Ahauser Architekten planen neues Stadtviertel für Bocholt

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Die Wohnbau Westmünsterland, größter Wohnungsanbieter der Region, will im Bocholter Kubaai-Quartier quasi ein ganz neues Stadtviertel bauen. 450 neue Wohnungen sollen entstehen.

von Josef Barnekamp

Bocholt/Ahaus

, 14.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf einer Fläche von rund 42.000 Quadratmetern sollen auf dem Kulturquartier beidseits der Bocholter Aa – zwischen Innenstadt und Aasee, Industriestraße und Don-Bosco-Straße – rund 450 Wohnungen entstehen. Die Fläche hat sich die Wohnbau bereits durch ein notarielles Kaufangebot gesichert.

Die Pläne wurden am Dienstagabend im Bocholter Ausschuss für Planen und Bauen vorgestellt. Dort skizzierten dass von der Wohnbau beauftragte Architekten- und Stadtplanerbüro Farwick und Grote aus Ahaus die Fakten zu dem Projekt.

Details vorgestellt

Die Wohnbaugenossenschaft, die in diesem Jahr 110 Jahre alt wird, wolle die Wohnungen in ihrem Bestand behalten und nicht verkaufen, wie die Vorstände Uwe Schramm und Dr. Stefan Jägering versicherten. Und: Es sei für die Wohnbau „selbstverständlich“, wie es heißt, dass die Quote von 20 Prozent öffentlich geförderten Wohnbaus eingehalten, wenn nicht übertroffen werde. Zahlen über Investitionssummen oder Kaufpreise wurden nicht genannt.

Die Pläne der Wohnbau sehen nach Angaben der Genossenschaft ein „innerstädtisches Wohnquartier mit einer urbanen Dichte“ vor, die dem citynahen Standort gerecht werde. Es würden „attraktive Stadt- und Freiräume mit vielschichtigen Nutzungsmöglichkeiten geschaffen, die einen hohen Lebenswert sowohl für die Bewohner des Quartiers als auch für die Bocholter insgesamt bieten“, heißt es.

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Entlang der Bocholter Aa soll eine öffentliche Promenade entstehen, die den neuen Stadtteil für Fußgänger und Radfahrer mit der Innenstadt, dem weiteren Kubaai-Areal und dem Aasee verbindet. Dort soll es unter anderem Treppen an der Aa geben.

Wohnhöfe mit grünem Innenbereich

Es solle sowohl „Wohnhöfe mit grünen Innenbereichen“ und einem ruhigen Wohnambiente geben, zudem gemeinschaftliche Gartenbereiche mit Spielflächen, die Raum für Begegnung mit Nachbarn und Kinderspiel bieten sollen. Geplant sei ein Immobilienmix, der von Studenten- über Singlewohnungen bis zu Angeboten für Familien reiche. Auch eine Kita für das neue Wohnquartier ist geplant.

Dadurch, dass die Wohnbau vor Ort bereits ein eigenes Kundencenter hat, gebe es für die Mieter kurze Wege: Schon jetzt betreue man 784 Wohnungen in Bocholt und Rhede.

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