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Mitte Mai soll's Klarheit geben

Schulentwicklungsplan

SPD und Grüne wollen bereits heute im Koalitionsausschuss eine Einigung über die künftige Schullandschaft erzielen und ihr Konzept nach Rückkoppelung mit der Schulaufsicht Mitte Mai öffentlich präsentieren.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 05.05.2011
Mitte Mai soll's Klarheit geben

Özlem Tastan mit Tochter Zeypan

Das versicherte SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion. „Rot-Grün wird die Karten Mitte Mai komplett auf den Tisch legen. Das gilt sowohl für die Grundschulen als auch für die Sekundarstufen I“, sagte er. Gleichzeitig hielt er den Oppositionsfraktionen für die nächste Interfraktionelle Runde am 1. Juni jedoch noch Türen offen: „Ich sage das ganz deutlich: Wir werden dort gucken, ob es auch bei den anderen noch gute Ideen gibt, die man einbauen kann. Wir sind ja nicht betriebsblind und haben auch nicht die Weisheit mit den Löffeln gefressen.“

Molloisch äußerte sich wenige Stunden nach einer Veranstaltung in der Grundschule Grüner Weg am Dienstag Abend. Dort hatten auf Einladung des Elternarbeitskreises Schulentwicklung Schuldezernentin Petra Glöß und Bereichsleiter Volker Hilgenstock noch einmal ausführlich zu den Verwaltungsplänen in Bezug auf die Schulentwicklung Stellung bezogen. Hilgenstock bekräftigte gestern indirekt die Haltung der Verwaltung, künftig keine einzügigen Grundschulen mehr zulassen zu wollen. Demgegenüber ließ Molloisch durchblicken, dass die SPD entgegen den Empfehlungen des Schulentwicklungsplanes bestrebt sei, den Standort weiter zu erhalten. Er folgte damit den Argumenten des Elternkreises, dass einzügige Schulen mit hoher pädagogischer Qualität sehr wohl vertretbar seien.

Nachdrückliche Unterstützung für einen Erhalt der Grundschule Grüner Weg kommt unterdessen auch aus der türkisch-stämmigen Bevölkerung. Özlem Nastan, stellvertretende Klassenpflegschaftsvorsitzende des vierten Schuljahres und Sprecherin der türkischen Mütter, wendet sich ausdrücklich gegen eine „Schließung oder Benachteiligung unserer Schule“. Die Grundschule, so die Obercastroper Mutter zweier Kinder, verkörpere an diesem Standort mit hoher türkischer Bevölkerungsstruktur die einzige Möglichkeit, „sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.“

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