Altenheim in Niedersachsen: 14 geimpfte Bewohner positiv auf Corona-Mutation getestet

Coronavirus

In einem Altenheim in Belm bei Osnabrück kommt es zum Ausbruch der britischen Variante des Coronavirus. 14 Senioren infizieren sich mit der Mutation - obwohl sie bereits geimpft sind.

Belm

07.02.2021, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mitarbeiter eines mobilen Impfteams impft in einem Alten- und Pflegeheim einen Mitarbeiter.

Ein Mitarbeiter eines mobilen Impfteams impft in einem Alten- und Pflegeheim einen Mitarbeiter. © picture alliance/dpa

In einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück hat es einen Ausbruch der britischen Variante des Coronavirus gegeben. Bei 14 Senioren sei das Virus B 1.1.7. nachgewiesen worden - obwohl alle Bewohner am 25. Januar zum zweiten Mal geimpft worden seien, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden unter Quarantäne gestellt.

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Bisher gebe es nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern, was eine positive Wirkung der Impfung sein könne, sagte der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff, mit Verweis auf Angaben des zuständigen Amtsarztes. Geimpft worden sei mit dem Produkt von Biontech/Pfizer. Wann sich die Bewohner genau infiziert haben, sei unklar.

Auch ambulanter Pflegedienst in dem Heim untergebracht

Aufgefallen sei der positive Befund bei den täglichen Schnelltests der Mitarbeiter am 2. Februar, teilte der Landkreis mit. Bei einer kompletten Testung der Bewohner und der Typisierung der Viren seien dann 14 Fälle der britischen Variante zum Ende der vergangenen Woche nachgewiesen worden.

Fünf der Mitarbeiter wohnen in Nachbarkreisen, daher habe der Landkreis Osnabrück die dortigen Gesundheitsämter über die Quarantäne informiert. Negativ getestete Mitarbeiter dürften nur für den Weg zur Arbeit ihre Wohnungen verlassen. Ebenfalls in dem Altenheim untergebracht, aber baulich von den Pflegestationen getrennt sei ein ambulanter Pflegedienst. Dessen Mitarbeiter würden auch vorsorglich auf Corona getestet.

RND/dpa

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