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Viel Getöse um die Spitze

CASTROP-RAUXEL Der Berg kreißte - und gebar ein Mäuslein. Der Hick-Hack um die Doppelspitze beim Stadtbetrieb EUV soll zumindest für die Gebührenzahler keine Konsequenzen haben.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 22.11.2007
Viel Getöse um die Spitze

Wolfgang Helsper (CDU).

"Vielmehr", verdeutlichte Bürgermeister Johannes Beisenherz bei der von der CDU beantragten Sondersitzung des Verwaltungsrates, "geht es darum, die Interessen des Unternehmens Stadtbetrieb zu wahren." Die auf den beiden Säulen Effizienz der Aufgabenwahrnehmung und Wirtschaftlichkeit beruhten. Wie berichtet, steht Rot-Grün für eine Verschlankung und will die Doppelspitze abschaffen.

Für die Christdemokraten nicht nachvollziehbar, die das Vier-Augen-Prinzip auch auf Vorstandsebene gewahrt wissen wollen. (CDU): "Ich höre das Argument Verschlankung, aber ich kann es nicht sehen." EUV-Chef Michael Werner vertröstete auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung, gab aber immerhin zu verstehen, dass es bei der Neuorganisation vor allem um Richtlinienkompetenz gehe. Bei der vorgestellten neuen Satzung, über die der Verwaltungsrat am 5. Dezember, also einen Tag vor der entscheidenden Ratssitzung zu befinden hat, vermissten CDU wie FWI die Organisationsstruktur beim Stadtbetrieb.

Bürgermeister Beisenherz: Lüge

"Die ist ja da, und wird dem Grundsatz nach gar nicht verändert", erklärte Beisenherz, der sich scharf gegen spekulative Vorwürfe der FWI im Vorfeld wehrte, die den Chef des Verwaltungsrates als potenziell operativ tätigen Stellvertreter des EUV-Vorstands wähnte - gegen Honorierung. "Eine bewusst in den Raum gesetzte Lüge", unterstrich Beisenherz. Falls notwendig, kann der Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium des EUV einen Stellvertreter für den Vorstand bestellen, so in etwa die Diktion in der neuen Satzung.

Der Wirtschaftsplan für das neue Jahr, ließ Werner wissen, enthalte keine zusätzlichen Personalkosten, perspektivisch werde es Stellenneubewertungen bei Neubesetzungen geben, zumal in diesem Jahr zwei Ressortleiter ausgeschieden sind. "Das operative Geschäft ist organisiert", betonte Werner. Und zwar auch im Falle seiner Abwesenheit. Auf der ersten Sitzung des Verwaltungsrates im Februar 2008 soll der Geschäftsverteilungsplan vorgestellt werden.

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