Baustart für Mobilstationen in Nordkirchen ist nach hinten gerückt

dzLeih-Fahrzeuge und App

Noch 2020 sollten die ersten Mobilstationen mit Leihfahrrädern und Carsharing in Nordkirchen an den Start gehen. Jetzt ist das Jahr so gut wie rum - und wann kommen die Mobilstationen?

Nordkirchen

, 09.11.2020, 14:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit den geplanten Mobilstationen will die Gemeinde Nordkirchen einen großen Schritt in Richtung der Mobilität der Zukunft machen. Ein Stück weg vom Individualverkehr, der nur am Familienauto hängt, hin zu umweltfreundlicheren, gemeinsam genutzten Angeboten. „Wir wollen 2020 mit den Mobilstationen starten“, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann noch im Juni dieses Jahres. Dass in diesem Jahr allerdings die erste Station aufgebaut wird, ist eher unwahrscheinlich.

Untätigkeit ist der Gemeinde dabei nicht vorzuwerfen. Wie ein Puzzle besteht das Konzept der Mobilstationen allerdings aus vielen unterschiedlichen Teilen, die nahtlos ineinanderpassen müssen, damit das Gesamtkonzept funktioniert.

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Da wären zum einen die Stationen selbst. Vier Stück will die Gemeinde zunächst in den drei Ortsteilen aufstellen lassen. Das Ausschreibungsverfahren für diesen Schritt hat die Gemeinde jetzt so gut wie beendet, wie Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann auf Anfrage der Redaktion bestätigt. Nachdem sich ursprünglich vier Bewerber auf die Ausschreibung gemeldet hatten, seien im Laufe des Verfahrens noch zwei übrig geblieben, aus denen die Gemeinde das passendste Angebot auswählen musste. „Wir sind derzeit in Abstimmungen mit dem Gewinner der Ausschreibung“, erklärt Lachmann.

Welches Unternehmen die Mobilstationen bauen wird, verrät er allerdings noch nicht. Zumindest diese Information gibt der Wirtschaftsförderer preis: Es sei ein Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Der Plan sei, dass die Vorbereitung bis Jahresende abgeschlossen ist und die Umsetzung der Mobilstationen dann im Frühjahr 2021 stattfinde, so Lachmann.

Parallel dazu sucht die Gemeinde nach einem Dienstleister, der die Stationen ausrüstet und den Betrieb sicherstellt. „Wir sind in Gesprächen mit möglichen Anbietern“, sagt Lachmann. Die wichtigste Voraussetzung dabei sei, dass ein Dienstleister das komplette Angebot an Leihfahrzeugen bereitstellen könne. „Es ergibt keinen Sinn, wenn wir einen Anbieter für Fahrräder, einen anderen für Carsharing und so weiter haben“, macht Manuel Lachmann deutlich.

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Der dritte Faktor ist die App, also die Schnittstelle, über die Nutzer später unter anderem Fahrzeuge bequem mieten und bezahlen, oder Fahrpläne einsehen können. Auch diese befinde sich derzeit in der Entwicklung.

Bei allen drei Säulen - Stationen, Betreiber und App - gilt: Alles muss fertig sein, damit das Angebot an den Start gehen kann. Die Stationen alleine erfüllen ohne Leihfahrzeuge und Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) keinen nennenswerten Zweck. Und ohne die passende App ist das Angebot zwar da, aber nur bedingt nutzbar.

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