Bund beschließt Neuregelung von Adoptionen - mehr Rechte für Herkunftseltern

Familie

Mit einem Adoptionshilfegesetz sollen Adoptionen in Deutschland nach neuen Regeln vollzogen werden. Neben einer besseren Beratung sind auch mehr Rechte für die Herkunftseltern vorgesehen.

Berlin

28.05.2020, 19:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Bundestag hat sich auf eine Neuregelung von Adoptionen geeinigt.

Der Bundestag hat sich auf eine Neuregelung von Adoptionen geeinigt. © picture alliance/dpa

Die Adoption von Kindern wird umfassend neu geregelt. Das sogenannte Adoptionshilfegesetz, das der Bundestag am Donnerstag verabschiedet hat, sieht unter anderem eine bessere Beratung von Adoptivfamilien und mehr Rechte für die Herkunftseltern vor. Gleichzeitig werden Auslandsadoptionen auf eigene Faust grundsätzlich verboten. Die Reform sei „ein wichtiger Schritt, um Familien bei der Adoption besser zu begleiten“, sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss nach dem Bundestag allerdings auch noch der Bundesrat zustimmen.

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 3733 Kinder adoptiert. Mit dem neuen Gesetz haben Adoptiveltern künftig auch nach der Adoption einen Rechtsanspruch auf Beratung. Im Vorfeld von Stiefkindadoptionen ist sogar eine Pflichtberatung vorgesehen.

Die Herkunftseltern, die ihr Kind zur Adoption freigegeben haben, erhalten einen Anspruch auf Informationen aus der Adoptionsfamilie, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Ausdrücklich verboten ist es in Zukunft, Kinder im Ausland zu adoptieren, wenn dieses Verfahren nicht durch eine offizielle Adoptionsvermittlungsstelle begleitet wird.

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