Bocholter Aa reißt in Velen-Ramsdorf großen Teil eines Gartens mit

dzBocholter Aa

Die Bochholter Aa in Velen-Ramsdorf hatte einen hohen Pegel, die Fluten rissen ein Stück Garten mit sich. Der Garten ist groß, dennoch hat das dort stehende Haus schon einige Schäden.

von Lars Johann-Krone

Velen

, 14.02.2020, 13:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Ramsdorf hat der zwischenzeitlich hohe Pegel der Bocholter Aa bewirkt, dass Teile eines Gartens fortgespült worden sind. Die betroffene Familie wohnt im Stadtkern; ihr Garten reicht bis an den Fluss heran. Damit die Stadt Velen nebenan eine Brücke über die Aa verbreitern und erneuern kann, hat das Ehepaar ohnehin schon einen Teil seines Grundstücks an die Kommune verkauft.

Jetzt lesen

Seit der Nacht zu Montag fehlt nun allerdings ein weiteres Stück des Gartens. Und in den vergangenen Tagen seien weitere Teile weggebrochen, berichtete das Ehepaar der Redaktion. Das sei ein mulmiges Gefühl, stellte es fest. Der Garten sei aber noch groß genug, sodass das Haus nicht in Gefahr sei. Allerdings seien auch am Gebäude schon Schäden aufgetreten; die seien dokumentiert worden.

Wasser hatte sich „unerwarteten Weg gesucht“

Bei der wöchentlichen Baubesprechung am Dienstag stand diese Bruchstelle im Mittelpunkt. Präsent war die Stadt Velen als Bauherrin der Brücke, der Kreis Borken als Verantwortlicher für die benachbarte Fischtreppe – sie war in den vergangenen Tagen zu mehr als der Hälfte überflutet gewesen – und Vertreter des Bauunternehmens. „Priorität haben der Schutz von Menschen, Gebäuden und der Hochwasserschutz“, betont Norbert Leiting als Bauamtsleiter der Stadt Velen.

Jetzt lesen

Ihm zufolge lag das Problem darin, dass sich das Wasser der Aa einen unerwarteten Weg gesucht hatte: an der Spundwand vorbei, die zehn Meter vor der Brücke am Wehr platziert worden war – und nicht wie gewünscht durch die Fischaufstiegsanlage, sondern durch das Erdreich unterhalb des betroffenen Gartens. „Wir setzen jetzt alles daran, die Böschung zu sichern“, sagt Leiting. An der Brücke werde dagegen vorerst nicht gearbeitet, ergänzt er. Dafür sei derzeit zu viel Wasser im Fluss.

Auf Anfrage teilt der Kreis Borken mit, dass er an dieser Stelle nichts mit den Bauarbeiten zu tun habe. Mit Blick auf die Bewältigung der Schäden werde er die Stadt Velen jedoch fachlich unterstützen.

Lesen Sie jetzt