Besinnlich & Persönlich: „Wir sind mit uns selbst zusammen“

dzProf. Dr. Peter Schallenberg

Was bedeutet Quarantäne? Prof. Dr. Peter Schallenberg sagt: „Jeder geht uns auf die Nerven, auch wir uns selbst.“ Doch auch das kann hilfreich sein, stellt der Theologe fest.

Dortmund

, 31.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zeiten der Krise sind auch Zeiten der Besinnung. Unser aller Bewegungsradius ist gerade eingeschränkt. Für das Denken gilt das nicht. Im Gegenteil. Wir haben Zeit, nachzudenken. Fragen zu stellen. Antworten zu suchen. Wir haben den Moraltheologen Prof. Dr. Peter Schallenberg gebeten, über Herausforderungen dieser besonderen Zeit zu sprechen. So entstand eine Reihe von Video-Statements, die wir nun dienstags und donnerstags veröffentlichen.

Prof. Dr. Peter Schallenberg (56) ist katholischer Moraltheologe und christlicher Sozialwissenschaftler. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät Paderborn und Direktor der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach.

Prof. Peter Schallenberg spricht in dieser ersten Folge von „Besinnlich & Persönlich“ über die Quarantäne. Er erläutert die Herkunft des Wortes und versteht unsere Zeit als „eine Form der Versuchung“. Nicht im negativen Sinne, sondern als eine „Form der Beunruhigung“. Eine Beunruhigung, um zur Besinnung zu kommen. Der Theologe sagt auch: „Jeder geht uns auf die Nerven, auch wir uns selbst.“ Doch auch das kann hilfreich sein.

Sein Wunsch am Ende jeder Folge lautet: Bleiben Sie gesund und besinnlich.