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Blinder Autor schreibt Krimis

11.01.2019
Blinder Autor schreibt Krimis

Der blinde Autor Richard Krause spricht seine Geschichten ein und ein Computerprogramm macht daraus einen Text.Foto Wojtasik © Robert Wojtasik

Von Robert Wojtasik

Dorsten. Vor sieben Jahren erlitt Richard Krause einen Schicksalsschlag. Er sah immer schlechter und erkannte irgendwann fast gar nichts mehr. Mit nur noch zwei Prozent Sehvermögen gilt Richard Krause offiziell als blind. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten, sich seinen Traum vom Schreiben zu erfüllen. Zwei Bücher hat der 64-Jährige bisher geschrieben. Am liebsten schreibt Richard Krause Krimis, die im Ruhrgebiet spielen. Weil er selbst mal eine Zeit lang in Dorsten gelebt hat, kommt die Stadt in seinen Büchern immer wieder vor. Sein aktuelles Buch heißt „11 tote Freunde müsst ihr sein“. Es geht um einen Mörder, der jungen Fußballern nach dem Training auflauert und sie umbringt. Eine Spur führt die Polizei nach Barkenberg.

Aber wie schreibt man als Blinder? Richard Krause nutzt ein Mikrofon und ein Computerprogramm, das Sprache in Text umwandelt. Besonders anstrengend wird es für Richard Krause, wenn er selbst etwas lesen will. Er muss das, was er lesen möchte, erst einscannen und dann auf einem großen Monitor auf die 20-fache Größe bringen. Das Lesen ist sehr anstrengend für seine Augen. Aber weil es ihm Spaß macht, spannende Geschichten zu erzählen, nimmt er das in Kauf.

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