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75 Jahre RV St. Georg - Die Chronik

WERNE Der Reitverein St. Georg feiert sein 75-jähriges Bestehen. Im Jahre 1932 entstand er, als junge Bauernsöhne - so heißt es - ihren großen Wunsch in die Tat umsetzten. Nach schwierigen Jahren im Zweiten Weltkrieg feiern viele Reiter des Werner Vereins große Erfolge. Die Chronik spannender 75 Jahre.

von Ruhr Nachrichten

, 23.11.2007

1932 : Im Spätsommer gründen, so heißt es in einer ersten Chronik, junge Bauernsöhne, unterstützt durch Revierförster Albert Berkenheger und Oberwachtmeister Heinrich Jakob, im Hotel Baumhove den heutigen Verein. Albert Berkenheger wird 1. Vorsitzender, erster Reitlehrer ist Heinrich Jacob.

1933 : Es folgt die Anmeldung zur Aufnahme in den Kreis- und Provinzialverband. Zu diesem Zeitpunkt führt Dr. Arnold Moormann den Verein.

1934 : Am 22. September findet die erste Fuchsjagd statt. Der "Fuchs" wird von Heinrich Bußkamp ausgeritten. Franz Schulze-Twenhöven kann ihm die Lunte entreißen und wird erster Fuchsmajor.

1936 : In diesem Jahr gewinnen die Werner Reiter zum ersten Mal die Kreisstandarte.

1938 : Auch der Werner Reiterverein entkommt der Umwandlung in eine nationalsozialistische Organisation nicht. Der Verein nennt sich fortan "SA Reitersturm".

1939 : Durch den Ausbruch des 2. Weltkriegs kommt die Reiterei in Werne fast vollends zum Erliegen.

Zehn Jahre Stillstand - dann geht's wieder bergauf

1949 : Nach einigen Jahren des Stillstands geht es bergauf. Der Vorsitzende des Reitvereins ist der Bauer Schulze-Froning.

1951 : In diesem Jahr starten die Werner erstmals nach dem Krieg wieder bei einem Kreisturnier. Theo Ribhegge, Franz und Ignaz Schulze-Kersting, Robert Kleine-Wieskamp und Heinz Stöver belegen den ehrenvollen letzten Platz.

1952 : Auf dem Hagen - heute Parkplatz für das Natur Solebad - findet das erste Kreisturnier in Werne statt. Dies ist ein Meilenstein der Vereinsgeschichte - ist es doch das erste Turnier überhaupt, das der Verein ausgeschrieben hat.

1958 : Die Senioren gewinnen die Kreismeisterschaft. Derweil übernimmt Josef Schwert das Amt des Vorsitzenden.

1967 : Im Sommer beschließt der Vorstand den Bau einer Reithalle auf dem Gelände des Hofes Schwert.

1969 : Am 6. September findet die feierliche Einweihung der neuen Reithalle statt.

1971 : Immer mehr Nachwuchs drängt jetzt in den Reitverein. Deshalb wird die erste Jugendabteilung gegründet. Die Ausbildung der jungen Reiter übernimmt ehrenamtlich Franz Schulze-Kersting.

Veronika Ribhegge gewinnt Bronze bei der Deutschen Meisterschaft

1975 : Veronika Ribhegge gewinnt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin mit Graziella und Gigi die Bronzemedaille bei den Springreiterinnen.

1977 : Im Mai gewinnt die Werner Mannschaft mit Norbert Reckmann, Ulrich Steinkuhl, Thomas Ribhegge und Paul Hegemann die erste Meisterschaft des Kreisverbandes Unna-Hamm.

1979 : Nike Langenberg schafft als Ponyreiterin den Sprung in den Landes- und Bundeskader.

1989 : Das große Dressurtalent Bertram Tecklenborg gewinnt in Bremen mit seinem El Paso Silber bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren.

1990 : Josef Schwert verabschiedet sich nach 32 Jahren an der Spitze des Vereins in den Ruhestand. Er wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolge tritt Hans W. Haubruck an. Am 26. August gewinnt Bertram Tecklenborg mit seinem El Paso die Goldmedaille mit der deutschen Mannschaft im Rahmen der Dressur-Europameisterschaft der Jungen Reiter. Markus, der ältere der Tecklenborg-Brüder, gewinnt mit dem routinierten Westfalen Franklin bei einem internationalen Turnier im englischen Goodwood vier Wettbewerbe. Zur gleichen Zeit holt Lutz Gripshöver mit De Luxe bei den Junioren-Springreitern Bronze bei der Deutschen Meisterschaft in München.

15 Jahre, Bronzemedaille - Martina Schlunz erfolgreich

1991 : Die 15-jährige Martina Schlunz gewinnt bei den Deutschen Meisterschaften der Ponyreiter in Schenefeld/Hamburg mit dem Hengst Derano die Bronzemedaille. Ebenfalls in Hamburg gewinnt Bertram Tecklenborg mit El Paso DM-Silber.

1992 : Bertram Tecklenborg holt sich zum zweiten Mal Mannschafts-Gold bei einer Europameisterschaft der Dressurreiter bis 21 Jahre. Die Equipe mit Sabine Rueben, Kirsten Heek, Isabell von Wendorff und eben Bertram Tecklenborg verweist Österreich und Dänemark auf die weiteren Medaillenplätze. Silvia Gripshöver belegt mit Mini-Ship bei den Europameisterschaften der Pony-Springreiter in Stockholm mit der deutschen Mannschaft den vierten Platz.

1993 : Lutz Gripshöver gewinnt in Spangenberg mit seinen Teamkollegen Christian Ahlmann, Marcus Ehning und Eva Bitter die Mannschafts-Europameisterschaft der Jungen Reiter im Springen. Auf Gambe wird er in der Einzelwertung Zweiter hinter dem Franzosen Olivier Gouillon. Zuvor wird Gripshöver mit Gambe Dritter bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Auch seine Schwester holt mit Mini Ship Bronze bei den Ponyreitern.

1995 : Der RV. St. Georg nimmt Abschied von seinem langjährigen Reitlehrer Bernhard Evelt, der nach kurzer Krankheit im Alter von 65 Jahren stirbt.

Im Wachstum - Die zweite Reithalle entsteht

1996 : Der Verein baut seine zweite Reithalle, diese mit den Maßen 20x40 Meter. Im Verbindungsbereich zur alten Halle entstehen Räume für die Meldestelle, Abstellräume und der Richterturm mit Sichtanbindung zum Springplatz.

1997 : Vielseitigkeits-Europameisterschaft der Jungen Reiter in Walldorf: Maike Moormann erhält Doppel-Silber für die zweiten Plätze mit der Mannschaft und in der Einzelwertung

1999 : Lutz Gripshöver gewinnt auf seinem Ausnahmepferd Warren NRW das Weltcupspringen im irischen Millstreet. Maike Moormann gewinnt bei den Europameisterschaften der Junioren im irischen Necairn Castle mit dem deutschen Team die Goldmedaille in der Vielseitigkeit.

2001 : Der RV richtet im Auftrag des Verbandes erstmals das Provizinalturnier auf der Anlage in Ehringhausen aus. Es gibt ein dickes Lob von allen Seiten. Die Springmannschaft krönt den sportlichen Verlauf mit dem Gewinn der Westfalenmeisterschaft. Lutz Gripshöver belegt bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiter in Münster den dritten Platz hinter den Olympiasieger

 

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