Bahnstrecke Dortmund Münster: Verspätungen schon am ersten Wochenende

dzBahnverkehr

Für Monate hatten Bahnfahrer Umwege und Schienenersatzverkehr in Kauf nehmen müssen. Nach der Wiedereröffnung der Strecke scheinen die Ärgernisse für die Kunden trotzdem kein Ende zu nehmen.

Nordkirchen

, 12.10.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer aus Nordkirchen in Richtung Dortmund oder Münster wollte, der musste in den letzten Monaten auf den Schienenersatzverkehr zurückgreifen. Die Bauarbeiten an den Schienen hatten den Bahnverkehr zwischen Davensberg und Lünen gesperrt. Am Samstag ist der Streckenabschnitt wieder eröffnet worden, und schon der erste Zug verspätete sich um 10 Minuten.

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Die Pechsträhne des Betreibers Keolis schien sich über das gesamte Wochenende zu ziehen. Am Sonntag kam es zu immensen Verspätungen der RB50 auf der Strecke zwischen Münster und Lünen. Zum Teil dauerte die Fahrt doppelt so lang wie geplant. Die Pressesprecherin des Unternehmens, Nicole Pizzuti, erläutert der Redaktion schriftlich: „Am Samstag, 10.10. hat eine Stellwerkstörung uns einen pünktlichen Auftakt ganztägig vermiest. Die Störung war von 7 bis 13 Uhr, deren Folgen wir, sowie unsere Fahrgäste, bis zum Abend spüren mussten.“

Auch für das Unternehmen ärgerlich

Die Probleme auf der Strecke sind allerdings kein Einzelfall. Hinter den Verspätungen steht ein strukturelles Problem. Nicole Pizzuti: „Hinzu kommt, dass die Strecke der Linie RB 50 eingleisig ist und wir als Regionalbahn dem Fernverkehr Vorrang geben müssen. Das bedeutet selbst wenn wir pünktlich losfahren, wird unsere Zuverlässigkeit extern beeinflusst. Diese Thematik zieht sich seit Jahren und könnte nur mit einer zweigleisigen Strecke gelöst werden. Das ist sicherlich ärgerlich für unsere Fahrgäste aber auch gleichermaßen für uns als Eisenbahnverkehrsunternehmen.“

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