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Millionen ins Abwasser

Ahaus Acht Millionen Euro für die Ökologie: Mit einem symbolischen Spatenstich hat gestern die Erweiterung und Sanierung des Zentralklärwerks hoch offiziell begonnen.

23.11.2007

Millionen ins Abwasser

<p>Symbolischer Baubeginn (v.l.): Dr. Hermann Meyer, Tiefbauamtsleiter Richard Bömer, Bürgermeister Felix Büter, Bauunternehmer Franz Büter und der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Vortkamp.</p>

Für sauberes Wasser waren Bürgermeister, Ingenieure und Politiker sogar bereit, sich die Schuhe schmutzig zu machen und auf dem Erweiterungsgelände die Spaten in den schlammigen Boden zu stechen.

Bürgermeister Felix Büter betonte dabei die Bedeutung des Projekts für die Umwelt: "Das Klärwerk wird öffentlich kaum wahrgenommen, weil es so selbstverständlich und alltäglich ist. Die immense Investition macht aber deutlich, welchen Stellenwert ökologische Fragen haben."

Fast 25 Jahre alt

Büter lenkte den Blick zurück auf den Bau des Zentralklärwerks vor fast 25 Jahren. "Die Anlage ist für rund 60 000 Einwohnerwerte ausgerichtet - damals dachte mancher, dass sei überdimensioniert." Doch neben den fast 40 000 Einwohnern müssen auch die Industriebetriebe durch die Einwohnerwertzahl abgedeckt werden. So erreicht Ahaus heute bereits klärtechnisch mehr als 75 000 Einwohnerwerte. Dass die Abwasserwerte derzeit dennoch eingehalten werden könnten, so Büter, sei der "phantastischen Mannschaft des Klärwerks" zu verdanken. Das Lob für das neunköpfige Klärwerksteam unterstrich auch Dr. Hermann Meyer vom Büro Tuttahs und Meyer, das seit über fünf Jahrzehnten das Ahauser Abwasserwesen planerisch begleitet. Meyer: "Es gibt Klärwerke mit der gleichen Technik, die bei weitem nicht die gleiche Klärleistung erreichen. Aufmerksamkeit und Gespür der Mitarbeiter sind mindesten so wichtig wie die Technik." An der Sanierung und Modernisierung, so betonte Meyer, führe kein Weg dran vorbei. "Nach 25 Jahren gilt ein Klärwerk als abgeschrieben".

Neue Nachklärbecken

Die jetzt anstehende Erweiterung erhöht die Kapazität des Klärwerks auf 85 000 Einwohnerwerte. Vor den Toren des jetzigen Klärwerksgeländes entstehen drei neue Nachklärbecken. Im Rahmen der Baumaßnahmen wird das bestehende Abwasserhebewerk verkapselt, um die Geruchsimmissionen einzuschränken.

Die Millioneninvestition wird auch die Privathaushalte belasten. Die für die nächsten Jahre geplante schrittweise Anhebung der Gebühren um 40 Cent je Kubikmeter bedeutet für einen durchschnittlichen Haushalt eine Mehrbelastung von rund 16 Euro im Jahr. gro

Millionen ins Abwasser

<p>Die Erweiterungsfläche des Klärwerks (3) vom Faulturm aus gesehen. Am oberen Bildrand (1) ist der im Bau befindliche neue Wirtschaftsweg zu erkennen. Der bisherige Verlauf (4) wird wegen der Klärwerkserweiterung aufgegeben. Zwischen Wirtschaftsweg und Erweiterungsgelände verläuft die Trasse für die Nordtangente (2). MLZ-Fotos (2) Grothues</p>

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