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Singen im Angstraum

CASTROP Die Wege in die City sollen akzentuiert, die zehn Eingänge zur Altstadt durch Aktionen und Lichtinstallationen auffällig gestaltet werden. Unter dem Motto „Stadt//Finden - Die Altstadt macht mobil“ bewirbt sich die Stadt Castrop-Rauxel jetzt erneut um Fördergelder der bekannten Landesinitiative „Ab in die Mitte“.

von Von Peter Wulle

, 19.11.2007
Singen im Angstraum

Die Castroper Altstadt.

Vom 30. August bis 14. September 2008 sollen mehrere Veranstaltungen die Bürger in die Altstadt locken. Durch zehn „Lichttore“ sollen sie etwa zum „Night-Shopping“ in die City gelangen. Eine besondere Inszenierung soll an der Oberen Münsterstraße stattfinden. Die dortige Unterführung unter dem Altstadtring hindurch ist eine der wichtigsten Zugangsmöglichkeiten für Fußgänger in die Altstadt. Gleichzeitig ist sie ein klassischer Angstraum. Neben der Lichtkunst sollen Castrop-Rauxeler Chöre, so die Idee, die Unterführung als Klangraum inszenieren („Licht-Klang-Intervention“) und ihr so das unheimliche Flair nehmen.

Bessere Wahrnehmung Ziel des geplanten „Ab in die Mitte“-Programms ist es, eine bessere Wahrnehmung der Stadteingänge zu erzielen. „In den 70-er Jahren“, so heißt es in der städtischen Bewerbung, „wurde rund um die Castroper Altstadt ein Straßenring erstellt, der die Innenstadt vom Verkehr entlasten sollte. Heute hat dies zur Folge, dass der unkundige Autofahrer an der Altstadt vorbeigeleitet wird und die Stadteingänge nicht wahrnimmt.“

Mobilisierungsprojekt Eine zentrale Idee der Bewerbung ist daher ein groß angelegtes „Mobilisierungsprojekt“, mit dem die Bürger in den Stadtteilen gezielt dazu eingeladen werden, die Altstadt mit allen erdenklichen Fortbewegungsmitteln zu besuchen. In der Altstadt soll sie dann ein von den Vereinen der Stadtteile ausgerichtetes Kultur- und Sportfest erwarten. Verbunden ist damit auch das Ziel, die Bürger aus den Vororten ins Stadtzentrum zu holen. „Bisher fehlt eine geeignete Strategie zur stärkeren Vernetzung der Altstadt mit den Stadtteilen und seinen Bewohnern“, heißt es in der Bewerbung. 40 000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. 60 Prozent soll das Land und 10 Prozent der Cityring übernehmen.

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