Ab 1. März wieder geöffnet: Das ändert sich beim Friseurbesuch in der Corona-Krise

Coronavirus

Sich professionell die Haare schneiden und waschen zu lassen ist, unter strengen Auflagen, wieder erlaubt. Der Besuch beim Friseur bringt in der Corona-Krise einige Änderungen mit sich.

Berlin

28.02.2021, 12:26 Uhr / Lesedauer: 2 min
Längere Öffnungszeiten, keine Preiserhöhungen: Ab dem 1. März dürfen Friseursalons in Deutschland wieder öffnen.

Längere Öffnungszeiten, keine Preiserhöhungen: Ab dem 1. März dürfen Friseursalons in Deutschland wieder öffnen. © picture alliance/dpa

Nach zehn umsatzlosen Wochen dürfen Friseursalons ab dem 1. März wieder öffnen. Damit sich möglichst niemand dort mit dem Corona-Virus ansteckt, gelten aber weiter Vorgaben. Einen Kaffee trinken und nebenher eine Zeitschrift lesen, während man die Haare trocknen lässt? Das gehört weiterhin der Vergangenheit an.

Diese Auflagen gelten nun für den Friseurbesuch in Deutschland:

Friseurbesuch: Muss ich einen medizinischen Mundschutz im Friseursalon tragen?

Ja. Beim Bedienen müssen sowohl Friseure als auch Kunden einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Darunter fallen laut Arbeitsschutzstandard sowohl FFP2-Masken als auch sogenannte OP-Masken. „Wir halten einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein und tragen eine medizinische Maske. Umhänge werden nach jedem Kunden gewechselt und der Arbeitsplatz desinfiziert“, sagt Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks.

Friseure ab 1. März: Wie wirken sich die neuen Vorgaben auf die Preise aus?

Anders als nach den Lockerungen im Mai vergangenen Jahres rechnet Müller diesmal nicht mit Preissteigerungen. Damals mussten Kunden für Haarschnitte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 5,4 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat.

Doch auch Preissteigerungen konnten den starken Nachfragerückgang von knapp 12 Prozent oftmals nicht ausgleichen. So hatte der Umsatzeinbruch etwa Deutschlands größte Friseurkette Klier in die Insolvenz gedrückt.

Kann man jetzt nur noch mit einem Termin zum Friseur?

Ja. Das haben Bund und Länder im aktuellen Beschluss vom 10. Februar deutlich gemacht. Hygieneauflagen, medizinische Masken und „Steuerung des Zutritts mit Reservierungen“ sind die Bedingungen für eine Öffnung der Betriebe.

Der Andrang ist groß – bekomme ich überhaupt einen Termin?

Die Sehnsucht vieler Kunden ist groß. Das zeigt nicht zuletzt, die gestiegene Nachfrage bei Haarscheren bei Drogeriemärkten. Eine Wartezeit von mehreren Wochen ist laut Branchenangaben daher realistisch. Aber viele Betriebe wollen täglich länger und auch montags öffnen, um dem Kundenandrang gerecht zu werden. Außerdem soll für Mitarbeiter Schichtbetrieb eingeführt werden, sagte etwa der Geschäftsführer des Fachverbands Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg, Matthias Moser.

Was ist, wenn ein Kunde oder Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wird?

Dazu sollen alle Kunden weiterhin ihre Kontaktdaten im Friseursalon hinterlassen. Dazu zählt nicht nur die Adresse, sondern etwa auch die Handynummer oder E-Mail-Adresse. So sollen Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden können.

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Will man seine Daten nicht bereitstellen, gibt es übrigens auch keine Bedienung. „Kunden können nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind“, steht in dem Arbeitsschutzstandard.

RND

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