Abiturfeier in Nordkirchen: Enge Gemeinschaft trotz Corona-Regeln

Gesamtschule Nordkirchen

78 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2020, so viele wie nie zuvor, erhielten an der Johann-Conrad-Schlaun-Schule ihre Abschlusszeugnisse. Anders, als man es gewohnt ist.

Nordkirchen

, 29.06.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Abiturienten 2020 der Gesamtschule Nordkirchen feierten in zwei Durchgängen.

Die Abiturienten 2020 der Gesamtschule Nordkirchen feierten in zwei Durchgängen. © Fotos/Collage Udo Kötter

In diesem Jahr konnte erstmals auch Schülerinnen und Schülern, die nach dem zehnten Schuljahr von der Profilschule Ascheberg in die Oberstufe gewechselt waren, das Abiturzeugnis überreicht werden. Das berichtet Oberstufenleiter Klaus Johannknecht. „Coronabedingt wurde die Abschlussfeier zweigeteilt. Trotz einer ungewöhnlichen Sitzordnung in Dreiergruppen mit dem jeweils entsprechenden Mindestabstand gelang es zwei atmosphärisch schöne Feiern zu gestalten.“

Zu Beginn verdeutlichte Schulleiter Ulrich Vomhof, nachdem er sich bei Eltern und Kollegium für ihren unermüdlichen Einsatz bedankt hatte, dass er trotz der außergewöhnlichen Gegenwart in die Zukunft blicken wolle, wobei er sich auf ein Gedicht des Amerikaners Robert Frost „The road not taken“ bezog. Er wies die Schüler auf die vielen Möglichkeiten der Individualisierung hin, wodurch ihnen heute viele Straßen offen stünden, sie sich letztlich aber nun für eine und somit gegen viele andere entscheiden müssten. Den gewählten Weg könne man sicherlich noch verwerfen, die dann aber gewählte Richtung sollte zielstrebig beschritten werden,

Nötige Kompetenzen vermittelt

Der Zwang sich entscheiden zu müssen, sei dabei in unserer heutigen Gesellschaft immer größer geworden, er sei sich aber sicher, dass sowohl Eltern als auch Schule die hierfür nötigen Kompetenzen vermittelt hätten. Freundschaften unterstützten einen auf diesem Weg zusätzlich, wobei gerade die in der Schulzeit geschaffenen Freundschaften besonders gepflegt werden müssten, da jeder nun doch unterschiedliche Wege beschreite.

Stufensprecherin Marlene Bücker, deren außergewöhnliches Engagement für Stufe und Schule mehrfach hervorgehoben wurde, hielt eine Dankesrede. Neben dem Dank an die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern für ihre jahrelange Arbeit stellte sie zahlreiche Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt, die sich durch kleine und große Aktionen für die Stufe eingesetzt hatten. Nur gemeinsam hätten sie zahlreiche Aktionen durchführen können, wobei der Höhepunkt das Abitainment der gesamten Stufe war.

Die Beratungslehrer Renate Garthaus und Udo Kötter hielten schließlich einen launigen Rückblick auf die vergangenen drei Jahre in der Oberstufe, ließen kleine und große Episoden Revue passieren und untermalten dies mit einer Bildershow, die vom Publikum mit viel Applaus honoriert wurde.

Ziel: Im Dezember Abiball nachholen

Abschließend überreichte Oberstufenleiter Klaus Johannknecht gemeinsam mit den Beratungslehrern die Zeugnisse. Johannknecht verwies zudem auf den Dezember, wenn der Abiball hoffentlich nachgeholt werden kann und alle noch einmal gemeinsam feiern werden.

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