Blindgänger in Bochum entschärft - Sperrungen wieder aufgehoben

Bombenfund in Bochum

An der Neustraße in der Bochumer Innenstadt liegt ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Die britische Bombe muss noch heute entschärft werden. Dafür wird auch eine Bahnstrecke gesperrt.

Bochum

, 29.04.2021, 21:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Essen muss gesperrt werden.

Die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Essen muss wegen eines Bombenfunds gesperrt werden. © picture alliance/dpa

In der Neustraße in der Bochumer Innenstadt war am Donnerstag ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die britische 500-Kilo-Bombe ist bei Bauarbeiten gefunden worden.

Im Umkreis von 500 Metern rund um den Fundort mussten alle Bochumer ihre Wohnungen verlassen, darüber hinaus gab es einen weiteren Radius von 500 Metern, in dem Anwohner ihren Wohnungen bleiben müssen. Etwa 5000 Menschen waren von der Evakuierung betroffen, ebenfalls 3 Tageskliniken

7 Wohnanlagen und Altenheime, darunter das St. Marienstift und das Wohnheim Maximilian-Kolbe-Straße.

Die Evakuierungen liefen nach Angaben der Bochumer Feuerwehr seit etwa 16 Uhr bis in die Abendstunden. Demnach verlaufe bisher alles reibungslos, Zwischenfälle habe es keine gegeben. Personen, die sich in Quarantäne befinden, wurden persönlich abgeholt.

Um kurz nach 20 Uhr seien die Evakuierungen abgeschlossen worden, berichtet die WAZ. Die Entschärfung der Bombe hatte nach Angaben der Feuerwehr gegen 20.30 Uhr begonnen. Nach knapp einer Stunde konnte die Entschärfung vermeldet und alle Sperrungen aufgehoben werden.

Bahnstrecke Essen-Dortmund war ab mittags Uhr gesperrt

Während der Entschärfung mussten auch der Hauptbahnhof und die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Essen gesperrt werden. Das galt auch für den U-Bahnhof und die Buslinien am Hauptbahnhof. Von 14 Uhr an war der Bahnhof komplett gesperrt. Auch die Evakuierung hatte um 14 Uhr begonnen.

Züge auf der wichtigen Achse quer durch das Ruhrgebiet hielten seit 14.30 Uhr nicht mehr im Hauptbahnhof oder wurden umgeleitet bis der Blindgänger entschärft ist, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. S-Bahnen fuhren von Bochum Langendreer West bis Bochum Ehrenfeld durch, der Regionalverkehr wurde umgeleitet. Fahrgäste mit dem Ziel Bochum Hauptbahnhof mussten entweder vorher aussteigen oder auf den Schienenersatzverkehr zurückgreifen.

Betroffen waren laut Stadt auch mehrere Altenheime. Die Feuerwehr hoffte auf eine reibungslose Evakuierung des Gebietes, damit eine Entschärfung am frühen Abend möglich werde. Das St.-Elisabeth-Hospital in der Innenstadt von Bochum war nicht betroffen.

Die Feuerwehr hat den Radius für die Evakuierung bekanntgegeben.

Die Feuerwehr hat den Radius für die Evakuierung bekanntgegeben. © Feuerwehr Bochum

Betroffen waren auch Hauptstraßen, wie die Unistraße und die Königsallee. Außerdem mussten auch zwei Altenwohnheime evakuiert werden.

Evakuierung erst nach den Abi-Klausuren

Zwei Betreuungsplätze wurden eingerichtet: an der Schillerstraße und in der Turnhalle der der Graf-Engelbert-Schule. Evakuierungsmaßnahmen hatten erst um 14 Uhr begonnen, weil in den Schulen noch Abiklausuren geschrieben wurden und die Einsatzkräfte Vorbereitungszeit brauchten.

mit dpa

Lesen Sie jetzt