Ausstellung zeigt Niedergang einer chinesischen Arbeitersiedlung

Industriemuseum Oberhausen

Zwischen roten Backsteinhäusern herrscht geschäftiges Treiben, Einkäufer sind auf dem Weg zum Markt, Nachbarn treffen sich am "Büdchen", Kinder spielen auf den Straßen. Alltägliche Szene, die sich auch in Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet abspielen könnten. Aufgenommen wurden sie jedoch rund 8000 Kilometer entfernt in Tongyuanju in China.

OBERHAUSEN

, 13.03.2017, 13:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausstellung zeigt Niedergang einer chinesischen Arbeitersiedlung

Das Leben in der Arbeitersiedlung spielt sich im Freien ab. Foto: Langerock

Die Fotografien von dort zeigt das LVR-Industriemuseum in der St. Antony-Hütte in Oberhausen. Der Düsseldorfer Fotograf Bernard Langerock dokumentierte den Alltag der Menschen in der traditionellen Arbeitersiedlung im Stadtteil der Riesenmetropole Chongqing am Jangtse.

Fotoserie mit 40 Bildern

Chongqing ist eine rasant wachsende Stadt - Bauland somit ein rares Gut. Tongyuanju musste daher der aufstrebenden Metropole weichen und wurde dem Abriss preisgegeben. Bernard Langerock hat die Siedlung im Zeitraum zwischen Dezember 2013 und Juli 2015 - ein Großteil der Bebauung war zu dieser Zeit schon abgerissen - besucht und eine Fotoserie erstellt. Mit einer Auswahl aus 40 Bildern widmet sich nun die St.-Antony Hütte dem Niedergang dieses Ortes.

Am 30. März berichtet Langerock dort persönlich von seiner fotografischen Arbeit. Der Eintritt kostet 3 Euro.

: "Tongyuanju. Eine Arbeitersiedlung in Chonqing, China", bis 15.10., Antoniestraße 32-34, Di-Fr 10-17 Uhr, Sa-So 11-18 Uhr