60 Jahre Schönstatt-Heiligtum in Borken: Rosen und Weihwasser to go

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Eigentlich wäre in diesem Monat der 60. Geburtstag des Kapellchens der Schönstätter Marienschwestern gefeiert worden. Da im Zuge der Corona-Vorgaben keine großen Veranstaltungen erlaubt sind, musste eine Alternative her. Bis zum 18. August gibt es eine Festwoche mit unterschiedlichen Aktionen.

von Edgar Rabe

Borken

, 10.08.2020, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor 60 Jahren, genauer gesagt am 11. September 1960, wurden das Provinzhaus der Schönstätter Marienschwestern und das Kapellchen in Borken eingeweiht. Manche Borkener und Gemener erinnern sich sicher noch daran, wie 1956 „Im Becking“ die Bauarbeiten begannen.

Provinzhaus zog von Euskirchen nach Borken

Vorher befand sich das Provinzhaus der sogenannten „Nord-Provinz“ in Maria Rast, bei Euskirchen, in der Nähe von Köln. Schon bald wurde dieses Haus zu klein, und die Schwestern suchten einen neuen Platz, der im Mittelpunkt der Provinz liegen sollte. Die Wahl fiel auf Borken. Hier waren die Schwestern nicht fremd. Bereits 1953 hatten sie in privaten Räumen eine Realschule für Mädchen eröffnet.

Mittlerweile ist die Schönstatt-Au, deren Zentrum das kleine Heiligtum ist, aus der Region nicht mehr wegzudenken. Weltweit gibt es über 200 originalgetreue Nachbildungen des sogenannten Urheiligtums, dem ersten Schönstatt-Heiligtum bei Vallendar in der Nähe von Koblenz. „Ich komme wegen der Atmosphäre, die hier herrscht“, sagt eine Besucherin.

Kapelle ist ein Zufluchtsort

„Für uns ist das Kapellchen in der Corona-Zeit zu einem Zufluchtsort geworden“, beschreibt ein Ehepaar seine Beziehung zu der kleinen Kapelle. Mal schnell ein Kerzchen anzünden, sich von Maria anschauen lassen und runterfahren. Gerade in den vergangenen Monaten der Corona-Krise hätten Menschen das Kapellchen für sich entdeckt, teilt Wallfahrtsleiterin Schwester Hanna-Lucia Hechinger mit. Die 388 Rosen, die in den letzten zwei Wochen des Maimonates bei der Aktion „Eine Rose für Maria“ geschenkt wurden, seien dafür ein Zeugnis.

Normalerweise wäre am Fest der Begegnung, das seit 2013 jeweils am 15. August, dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, stattfindet, der 60. Geburtstag des Kapellchens gefeiert worden. Die Corona-Vorschriften aber fordern zu einer kreativen Lösung heraus.

Besondere Festwoche in Coronazeiten

Darum gibt es bis 18. August eine besondere Festwoche, zu der alle, die sich mit dem Schönstatt-Heiligtum verbunden fühlen, eingeladen sind. Um und im Heiligtum finden folgende Angebote und Aktionen statt:

  • Mittwoch, 12. August: ab 19 Uhr Pilgerweg von der Mutter vom Guten Rat zum Schönstatt-Heiligtum;
  • Dienstag, 18. August: ab 19.30 Uhr Messe mit Erneuerung des Bündnisses mit Maria (mit Anmeldung);
  • Das Pontifikalamt mit Bischof Overbeck, Essen, findet am 15. August in einem kleineren Kreis statt.

Im Heiligtum selbst gibt es durchgehend folgende Angebote:

„Eine Rose für Maria“: Im hinteren Teil des Kapellchens stehen Rosen bereit. Bei einem Besuch des Kapellchens kann eine Rose gegen eine kleine Spende erworben werden. Die Rose wird im Altarraum in eine Vase gesteckt. Gerne beten die Schwestern in den Anliegen all der Menschen, die Maria eine Rose schenken. Diese Aktion schließt am 15. September mit einer kleinen Feier ab 18 Uhr ab.

Weihwasser „to go“: Seit Beginn der Corona-Krise sind die Weihwasserbecken in den Kirchen trocken. Die kleinen gefüllten Weihwasserfläschchen zum Mitnehmen regen an, den alten katholischen Brauch in den Wohnungen neu zu beleben. Auch auf diese Weise könne man den Segen Gottes, der vom Schönstatt-Heiligtum seit 60 Jahren ausgeht, mit nach Hause zu nehmen. Im Vorraum der Verkündigungskirche kann geweihtes Wasser selbst abgefüllt werden.

Weitere Informationen zu den Festivitäten gibt es unter Telefon (02861) 9230.

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