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Spiel und Spaß mit Abfall

ICKERN Ihren eigentlichen Dienst tun die Töpfe, Pfannen, Bleche und Röhren im Musikraum der Marktschule Ickern längst nicht mehr. Aber sie haben auch noch nicht ausgedient – schließlich kann man auf ihnen wunderbar Musik machen.

von Von Julia Grunschel

, 28.11.2007

Schön schiefe Musik vor allem. Das haben die Schüler der Drachenklasse in weniger als fünf Minuten herausgefunden. Beste Voraussetzungen also, um in nicht ganz einer Unterrichtsstunde zum „Schrott-Orchester“ zu werden. Besser gesagt: zu einem von vielen. Denn am gestrigen Projekttag „Müll“, den die Schule im Zuge der Bewerbung als „Agenda-21-Schule“ auf die Beine stellte, bildete Musiklehrerin Eva Osadolor gleich mehrere Klassen an den ungewöhnlichen Instrumenten aus. „So sehen sie, dass nicht alles weggeworfen werden muss und man auch mit den alten Sachen Musik machen kann“, erklärt Eva Osadolor.

CD-Engel Im Klassenraum der 4c wird derweil fleißig gebastelt. Von den Fensterbänken grüßen bereits Nikoläuse und Elche aus Toilettenpapierrollen und Plastikflaschen. Joline Grein befestigt vier Pfeifenreiniger an zwei alten CDs. „Wir basteln Engel“, deutet das Mädchen auf einen fertigen Kopf aus Pappe und die bereit liegenden Haare aus goldenem Lametta. Als Füße und Hände dienen Holzperlen. Klassenlehrerin Mechthild Bokai gehen die kreativen Ideen zur Resteverwertung nicht aus: Aus Stücken von Gymnastikstäben, die längst ausrangiert sind, sollen auch noch Holznikoläuse gebastelt werden.

Vermeiden und Sortieren Bekanntschaft mit einem Müllwagen macht die Klasse 2c auf dem Schulhof. Der EUV hat den Wagen geschickt, schließlich unterstützt und fördert der Entsorgungsbetrieb Projekttage wie diesen. „Unsere Ziele sind nun einmal: Abfall vermeiden und Müll richtig sortieren“, erklärt Abfallberater Jürgen Tide, der sich mit einem Infomobil direkt neben den Müllwagen und den Schuleingang platziert hat. „Über solche Aktionen erreichen wir auch die Eltern“, ist sich Tide sicher.

Radschläuche In der Sporthalle kämpft sich Klasse 3b durch einen Müllparcours. Während die einen in grauen Säcken durch die Gegend hüpfen, spielen die anderen Handball mit einem Abfallbeutel. Im „Ringe werfen“ versucht sich Dino Coric – aber natürlich nicht auf die herkömmliche Art. Mit einem Radschlauch bemüht sich der Achtjährige Eierkartons zu treffen: „So macht Sport auch Spaß. Das ist mal ‘was ganz anderes.“ Und auch Rektorin Ute Lüdke ist zufrieden: „Wir wollten mit diesem Tag unsere Aktionen zum Thema Müll bündeln – die Schüler machen begeistert mit.“

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