Altmaier will Lobbyismusvorwürfe gegen Amthor untersuchen lassen

Lobbyismus

Der junge CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor hat offenbar Lobbyarbeit für ein Unternehmen betrieben. Er selbst räumte ein, einen Fehler begangen zu haben. Das soll jetzt untersucht werden.

Berlin

13.06.2020, 10:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Philipp Amthor, Mitglied des Deutschen Bundestages.

Philipp Amthor, Mitglied des Deutschen Bundestages. © picture alliance/dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die Lobbyismusvorwürfe gegen den Parteikollegen und Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor untersuchen lassen. Einem “Spiegel”-Bericht zufolge sei Amthors Werbebrief für das in New York ansässige Unternehmen Augustus Intelligence auf Mitarbeiterebene besprochen worden, so Altmaier.

Amthor soll Lobbyarbeit für ein Start-up geleistet haben

Altmaier habe noch keine Gelegenheit gehabt, “eigene Nachforschungen anzustellen”. Er wolle die Medien jedoch später umfassend informieren, heißt es weiter.

Das Nachrichtenmagazin hatte am Freitag berichtet, dass Amthor Lobbyarbeit für ein Start-up geleistet haben soll. Demnach hat er im Herbst 2018 mit einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) um politische Unterstützung für das Unternehmen gebeten. Der Entwurf des Schreibens wurde laut dem Bericht auf Briefpapier des Deutschen Bundestags verfasst und kursierte vor Versenden im Unternehmen.

Amthor: “Ich bin nicht käuflich”

Amthor hat sich inzwischen entschuldigt und einen Fehler eingestanden. “Ich bin nicht käuflich”, sagte Amthor der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Gleichwohl habe er sich politisch angreifbar gemacht und könne die Kritik nachvollziehen, sagte er weiter. “Es war ein Fehler.” Sein Engagement für das Unternehmen entspreche rückblickend nicht seinen eigenen Ansprüchen an die Wahrnehmung seiner politischen Aufgaben.

RND/cz/dpa

Lesen Sie jetzt