A43 erneut voll gesperrt – So geht der Mega-Ausbau von A43 und A40 weiter

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Die A43 ist seit Donnerstagabend erneut für mehrere Tage zwischen Herten und dem Kreuz Recklinghausen voll gesperrt. Das Mega-Autobahnprojekt geht in die nächste Runde. Das beinhaltet gute und schlechte Nachrichten.

Recklinghausen, NRW

, 06.08.2020, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die A43 zwischen Herten und dem Kreuz Recklinghausen ist seit Donnerstagabend (6.8.) um 20 Uhr zum zweiten Mal für mehrere Tage voll gesperrt. Betroffen ist diesmal die Fahrtrichtung Münster. Die Sperrung soll am Montagmorgen um 5 Uhr aufgehoben werden.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es eine Vollsperrung in Richtung Wuppertal gegeben.

Straßen.NRW will in diesen Tagen die Fahrbahn fertigstellen und lärmmindernden offenporigen Asphalt aufbringen, auch „Flüsterasphalt“ genannt. Dieser muss „am Stück“ eingebaut werden, so Strassen.NRW. Dadurch ist die Sperrung über mehrere Tage notwendig.

Teilstück wird sechsspurig freigegeben

Die gute Nachricht für alle Autofahrer: Nach dem Abschluss dieser Arbeiten wird das Teilstück Recklinghausen/Herten bis Kreuz Recklinghausen sechsspurig freigegeben. Damit ist Strassen.NRW sogar einen Monat früher fertig, als noch Ende 2019 geplant. Der Grund: „Schönes Wetter und ein milder Winter“, sagt Rainer Herzog, Sprecher von Straßen.NRW.

Baustelle zieht weiter Richtung Herne – Brückenbau verzögert sich

Doch endgültig aufatmen können Pendler noch lange nicht. Die Baustelle wandert weiter. „Wir beginnen dann ab September mit dem Ausbau ab Recklinghausen-Hochlarmark bis zum Rhein-Herne-Kanal“,so Herzog. Diese Arbeiten sollen Ende 2022 abgeschlossen sein.

Der Bau der Emschertalbrücke erfolgt allerdings später als ursprünglich geplant, und zwar jetzt erst von 2024 bis 2028. „Wir beginnen mit den Vorarbeiten erst 2023“, erklärt Rainer Herzog. Die Verzögerung kommt zustande, weil ein Teil der Brücke über Bahngleise führt und die Bahn für jede Änderung drei Jahre Planungsspielraum im Voraus braucht. Eine Frist im Jahr 2019 habe die Bahn abgesagt, teilt Strassen.NRW auf den Infoseiten des Großprojektes mit.

Die Bauarbeiten an der Brücke sind sehr aufwendig, da zeitweise Stützwände errichtet und später wieder abgebaut werden müssen und auch Versorgungsleitungen betroffen sind.

So geht es im Kreuz Bochum und auf der A40 weiter

Das Kreuz Bochum ist Anfang des Jahres 2019 zu einem gesonderten Bauabschnitt geworden, weil die Bundesregierung die sechsspurige A40 in den Bundesverkehrswegeplan 2030 als „vordringlich“ aufgenommen hat. Täglich fahren zwischen Bochum-West und Dortmund-West rund 95.000 Fahrzeuge. Damit ist die Autobahn jetzt bereits überlastet – genauso wie die A43.

Anwohner sollten ursprünglich Teile der Gärten abgeben

Der Ausbau des Kreuzes war für die A43 bereits geplant und wird nun um die A40-Verbreiterung ergänzt. Gebaut werden soll zwischen 2025 und 2030.

Begleitet waren diese Planungen in den letzten Jahren von Aufregungen bei den Anwohnern der kleinen Siedlung „Auf dem Knust“ gegenüber des Ruhrparkes. Sie sollten teilweise mehrere Meter ihrer Gärten für den Ausbau der Autobahn abgeben. Durch eine umfassende Neuplanung wurde diese Diskussion jedoch besänftigt. Die Trasse der A40 wird nun in Richtung Süden (Ruhrpark) verschoben, darüber hinaus sollen höhere Lärmschutzwände für eine Reduzierung der Lärmbelastung sorgen.

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