Baumbestand am Schloss muss verjüngt werden

NORDKIRCHEN Trostlos – nur so lässt sich das Fazit eines 380 Seiten starken Gutachtens zum Zustand der Allee-Bäume im Nordkirchener Schlosspark bezeichnen. Er muss saniert werden. Ein Anfang ist mit dem Pflanzen der Hochzeitsbäume gemacht.

16.07.2008, 17:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele neu gepflanzte Bäume haben das Bild der Alleen im Schlosspark wieder gewandelt.

Viele neu gepflanzte Bäume haben das Bild der Alleen im Schlosspark wieder gewandelt.

Das Gutachten hatte Prof. Dr. D. Hennebo, Dr. A. Hoffmann aus Hannover und die Gartenarchitekten G. und R. Wörner aus Wuppertal bereits 1981 erstellt. Einerseits stellten sie fest, dass die weitgehend heute noch vorhandenen Alleen einen unverzichtbaren Bestandteil des Gesamtkunstwerks Schloss Nordkirchen darstellen, andererseits wiesen sie auf den vielfach „alarmierend schlechten Erhaltungszustand“ hin. Unsachgemäße Behandlung über lange Zeiträume, zum Teil 200 Jahre, ebenso wie die natürliche Alterung der Anlagen stellten auch schon 1981 ein erhebliches Problem dar.   „Die Idee junger Leute, die nach ihrer Hochzeit nicht nur eine gemeinsame Zukunft planen, sondern ein äußeres Zeichen ihrer Verbundenheit setzen wollen, hat uns hier ein großes Stück weiter geholfen“, führt Franz-Josef Flacke aus. Kleine Schilder weisen darauf hin, welches Brautpaar zur Erinnerung an seine Hochzeit in Nordkirchen hier ihren Baum gepflanzt hat. „Die neu angepflanzte Fasanenallee ist ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement und für die gute Zusammenarbeit zwischen der unteren Denkmalbehörde Gemeinde Nordkirchen und der Fachhochschule“, ergänzt Flacke. „Leztlich können wir uns bei der Gemeinde bedanken, dass sie bereit war, dass von ihr initiierte Programm Hochzeitsbäume im Schlosspark weiter zu führen.“

Auch auf der Verlängerung der Capeller Allee in Richtung Schlossgestüt konnte der Baumbestand weitgehend erneuert werden und die neu aufgestellten Bänke laden die Spaziergänger zum Verweilen ein. „In diesem Teilabschnitt der Alleen war der alte Baumbestand in einem derartig schlechten Zustand, dass er zur Gefahrenabwehr dringend saniert werden musste“, führt Wilhelm Schulte, Verwaltungsleiter der FHF aus.   „Die Gärtner um Gärtnermeister Ludger Hölscher haben in den vergangenen drei Jahren wirklich Schwerstarbeit leisten müssen. Neben den laufenden Pflegearbeiten haben sie es möglich gemacht, dass auch der Innenbereich Sundern neu bepflanzt werden konnte.

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