An diesen Ideen arbeitet der Heimatverein Nordkirchen für das Jubiläumsjahr 2022

dz1000 Jahre Nordkirchen

2022 soll ein unvergessliches Jahr werden. Nordkirchen feiert 1000-jähriges Bestehen. An vielen Ideen arbeitet auch der Heimatverein. Neben Veranstaltungen auch an etwas, das bleibt.

Nordkirchen

, 18.10.2019, 04:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn alles klappt, dann wird 2022 ein Jahr voller Veranstaltungen in Nordkirchen, durch die sich ein großer, roter Faden ziehen soll: das 1000-Jahr-Jubiläum. Die Vorbereitungen laufen schon jetzt. Das sei auch dringend notwendig, sagt Hubert Kersting, Vorsitzender des Heimatvereins Nordkirchen. Denn auch wenn es noch zwei Jahre dauert bis 2022: „Die Zeit ist knapp“, sagt Kersting.

In den Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr steckt der Heimatverein mittendrin. Hubert Kersting ist Mitglied in der Lenkungsgruppe, die bereits erste Ideen für das Jubiläumsjahr gesammelt hat und bei der die Strippen zusammenlaufen. Bei der ersten Ideenwerkstatt Anfang Mai seien schon viele Vorschläge zusammengekommen, sagt Hubert Kersting.

An Ideen mangelt es nicht

Überhaupt: An Einfällen für 2022 mangele es ganz und gar nicht, macht Kersting deutlich. Der Heimatverein selbst ist dafür vielleicht das beste Beispiel. Der Vorsitzende des Heimatvereins hat einen Stapel Unterlagen neben sich auf dem Tisch parat liegen: vielleicht 20 Zentimeter hoch. Bücher, Hefte, ausgedruckte Wikipedia-Einträge, Protokolle der Lenkungsgruppen-Treffen. Es sieht nach Arbeit aus. Und das ist es auch.

Hubert Kersting gibt einen ersten Ausblick auf das, was der Heimatverein auf seiner Ideenliste stehen hat.

Auf jeden Fall soll es eine Festschrift, ein Jubiläumsheft zur Geschichte der Schlossgemeinde geben, kündigt Kersting an. „So etwas gibt es in Kurzform schon auf der Internetseite der Gemeinde“, erklärt Kersting.

Wie war das Leben vor 1000 Jahren

Dann möchte der Heimatverein gerne rekonstruieren, wie das Leben eines Nordkircheners vor 1000 Jahren ausgesehen haben könnte. Die historischen Informationen dazu zu finden sei „eine echte Detektivarbeit“, gibt Hubert Kersting zu. Es ist aber eine, mit der der Heimatvereinsvorsitzende nach mehreren Buchveröffentlichungen über historische Themen in Nordkirchen bereits Erfahrungen gesammelt hat.

Nächste Idee: Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein Mittelaltermarkt in der Schlossgemeinde, oder ein Straßenfestival, wie das in Werne. Hier komme aber der knappe Zeitplan ins Spiel, das ist Hubert Kersting und den anderen Mitgliedern der Lenkungsgruppe bewusst. Solche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, den richtigen Zeitraum zu finden - all das sei aufwendig. Bei vielen Veranstaltern seien die Terminpläne weit im Voraus dicht, sagt Kersting. Trotzdem wolle die Gruppe sehen, was möglich ist.

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Noch viel lieber möchte der Heimatverein aber etwas schaffen, das auch nach dem Jubiläumsjahr noch Bestand hat. Hubert Kersting greift in den Unterlagenstapel und fischt eine Handvoll ausgedruckte Seiten heraus. Von einem Besuch in Leer hat Kersting die Idee für einen historischen Pfad durch Nordkirchen mitgebracht. Kersting, der auch Gästeführer in der Schlossgemeinde ist, könnte sich einen solchen Pfad auch gut in Nordkirchen vorstellen.

Vor historisch bedeutsamen Gebäuden könnten solche Schilder mit kurzen Erklärtexten und historischen Bildern installiert werden. Richtungspfeile auf dem Boden zeigen, in welche Richtung es zum nächsten Punkt des jeweiligen Pfades geht. Wichtig für den Heimatverein: Solche Schilder sollten in allen drei Ortsteilen aufgestellt werden.

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Noch größer sind zwei weitere Ideen, die dem Heimatverein vorschweben. Kersting könnte sich eine Skulptur auf dem Kreisverkehr an der Schloßstraße vorstellen. Der werde bislang bepflanzt, er könne aber auch einer Skulptur Platz bieten, die beispielsweise ein Relief der drei Ortsteile beinhaltet.

Aus dem Ur-Kataster der Gemeinde, das im 19. Jahrhundert erstellt wurde, könne außerdem ein Bronze-Relief des Ortes angefertigt werden. Kersting sagt „könnte“, weil dem Heimatverein bewusst sei, dass die Umsetzung teuer ist. Aber: Vielleicht finden sich ja Sponsoren, hofft der Verein.

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