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Kesselhaus steht noch

RAUXEL Auf dem Gelände des Kraftwerks Rauxel erinnern nur noch das Maschinen- und das Kesselhaus an den ehemaligen Block 1. Während die Abrissbirne bereits in das Maschinenhaus schlägt, werden am Kesselhaus die Fassadenplatten demontiert.

von Von Julia Grunschel

, 09.11.2007
Kesselhaus steht noch

<p>Der Schornstein in Rauxel ist nur noch von Kessel- und Maschinenhaus (unten links und rechts) umgeben. Neubauer</p>

"In den nächsten drei Wochen läuft der Rückbau der Gebäudestruktur, alle anderen oberirdischen Gebäude wurden bereits planmäßig zurückgebaut", sagt Sabine Weichelt von der E-ON-Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören die Kohleverladung, die Rauchgasreinigungsanlagen von Block 1 und 2, das Verwaltungsgebäude sowie einige Nebenanlagen.

Sechs Stellen

Für den Rückbau der Gebäude waren vorher alle im Gebäude verwendeten Materialien wie Kunststoffe, Kupfer, Glas oder Holz voneinander getrennt worden, um sie separat weiter zu verwerten bzw. zu entsorgen. Gleich vor Ort werden Beton und Mauerwerk recycelt. Dafür brechen Hydraulikzangen das Material vor, mobile Brecheranlagen zerkleinern es dann weiter. Bis zur Wiederverwendung, beispielsweise zur Geländeprofilierung, wird das Recyclingmaterial zwischengelagert.

Was die Sprengung des 230 Meter hohen Schornsteins anbelangt: im Frühjahr 2008 soll der Schlot, der wegen Bergsenkungsgefahr auf einem Dreibein errichtetet wurde, gesprengt werden.

Vorher müssen aber noch sechs Verdachtsmomente überprüft werden, die auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg schließen lassen. Bei der Auswertung alter Luftbilder war der Kampfmittelbeseitigungsdienst auf die möglichen Blindgängerstellen gestoßen. "In der übernächsten Woche treffen sich alle Beteiligten vor Ort zum Vorgespräch und zur Vorbegehung", kündigt Dieter Gerth vom Ordnungsamt an.

Beratung über Termin

Das Team geht dann die verdächtigen Stellen ab, um zu schauen, was vorab vielleicht noch aus dem Weg geräumt werden muss. Außerdem wird über einen Termin beraten, an dem mit der Räumung begonnen werden kann. "Pro Punkt brauchen wir zwei bis drei Tage", sagt Dieter Gerth, "bei sechs Punkten macht das zwei bis drei Wochen." Ob der Einsatz noch in diesem Jahr über die Bühne gehen kann, ist derzeit noch nicht klar.

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