Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Volksbank Gronau-Ahaus im Aufwind

Bilanzsumme steigt

Die Volksbanken sind aus eigener Kraft und durch eigenes Können gut durch die Finanz- und Bankenkrise gekommen – doch von der Regulierungswelle werden auch sie erfasst. So ganz gerecht findet Andreas Banger, Vorstandsmitglied der Volksbank Gronau-Ahaus, das nicht.

AHAUS/GRONAU

von Von Martin Borck

, 25.05.2011
Volksbank Gronau-Ahaus im Aufwind

Die neuen Mitglieder im Aufsichtsrat der Volksbank, Felizita Söbbeke und Karlo Tewes (Mitte), mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Rudolf Enning-Haarmann (r.) und den Vorständen Andreas Banger (l.) und Frank Overkamp (2. v. l.).

Während der Vertreterversammlung am Dienstagabend in der Bürgerhalle Gronau kritisierte er die Abgabe, mit der „systemrelevante Banken“ unterstützt werden sollen: „Als systemrelevant gelten wir nicht – zahlen aber dürfen wir trotzdem“. Auch in Sachen Verbraucherschutz sind die Regulierungen seiner Ansicht nach überzogen: „Gut gemeint ist nicht gut gemacht.“ Vor allem bemängelte Banger, dass Vertriebsunternehmen von den Regelungen ausgenommen seien.

Diese hemmenden Entwicklungen hinderten die Volksbank jedoch nicht, ein erfolgreiches Geschäftsjahr zu absolvieren: Die Bilanzsumme der Volksbank erhöhte sich 2010 um 103 Mio. auf 1,58 Mrd. Euro. Die Steigerungsrate von 6,9 Prozent übertraf die Erwartungen. Das Kreditgeschäft wuchs um 7,1 Prozent auf gut 1,2 Mrd. Euro. Insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien wurden viele Kredite beantragt. „Im vergangenen Jahr haben wir 245 Mio. Euro an neuen Krediten vergeben“, sagte Banger und verdeutlichte: „Das sind eine Million pro Arbeitstag.“ Die Einlagen stiegen um 6,1 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro – so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Der Bilanzgewinn betrug 4,6 Mio. Euro, von denen 3,5 Mio. in Rücklagen eingestellt werden. 1,1 Mio. werden an die über 29 000 Mitglieder ausgezahlt. Sie erhalten damit pro Anteil 6,5 Prozent Dividende. Die Eigenkapitalausstattung betrug 12,7 Prozent und übertraf die Vorgaben damit deutlich. Das Dienstleistungsgeschäft blieb 2010 hinter den Erwartungen zurück, vor allem weil die Anleger risikoreichere Anlagen mieden. Apropos Risiko und Sicherheit: Weder an den 43 Geldausgabeautomaten noch beim Onlinebanking gab es Betrugsfälle. Lediglich an fremden Automaten wurden Kunden Opfer von Skimmern. Der Schaden für die Bank betrug insgesamt 49 000 Euro.

Für dieses Jahr erwartet Banger angesichts der stabilen Konjunktur ein weiteres Wachstum. Filialschließungen stehen nicht an, die Niederlassung in Heek wird renoviert und die Geschäftsstellen in Asbeck und Ellewick werden modernisiert. Die Zahl der Geldautomaten soll ausgebaut werden. Zum Abschluss unterhielt Kabarettist Ingo Börchers (Foto) die rund 250 Vertreter mit seinem Programm „Die Welt ist eine Google“, in dem er die rasanten Entwicklung en der digitalen Welt und ihre Auswirkungen auf das analoge Leben auf die Schippe nahm.

Lesen Sie jetzt