Bäume auf der Zeelink-Trasse in Heiden fallen

dzFerngasleitung Zeelink

Bäume auf der Trasse wurden schon gefällt: Sie Arbeiten für den Bau der Ferngasleitung Zeelink soll auf Heidener Gemeindegebiet in Kürze beginnen.

von Marita Rinke

Heiden

, 25.02.2020, 12:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Sprecher der Open Grid Europe (OGE) bestätigte auf Nachfrage der Borkener Zeitung, dass die Arbeiten für den Bau der Ferngasleitung Zeelink auf Heidener Gemeindegebiet in Kürze beginnen. Momentan sei der Boden noch zu feucht. Dennoch wurden bereits Bäume auf der Trasse gefällt. Nach Auskunft des Kreises Borken sind Ersatzanpflanzungen dafür vorgesehen.

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Allerorten sieht man derzeit Arbeiter, die Wälle und Anpflanzungen durchforsten. Auch im Bereich Stegge sind in den vergangenen Wochen mehrere Bäume gefällt worden. Ein Leser aus Heiden machte die Borkener Zeitung darauf aufmerksam, insbesondere weil sich diese Bäume seines Wissens nach in einem geplanten Landschaftschutzgebiet befinden.

Planfeststellungsverfahren

Ellen Bulten von der Kreispressestelle und Helmut Roloff, Sprecher Open Grid Europe (OGE), bestätigten, dass derzeit vorbereitende Maßnahmen für die geplante Zeelink-Gasleitung getroffen werden. Die OGE plant, wie berichtet, den Bau einer Ferngasleitung, die auch durch den Außenbereich von Heiden führt. Die Vorbereitungen müssen laut Bulten bis Ende Februar abgeschlossen sein, „weil danach die Ruhezeiten des allgemeinen Artenschutzes – Brutzeit – beginnen“.

Im Planfeststellungsverfahren habe die OGE darlegen müssen, ob und wo Bäume gefällt werden. Dabei führe die Trasse auch durch Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete. Diese Eingriffe seien vom Kreis Borken aufgenommen und bewertet worden. „Außerdem müssen funktionale Ausgleichsmaßnahmen geschaffen werden“, so Bulten weiter. Im Falle der Zeelink-Ferngasleitung sei das so vorgesehen. „Der Ausgleich erfolgt an verschiedenen Stellen“, berichtet Bulten.

Warten auf trockneres Wetter

Auch für den Fall, dass die aktuell an der Stegge gefällten Bäume nicht im Landschaftsschutzgebiet liegen sollten, müsse Ersatz geschaffen werden. Diese Ausgleichsmaßnahmen seien im Planfeststellungsverfahrens festgelegt worden. Baum-Fällungen in einem Landschaftsschutzgebiet sind laut Bulten nicht grundsätzlich verboten. Sie sei allerdings lediglich dann zulässig, wenn die Fällung zuvor beantragt worden sei – „und wenn es einen nachvollziehbaren Grund gibt“. Entscheidend sei jedoch, dass es sich bei den Bäumen nicht um geschützte Landschaftsbestandteile handelt und der Artenschutz beachtet wird“.

Helmut Roloff erklärte ferner, dass die Arbeiten an der Ferngasleitung in Kürze starten sollen. Derzeit sei der Boden jedoch noch zu feucht. Sobald die Witterung es zulasse, solle der Mutterboden abgefahren werden.

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