Borkenkäfer sind eine Plage

08.08.2019, 17:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Petra Berkenbusch

Dorsten. Sie sind klitzeklein, aber fallen in Milliardenstärke über unsere Wälder her: Borkenkäfer. Die Käfer legen ihre Brut an Fichten zwischen Rinde und Holz ab und vermehren sich explosionsartig, wenn die äußeren Bedingungen stimmen.

Gesunde Bäume wehren sich gegen die Käfer, indem sie sie mit Harz umhüllen, in dem das Insekt stirbt. Stürme und vor allem die trockene Hitze des vorigen Sommers haben die Bäume jedoch geschwächt, während der milde Winter den Borkenkäfern das Überleben leicht gemacht hat. Jetzt ist es wieder heiß und sehr trocken, und die Fichten haben fast gar keine Überlebenschance mehr.

Die Revierförster sind davon überzeugt, dass es in zwei bis drei Jahren keine Fichten mehr geben wird. Dann ist es allerdings auch für den Borkenkäfer vorbei, weil sein Lebensraum wegfällt.

Fichten werden meist zu Bauholz verarbeitet. Weil so viele von ihnen gefällt werden müssen, gibt es derzeit mehr Holz, als die Sägewerke verarbeiten können. Deshalb ist der Preis dramatisch gesunken. Forstbesitzer, die vom Holzverkauf leben, schlagen schon Alarm, weil sie nicht mehr genug verdienen.

Gesundheitlich sind die Borkenkäfer übrigens für Menschen ungefährlich.