Auf der ganzen Welt tanzen Menschen nach Schritten aus Deutschland

Welttanzprogramm auf Unesco-Liste

Die Rumba kommt aus Kuba, und das Welttanzprogramm aus Deutschland: Zwei Beispiele für Traditionen, die nun zum immateriellen Kulturerbe der Unesco gehören. Ein Hamburger war federführend.

NRW

, 26.06.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der ganzen Welt tanzen Menschen nach Schritten aus Deutschland

Junge Leute lernen die richtigen Schritte für den Langsamen Walzer in einer Tanzschule (undatiertes Archivbild). © picture-alliance / dpa

Das Welttanzprogramm (WTP) für den Paartanz wurde Anfang der 60er-Jahre als inhaltliche und methodische Basis in Deutschland entwickelt. Auf der ganzen Welt tanzen Menschen nach den dort festgelegten Regeln und Grundschritten. Als Initiator nennt der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) den Hamburger Tanzlehrer Gerd Hädrich. Es wird in Tanzschulen unterrichtet, in Weiterbildungs-Einrichtungen vermittelt und in Vereinen gepflegt. Ursprünglich umfasste das WTP elf Tänze: Die fünf Standardtänze Blues, Foxtrott, Langsamer Walzer, Tango und Wiener Walzer, die fünf lateinamerikanischen Tänze Cha-Cha-Cha, Jive/Boogie, Paso Doble, Rumba, Samba sowie den Beat. 1979 ersetzte der Discofox den Beat, später kam noch Rock 'n‘ Roll hinzu. Danach wurden noch Mambo/Salsa, Marschfox und Merengue hinzugefügt, so dass das WTP insgesamt 20 Tänze umfasst.

Ende 2018 wurde das WTP in die Liste des immateriellen Unesco-Kulturerbes aufgenommen. Es biete niedrigschwellige tänzerische Bildung für jedes Lebensalter und jede Lebenslage, heißt es von der Deutschen Unesco-Kommission.

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