Angst vor Umsatzeinbußen

Wirte gegen kirchliche Biergärten

Gewerbliche Wirte aus Hüls, Hamm und Sinsen machen Front gegen die kirchlichen Biergärten. Gegenüber unserer Zeitung äußerten sie ihre Angst vor Umsatzeinbußen. Sich öffentlich dazu äußern wollen sie sich aber nicht. Heute startet am Kindergarten St. Marien in Drewer-Süd ein dritter. Veranstalter ist die Pfarrgemeinde St. Franziskus.

MARL

von Sascha Kappel

, 02.08.2017, 19:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Volle Hütte" damals bei der Eröffnung des Biergartens an St. Barbara.

"Volle Hütte" damals bei der Eröffnung des Biergartens an St. Barbara.

Alle arbeiten ehrenamtlich

Alle arbeiten ehrenamtlich

Dem widerspricht Müller: „Alle, die helfen, arbeiten ehrenamtlich. Schwester Aloysiana ist 81 Jahre alt. Sie hat einfach nur Spaß daran, unter Leute zu kommen.“ Das Ordnungsamt ist laut Müller bisher nicht in Erscheinung getreten. „Die Biergärten finden auf unserem Gelände statt.“ Das Ordnungsamt sah sich gestern nicht in der Lage, Stellung zu nehmen. Wie sich so eine Veranstaltung entwickeln kann, zeigt das Beispiel Barbarakirche. Pastor Müller räumt ein, dass der Biergarten mittlerweile sehr groß ist. „Daher führen wir die Umsatzsteuer an das Finanzamt ab.“ Was die Biergärten an Gewinn einnehmen, nutzt die Kirche laut Ulrich Müller für soziale und karitative Zwecke. „Nun geht es darum zu sehen, wie die Menschen den Biergarten am Kindergarten St. Marien annehmen.“ Erst einmal sind drei Veranstaltungen geplant.