Bauleiter sieht Umgehungsstraße voll im Zeitplan

NORDKIRCHEN Es riecht nach frischem Asphalt am neuen Kreisverkehr in Nordkirchen. Schaulustige kommen vorbei und wollen wissen, wann die Umgehungsstraße fertig ist. Über den Stand der Dinge sprach Matthias Münch mit Dirk Alsbach, dem aus Nordkirchen stammenden Bauleiter der Firma Pollmann, die die Arbeiten ausführt.

01.07.2008, 13:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Herr Alsbach, anfangs ging alles ganz schnell. Da sah es so aus, als wäre die Umgehungsstraße schon im Frühjahr fertig. Jetzt schleppen sich die Arbeiten doch ein wenig hin. Warum?

Alsbach: Wir sind noch immer voll im Soll, wenn man die ursprüngliche Terminierung zu Grunde legt. Bis Oktober, spätestens Ende des Jahres, war die Fertigstellung geplant worden.

Aber beim ersten Spatenstich im November 2007 waren alle optimistisch, dass es schneller gehen könnte. Da war von August die Rede.

Alsbach: Das schaffen wir auch. Bis August sind die wesentlichen Arbeiten fertig. Da bin ich ganz zuversichtlich. Hätte es die Überraschung unter der Straße nicht gegeben, hätte es noch deutlich früher geklappt.

Was genau war da passiert?

Alsbach: Unter der bestehenden Fahrbahn auf der Lüdinghauser und der Ermener Straße haben wir noch die komplette alte Fahrbahn gefunden. Die musste erst entsorgt werden. Das hat uns drei bis vier Wochen gekostet.

Wann wird die Lüdinghauser Straße wieder frei sein?

Alsbach: In der 30. Kalenderwoche, also ab dem 21. Juli.

Welche Arbeiten werden zurzeit ausgeführt?

Alsbach: Im Moment sind die Asphaltierungsarbeiten unser Hauptgeschäft, besonders im Kreisverkehr. Aber auch an den Reststücken auf der Hauptstrecke der K2n, also Feldzufahrten und einmündende Straßen.

Der Kreisverkehr wurde in der Mitte sehr hoch aufgeschüttet. Bleibt das so?

Alsbach: Nein, ganz so hoch nicht. Da liegt zurzeit noch Material, das für den Untergrund der zweiten Hälfte des Kreisels gebraucht wird. Am Ende soll die Insel in der Mitte 1,70 Meter über Bordsteinhöhe liegen. Wir werden dort dann Gras einsäen. Wie der Kreisel bepflanzt wird, werden Kreis und Gemeinde entscheiden. Man baut übrigens Kreisverkehre heutzutage aus Sicherheitsgründen so hoch. Da sieht ein schnell heran brausender Autofahrer sofort: Halt, da ist etwas im Weg.

Wie sieht es am anderen Ende der Westumgehung aus, also an der Mühle Rath?

Alsbach: Am vergangenen Freitag wurde die letzte Deckschicht aufgebracht. Bis auf Restarbeiten ist dort alles fertig. Für den Verkehr gibt es hier keine Behinderungen mehr.

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