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Mißfelder und die Raupe

CASTROP-RAUXEL "Ne, meine Frau erlaubt mir auch nicht, jeden Tag Nutella zu essen", erzählte Philipp Mißfelder gestern den wissbegierigen Knirpsen im Kindergarten Mikado.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 23.11.2007

Der junge CDU-Bundestagsabgeordnete las gestern wie andere Promis auch Kindern vor. Beim bundesweiten Vorlesetag von ZEIT und Stiftung Lesen.

Im vergangenen Jahr las Mißfelder in Recklinghausen vor, im nächsten Jahr will er Station in Waltrop machen, das Familienzentrum an der Bodelschwingher Straße hatte ihm die örtliche CDU empfohlen. "Wenn man jeden Tag Nutella isst, sieht man aus wie die Raupe Nimmersatt", klärte Mißfelder die Kinder auf, die dem Parlamentarier vertrauensvoll auf die Pelle rückten.

 "Kleine Raupe"

Mißfelder las aus der "kleinen Raupe" und bemühte dann noch die guten, alten Gebrüder Grimm mit den Bremer Stadtmusikanten. Und bekam selbst auch so eine Art Märchen aufgetischt. Bratwurst habe es zum Frühstück daheim gegeben, erzählt ein selbstbewusster junger Mann. Konstantin hat ein Schweineohr und zwei Fruchtzwerge verdrückt. Die kennt der Mißfelder auch. Und Karies und Baktus, die unliebsamen Besucher, die Kinder plagen, wenn sie nur Nutella essen und die Zähne nicht putzen.

Nebenbei bekommt der Abgeordnete einen kleinen Einblick in die Arbeit des Mikados, natürlich ist ihm aufgefallen, dass auch verschleierte Frauen ihre Kinder bringen. "Klappt das hier denn mit der Einbeziehung?", will Mißfelder wissen. Ja, auf Schwerin funktioniere das nach mühseliger Kleinarbeit gut, berichtet eine Mitarbeiterin. Claudia Berg, die Leiterin der Einrichtung, muss los. Mit dem Jugendamt geht es ums Thema Frühwarnsystem.

Die entsetzliche Nachricht vom Tod der fünfjährigen Lea-Sophie im ostdeutschen Schwerin ist auch an der Bodelschwingher Straße ein Thema. Mißfelder: "Das zeigt, wie wichtig es ist, das Geld ganz am Anfang auszugeben."

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