Ärzte sollen vor Ort impfen und der Einzelhandel soll öffnen dürfen

Appell ans Land

Der Kreis Borken und die Kommunen appellieren an das Land NRW, die Coronaschutz-Impfungen schnell auf Ärzte vor Ort zu übertragen. Auch der Einzelhandel solle schrittweise wieder öffnen.

Kreis Borken

02.03.2021, 13:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Blick auf die Testergebnisse verheißt noch keine Entspannung. Trotzdem appellieren Kreis Borken und die Kommunen an das Land NRW, dem Einzelhandel schnell eine Perspektive zu bieten.

Der Blick auf die Testergebnisse verheißt noch keine Entspannung. Trotzdem appellieren Kreis Borken und die Kommunen an das Land NRW, dem Einzelhandel schnell eine Perspektive zu bieten. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

In ihrer jüngsten Videokonferenz haben sich die Spitzen von Kreis und Kommunen intensiv mit der aktuellen Coronalage befasst. Das meldet der Kreis Borken in einer Pressemitteilung. Dabei sei es darum gegangen, wie der am 1. März vorgestellte neue Impfplan für Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden kann.

Danach soll nun auch Menschen, die gemäß Coronavirus-Impfverordnung des Bundes in der Priorisierungsgruppe 2 stehen, schrittweise ein Impfangebot unterbreitet werden. Dazu will der Kreis noch einmal separat im Detail informieren.

Impfangebot in der Fläche möglich machen

Dem Kreis wie den Städten und Gemeinden sei es sehr wichtig, dass schnellstmöglich auch den Ärzten vor Ort das Impfen ermöglicht werde, erklärten Landrat Dr. Kai Zwicker und Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing als Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreisgebiet. „Nur so kann in der Fläche ein breites Impfangebot ermöglicht werden“, begründeten sie. Auf diese Weise ließe sich auch verhindern, dass angebotene Impfstoffe womöglich nicht zeitnah verimpft werden können.

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Zum anderen befasste sich die Konferenz erneut mit der Situation des stationären Einzelhandels. Tenor sei laut Mitteilung des Kreises gewesen, dass der Einzelhandel eine Öffnungsperspektive erhalten müsse. Das sei für ihn angesichts des Lockdowns von existenzieller Bedeutung.

Kritik an Ungleichbehandlung der Verkaufsstellen

Zudem belaste die als ungerecht wahrgenommene Ungleichbehandlung mit Verkaufsstellen, die ein gemischtes Sortiment anbieten dürfen, wie z. B. den Discountern, enorm. Daher sprechen sich die kommunalen Spitzen auch für ein schrittweises, vorsichtiges Öffnen des Handels aus. „Hier sind intelligente Lösungen unter konsequenter Einhaltung von Hygienevorkehrungen vom Land gefordert“, so Landrat Dr. Zwicker und Bürgermeisterin Schulze Hessing.

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