Astrazeneca-Stopp: Wie geht es für einmal Geimpfte weiter?

Coronavirus

Die Impfung jüngerer Altersgruppen mit Astrazeneca wurde in NRW gestoppt. Was bedeutet das für diejenigen, die die erste Dosis erhalten haben?

Berlin

30.03.2021, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Impfung jüngerer Altersgruppen mit Astrazeneca wurde in NRW gestoppt.

Die Impfung jüngerer Altersgruppen mit Astrazeneca wurde in NRW gestoppt. © picture alliance/dpa

Bei Jüngeren werden die Impfungen mit Astrazeneca nun doch gestoppt, nachdem es erneut zu Todesfällen und Hirnvenenthrombosen nach der Impfung kam. Wie geht es für diejenigen weiter, die bereits eine erste Impfung erhalten haben?

Wer mit der Vakzine von Astrazeneca geimpft wurde, sollte innerhalb der ersten zwei Wochen danach in jedem Fall darauf achten, ob bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Laut Bundesgesundheitsministerium sollten sich Geimpfte sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln.

Auch bei „starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen“ sollten Betroffene „sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen“ heißt es auf der Seite des BMG.

Kombination mit Biontech/Pfizer wird in Studie getestet

Unklar ist derzeit noch, wie die Immunisierung bei Geimpften, die erst eine Dosis erhalten haben, abgeschlossen werden soll. Vorgesehen ist eigentlich, dass zwölf Wochen später die zweite Dosis der Impfung verabreicht wird. In einer Studie des britischen National Institute for Health Research wird derzeit erprobt, ob nach einer einmaligen Impfung mit Astrazeneca der Impfstoff von Biontech/Pfizer als zweite Dosis verabreicht werden könnte.

Da aber noch keine aussagekräftigen Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit dieses Vorgehens vorliegen, gilt es als unwahrscheinlich, dass dies in Deutschland empfohlen werden könnte. Auch nach einer einmaligen Impfung mit der Vakzine von Atrazeneca ist aber von einer gewissen Schutzwirkung auszugehen. In der Hochrisikogruppe der Älteren werden die Impfungen mit Astrazeneca zudem vorerst weitergeführt.

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