Baugebiet „Wohr“ in Capelle: Erschließung soll in Kürze beginnen

dzGrundstücke in Nordkirchen

Die Bewerbungsfrist für Grundstücke im geplanten Neubaugebiet „Wohr“ in Capelle ist fast abgeschlossen. Und voraussichtlich wird auch in Kürze die Erschließung für das Baugebiet beginnen.

Capelle

, 10.06.2020, 09:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch läuft die Bewerbungsphase für Grundstücke für das geplante Neubaugebiet Wohr in Capelle. Den nächsten Schritt hat die Gemeinde Nordkirchen bereits vorbereitet: Die Erschließungsarbeiten sollen in Kürze beginnen, kündigt Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage der Redaktion an.

So habe die Tiefbaufirma Stricker aus Dortmund den Zuschlag für die Erschließung des Neubaugebiets am östlichen Rand des Capeller Kern-Siedlungsgebiets bekommen. Der Startschuss falle voraussichtlich noch Ende Juni, macht Josef Klaas deutlich. Bis die ersten Grundstücksbesitzer mit dem Bau ihres Eigenheims beginnen können, werden allerdings noch einige Monate vergehen.

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Die Vermarktung für Grundstücke im Neubaugebiet Wohr ist am 30. April gestartet. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. Juni (Montag). Anders als bei den zuletzt erschlossenen Baugebieten, vergibt die Gemeinde Nordkirchen bei der Vergabe in Capelle Sozialpunkte. Diese verteilen sich auf drei verschiedene Kategorien: Zwei Punkte gibt es für „Bewerber, die in Nordkirchen wohnen oder die in der Vergangenheit mindestens zwei Jahre in Nordkirchen gewohnt haben.“ Einen Punkt bekommt jeder Bewerber „pro Kind unter 18 Jahre“ sowie „beim Bau eines Hauses mit einer energetischen Qualität oberhalb der 2020 geltenden Standards (mindestens KfW 55 Standard)“. Bei gleicher Punktezahl findet ein Losverfahren statt.

Die Grundstücksgrößen sind laut Angaben der Gemeinde variabel wählbar bei einer maximalen Größe von 590 Quadratmetern pro Einzelgrundstück. Die Maximalgröße für Grundstücke hängt auch mit einer Vorgabe der Landesplanung zusammen, flächensparend zu bauen, wie der Bauamtsleiter bereits bei einer Bürgeranhörung 2019 zum geplanten Baugebiet erklärte.

Insgesamt wird das Baugebiet somit Platz für bis zu 34 Einfamilien- und Doppelhäuser bieten. Hinzu kommen noch vier Grundstücke, die für Mehrfamilienhäuser reserviert sind.

Das Neubaugebiet in Capelle ist nicht unumstritten. Vor allem direkte Anwohner hatten die Pläne der Gemeinde kritisiert und aus ihrer Sicht unnötigen Flächenfraß sowie eine Schädigung der Natur angeprangert. Ihre Forderung: Statt neue Bauflächen auszuweisen und natürliche Flächen zu versiegeln, sollte die Gemeinde vorhandene Flächen nachverdichten.

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Aus Sicht der Gemeinde wäre durch eine Nachverdichtung aber kein ausreichender Ersatz für das neue Baugebiet möglich gewesen. Die Gemeinde verwies in diesem Zuge auch auf die große Nachfrage nach Neubaugrundstücken gerade von Capeller Bürgern. Für die geplante Neuansiedlung eines Lebensmittelgeschäfts in Capelle sei das neue Baugebiet ein wichtiges Argument gewesen, erklärte Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann bei der Vorstellung der Pläne am Montag (8. Juni).

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