zeit nimmt, kann auf den Fotografien viel entdecken.© Foto: Carsten Christian
Das Buch "Im Ruhrgebiet" liegt zum Betrachten auch aus.© Foto: Carsten Christian
Auch Chargesheimer selbst (l.) und Heinrich Böll (Mitte) sind zu sehen.© Foto: Carsten Christian
Das Thema Fußball darf natürlich nicht fehlen.© Foto: Carsten Christian
Dokumente der Industriegeschichte.© Foto: Carsten Christian
Kuratorin Stefanie Grebe vor einem ihrer Lieblingsbilder.© Foto: Carsten Christian
Die Fotos verdeutlichen den Charme des Reviers.© Foto: Carsten Christian
Menschen haben Chargesheimer besonders interessiert.© Foto: Carsten Christian
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Die Kategorien gliedern sich wiederum in Unterthemen, zum Beispiel Frauenarbeit, Taubenzüchter und Bergbau.

Wandel der Region Die Einteilung verdeutlicht, dass Besucher mehr als rauchende Schlote sehen. Überhaupt zeigen die Momentaufnahmen das Revier nicht nur als Industrie-Hochburg.

Der Wandel der Region wird, wenn auch leise, angedeutet. Menschen verbringen ihre Freizeit beim Sport oder auf der Kirmes.Ruhrgebiets-Nostalgie  „Viele ärgerten sich damals, dass jemand, der nicht aus dem Ruhrgebiet kommt, ein Bild des Reviers zeigen wollte. Aber dieser Blick von Außen tut den Bildern gut“, so Kuratorin Stefanie Grebe. Mit ihrem Buch gaben Chargesheimer und Böll den Anstoß für viele weitere Bildbände zum Ruhrgebiet. Die Schau zeigt 200 von ihnen und stellt sie Chargesheimer gegenüber.

Ruhrgebiets-Nostalgie macht einen großen Teil des Charmes der Schau aus. Das wird deutlich, als Museumsdirektor Heinrich Theodor Grütter über ein Bild spricht, auf dem vier Jungs vor Industriekulisse Straßenfußball spielen: „Da geht einem das Herz auf.“

Ruhr Museum auf Zeche Zollverein: „Chargesheimer“, 26.5. (Eröffnung 16 Uhr) - 18.1.2015, Gelsenkirchener Straße 181, Mo-So 10-18 Uhr, Katalog 29,80 Euro.

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