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Natur braucht Ruhezonen

Besucherlenkung im Venn

Wer Naturerlebnisse sucht, kann sie unversehens auch zerstören. Im Graeser Venn, Amtsvenn und Hünfelder Moor werden die Besucher gelenkt, um insbesondere Vögeln ökologisch wichtige Ruhezonen zu sichern.

von von Stefan Grothues

, 20.05.2011
Natur braucht Ruhezonen

Neues Besucherlenkungskonzept im Graeser Venn und im Amtsvenn: Hunde gehören an die Leine und Spaziergänger auf die ausgewiesenen Wege. MLZ-Foto

Birgit Zimmermann vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft und Umwelt das Besucherlenkungskonzept vorgestellt, das der Kreis Borken im Rahmen des von der EU geförderten Programms „Grenzenlose Naturerlebnisse“ seit 2009 umsetzt (Münsterland Zeitung berichtete). „Inzwischen ist viel passiert“, erklärte Zimmermann und verwies auf über 200 Einzelmaßnahmen: Informationstafeln wurden aufgestellt, Schranken und Schilder schützen sensible Bereiche und Beobachtungsstände ermöglichen Naturerlebnisse, ohne die Tierwelt zu verschrecken. Denn, so Zimmermann, die Menschen sollen die Naturschutzgebiete ja nicht meiden. Im Gegenteil: Vogelbeobachtung sei aus touristischer Sicht ein besonderes Plus für die Region. Ausschussmitglied Hermann-Josef Gerwing-Gerwers (CDU) merkte kritisch an, dass die Niederländer in den Haaksbergener Venngebieten ohne Verbotsschilder auskämen. Auch Heinrich Bohmert (CDU) schlug in die gleiche Kerbe: Besucher sollten lieber durch attraktive Wege gelenkt werden, anstatt durch Verbotsschilder und Schranken. Birgit Zimmermann widersprach: Auch die Niederländer hätten Ruhezone ausgewiesen. Die Venngebiete dort seien aber ungleich größer, so dass es dort nicht so auffalle.  

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