Blutspendetermin in Capelle - erst Fieber messen dann Blut spenden

dzBlutspende

Wegen des Coronavirus sollen soziale Kontakte minimiert werden. Wer kann, soll zu Hause bleiben. Aber wie gestaltet sich in diesen Zeiten eigentlich ein Blutspendetermin?

von Carina Strauß

Capelle

, 20.03.2020, 16:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sind die Schulen derzeit alle geschlossen. Doch die Grundschule in Capelle hat am Donnerstagnachmittag die Türen geöffnet - für Blutspender. Bereits am Eingang kontrolliert ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes mit einem kontaktlosen Fieberthermometer, ob die potenziellen Spender die Schule betreten dürfen.

Wer fieberfrei ist, wartet zunächst in der Eingangshalle und muss sich vor der Anmeldung gründlich die Hände desinfizieren. „Wir achten darauf, dass alle genügend Abstand zueinander halten und dass möglichst immer nur vier Personen an einer Station sind“, erklärt Miriam Wißmann, Leiterin des Ortsvereins des Roten Kreuzes in Nordkirchen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen: Abstand halten

Und der Abstand wird auch überall an den verschiedenen Stationen gewahrt. Wer sich im Flur entgegenkommt, geht nur mit sehr viel Abstand aneinander vorbei. Bei der Anmeldung stehen gleich zwei Tische zwischen dem DRK-Mitarbeiter und den Spendern. Die Leute dürfen nicht zu nah zusammensitzen, wenn Sie ihre Formulare ausfüllen. „Sonst haben wir dafür Gruppentische, aber jetzt hat jeder einen separaten Platz“, so Wißmann.

Sie freut sich vor allem über die Akzeptanz der Leute: „Das Verständnis der Leute für die Maßnahmen ist ganz toll. Alle achten aufeinander.“

Martina Aden, hauptamtliche Mitarbeiterin beim Roten Kreuz in Münster bereitet die notwendigen Utensilien zur Blutspende vor.

Martina Aden, hauptamtliche Mitarbeiterin beim Roten Kreuz in Münster bereitet die notwendigen Utensilien zur Blutspende vor. © Carina Strauß

Auch die Liegen für die Blutspender stehen weiter auseinander als sonst. Doch wer hier Blut spenden möchte, der wird zunächst einmal eingehend von einem Arzt befragt. „Die Spender dürfen in den letzten vier Wochen nicht im Ausland gewesen sein. Egal welches Ausland“, erklärt Egon Krampe, Abteilungsleiter Entnahme beim DRK Münster. „Wir schicken zudem auch die nach Hause, die sich nicht ganz gesund fühlen, auch wenn es nur eine kleine Erkältung ist.“

Jeanette Pankoke ist gesund und zum ersten Mal bei der Blutspende: „Ich hatte es schon öfter vor. Aber da ich im Schichtdienst arbeite, hat es irgendwie nicht geklappt.“ Doch heute hat es gepasst. Sie ist an diesem Tag nicht die einzige Erstspenderin. „Wir hatten mehr Erstspender als sonst und auch generell mehr Spenden als sonst in Capelle“, sagt Miriam Wißmann am Freitagmittag.

Alles eingeschränkt, aber Blutspenden weiter benötigt

Dass Blutspenden nach wie vor unverzichtbar sind, betont Christoph Schlütermann, Vorstand des Kreisverbandes des DRK in Coesfeld. Man habe die Organisation an die aktuelle Situation angepasst und versuche soweit es geht Warteschlangen und Gruppenbildungen zu vermeiden. „Statt des geselligen Zusammenseins am Buffet gibt es jetzt ein Lunch-Paket mit auf den Weg“, so Schlütermann. Alles sei sehr eingeschränkt worden, um Personal und Spender zu schützen, „aber dennoch werden Blutspenden weiterhin dringend benötigt.“

Die nächsten Blutspendetermine in der Gemeinde Nordkirchen:
  • 24. März in Nordkirchen
    Im Forum der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule
    Am Gorbach 4
    16:30 - 20:30 Uhr
  • 26. März in Südkirchen
    in der Elisabeth-Ernst-Grundschule
    Hauptstr. 9
    16:30 - 20:30 Uhr
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