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Auf dem Weg zum Familienzentrum

Friedrich Fröbel und Löwenzahn

Die Kindertagesstätten Friedrich Fröbel und Löwenzahn machen sich gemeinsam auf den Weg, um ein Familienzentrum zu werden. Mit den beiden Leiterinnen Roswitha Wensing (Löwenzahn) und Karina Fecke (Friedrich Fröbel) sprach Redakteur Stefan Grothues.

AHAUS

04.05.2011
Auf dem Weg zum Familienzentrum

Karina Fecke und Roswitha Wensing (v.l.) haben sich mit ihren Kindertagesstätten gemeinsam auf den Weg zum Familienzentrum gemacht.

Kindergarten klingt sympathisch. Aber der Begriff Familienzentrum ist sehr viel näher dran an dem, was wir tagtäglich machen.

Ja, die gesellschaftliche Entwicklung ist weiter gegangen: Mütter und auch die Omas arbeiten immer öfter, die Kinder brauchen früher Betreuung, und die Familien Unterstützung und Beratung.

: Die Idee hatte das Jugendamt der Stadt Ahaus: Als das Land 2006 das Programm auflegte, hat die Stadt sich um einen Zeitplan und ein abgestimmtes Verfahren bemüht.

: Und wir passen ganz gut zusammen, geografisch und weil wir uns inhaltlich ergänzen: Löwenzahn hat mehr Erfahrung mit dem Thema Migration, wir bringen unsere besonderen Erfahrungen in der Heilpädgogik mit.

: Ideen gibt es viele. Was wir konkret umsetzen werden, das wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Wir haben jetzt bis Anfang 2012 Zeit, unser Konzept umzusetzen.

: Wir wollen den Familien auch kein fertiges Programm überstülpen. Darum ist für uns der Ideenworkshop am nächsten Samstag ganz wichtig. Die Familien selbst wissen ja am besten wo es im Alltag klemmt oder hakt, welche kleine Schritte große Wirkung haben und wo Hilfe wirklich nötig ist.

: Sicher, es gibt schon viele Ideen: vom Seniorencafé über integrative Spielgruppen, Eltern-Kind-Gruppen, interkulturellen Kochkursen bis hin zu Beratungsangeboten…

: … aber wie gesagt: Wir möchten nicht im luftleeren Raum planen. Eltern sind die Experten in eigenen Lebenslagen.

: Bislang ist der Austausch noch nicht sehr intensiv. Auf Dauer werden wir uns wohl mehr abstimmen müssen, um uns zu ergänzen. Es macht ja wenig Sinn, wenn jedes Familienzentrum in Ahaus die gleichen Beratungsangebote macht.

: Arbeitstitel ist „Familienzentrum West“ – aber das klingt sehr technisch. Wir müssen uns noch was einfallen lassen. Unter dem gemeinsamen Dach des Familienzentrums bleiben die beiden Einrichtungen aber selbstständig bestehen.

Beide Kindertagestätten laden am kommenden Samstag, 7. Mai, alle interessierten Eltern, Großeltern, Senioren, Singles und junge Erwachsene aus ihrem Quartier zu einer Ideenbörse in ihre Einrichtung ein. Ausdrücklich sind auch alle Ahauser willkommen, die bislang noch keinen Kontakt zu den Einrichtungen hatten. Ziel ist es Ideen für die Ausgestaltung der Angebote des künftigen Familienzentrums zu sammeln. Die beiden Workshops beginnen jeweils um 11 Uhr in den Einrichtungen: › Kindertagestätte Friedrich Fröbel, Asternweg 17, Träger: Diakonische Stiftung Wittekindshof, drei Gruppen, darunter eine heilpädagogische, 45 Kinder, darunter 16 mit heilpädgogischem Förderbedarf, zwölf Mitarbeiterinnen. › Kindertagesstätte Löwenzahn, Hof zum Ahaus 22, Träger: Stadt Ahaus, vier Gruppen, 84 Kinder, zwölf Mittarbeiterinnen. gro

› 2007 wurde die Villa Kunterbunt erstes Familienzentrum in Ahaus. Sie gehörte als Pilotprojekt landesweit zu den Vorreitern. › In den nachfolgenden Jahren ließen sich weitere Kindertagesstätten in Ahaus, Wessum, Graes, Ottenstein und Alstätte zumeist im Zweierverbund zu Familienzentren zertifizieren, auch in Wüllen ist derzeit ein Familienzentrum im Aufbau begriffen. › Zurzeit gibt es in NRW rund 2000 zertifizierte Familienzentren an den rund 2800 Kindertageseinrichtungen beteiligt sind. › Die Familienzentren erhalten vom Land pro Jahr 12000 Euro zusätzlich als Förderung. Voraussetzung sind besondere Angebote für Kinder und Familien sowie die Vernetzung von Beratungs- und Förderangeboten. gro

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