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In den HipHop-Olymp

Qualifikation für Deutsche Meisterschaft

Sie sind zwischen 14 und 25 Jahre alt, wohnen zwischen Ahaus und Bottrop, aber haben eine gemeinsame Leidenschaft: HipHop. Damit hat es die Formation Impressive Styles inzwischen bis zur Deutschen Meisterschaft gebracht.

von von Sylvia Lüttich-Gür

, 19.05.2011
In den HipHop-Olymp

Christian Posner trainiert die Gruppe.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So proben die Teilnehmer der Deutschen HipHop-Meisterschaft

19.05.2011
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© Foto: Sylvia Lüttich-Gür
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Das Klavier lügt. Seine Akkorde, die so zart aus dem Lautsprecher perlen, sind ein falsches Versprechen. Um das zu durchschauen, genügt ein Blick auf die gut 20 Tänzerinnen und Tänzer auf dem Parkett. Sie verharren zwar völlig bewegungslos, aber jeder Muskel ist gespannt. Alle Blicke fixieren denselben Punkt,. Wie hungrige Panther, die bereit sind zum Sprung: hinein in die wummernden Bässe – und möglichst weit nach oben in den deutschen HipHop-Olymp. etzt! Treibende Beats überrollen den klimpernden Klangteppich. Die gerade noch bewegungslosen Körper springen und zucken, kreisen und beugen sich, fallen auf den Boden und schnellen wieder hoch – alles im wahnwitzigen Tempo der aggressiven Rhythmen. „OK!“ Christian Posner, der Mann ganz vorne in dem giftgrünen T-Shirts und den weiten, schwarzen Shorts, klatscht in die Hände. Was das bedeutet, wissen die 14- bis 25-Jährigen, die vor allem aus Ahaus stammen, aber auch aus anderen Kommunen im Kreis Borken und selbst aus Dinslaken, Bottrop und Essen: Die Formation, in der jeder seinen auf den Zentimeter genau vorbestimmten Platz hat, löst sich auf. Die gerade noch bis in die Haarspitzen gespannten Körper schrumpfen auf das Normalmaß zusammen. Und statt pfeilschnell zu sprinten, schlurft jeder erschöpft zur Seite des Saals der Crea Dance-Tanzschule Büscher, wo Wasserflaschen und Handtücher auf den Stühlen liegen, HipHop auf so hohem Niveau ist nicht nur künstlerisch und technisch anspruchsvoll, sondern auch konditionell. Nach den ersten Schlücken aus den Plastikflaschen geht Christian Posner durch die Reihen, gibt Tipps, lobt und korrigiert – und klatscht wieder in die Hände: „Jeder zurück auf seine Position!“ So kurz vor den Deutschen Meisterschaften am 4. und 5. Juni in München gilt es, keine Zeit zu verlieren. Der letzte Wettbewerb – der erste überhaupt für die junge Formation, die erst seit Februar existiert – liegt nicht einmal eine Woche zurück: die Westdeutschen Meisterschaften in Herne vor über 1000 Zuschauern. Den elften Platz haben die 24 Tänzerinnen und Tänzer, die sich „Impressive Styles“ nennen, dort gemacht – und damit die Fahrkarte nach München gelöst. Posner, der die Gruppe aufgebaut hat und als Trainer und Choreograph betreut, kann es immer noch nicht glauben: „Dieser Erfolg nach so kurzer Vorbereitungszeit ist riesig“, freut sich der Essener. Anders als seine Mittänzer kennt er selbst sich auf großen Bühnen bereits aus: Er ist dreifacher Westdeutscher Meister und hat 2009 an der Europameisterschaft teilgenommen. Noch einmal von vorne: Sanft lässt sich das Klavier vernehmen. Höchste Zeit, die Luft anzuhalten , denn gleich beginnt ein Tanz-Gewitter, das deutschlandweit aufhorchen lässt.

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